Auf und nieder bei Phoenix | DTM.com | Die offizielle Webseite
2000-08-19 20:20:34

Auf und nieder bei Phoenix

Für Phoenix-Teamchef Ernst Moser war das Zeittraining "Krimi pur". Erst in allerletzter Minute gelang Manuel Reuter der Sprung auf den vierten Startplatz, nachdem sein Opel V8 Coupé schrittweise von einem lästigen Übersteuern befreit worden war. Einen gegensätzlichen Leistungstrend hatte Michael Bartels zu verbuchen: Zu Beginn des Qualifyings in Front, rutschte auf den siebten Rang ab.

Das Qualifying war schon gut 20 Minuten alt, als Manuel Reuter im Opel V8 Coupé das erste Mal auf die Bahn ging. "Wir mussten das Auto nach einem Umbau noch vermessen", rechtfertigte Phoenix-Teamchef Ernst Moser die Verspätung. Der Kampf um die schnellste Rundenzeit geriet für Reuter und seine Crew zunächst einmal zu einem Fight gegen die Zeit. Denn Reuter klagte nach seinem ersten Versuch über "starkes Übersteuern, das wir durch Veränderungen an der Hinterachse Schritt für Schritt auskurieren mussten", berichtet Moser.

Es war immer dasselbe Spiel: Bei jedem Run verbesserte sich Reuter um ein paar Plätze bis ins vordere Mittelfeld – rutschte beim "Boxenstopp" aber wieder in der Rangliste zurück. Als er sich schließlich auf Rang 16 wiederfand – und nur noch wenige Minuten blieben, war Eile geboten – im doppelten Sinne. Es galt, zweimal hintereinander mit jeweils frischen Reifen eine ordentliche Qualifikationsrunde hinzulegen – also war ein fixer Reifenwechsel der Phoenix-Mechaniker zwischen den beiden Versuchen angesagt. So schaffte der Zweitplatzierte der DTM sprichwörtlich in letzter Minute den Sprung in die zweite Startreihe: Mit 1.39,749 Minuten war Reuter schließlich Vierter. "Ich muss mich bei meinen Mechanikern bedanken", erklärte der Mainzer erleichtert, denn er wusste: "Durch den blitzschnellen Reifenwechsel kurz vor Schluss war es erst möglich, dass ich noch nach vorn gekommen bin."

Auch Teamchef Moser konnte aufatmen: "Der vierte Startplatz gibt uns alle Möglichkeiten fürs Rennen." Nur eines bereitete ihm doch erhebliches Kopfzerbrechen – der Rückstand von mehr als 0,7 Sekunden auf Pole-Sitter Bernd Schneider. Moser: "Für DTM-Verhältnisse ist der Abstand ist viel zu groß. Wir müssen genau analysieren, warum wir die Zeit verloren haben."

Beim zweiten Phoenix-Piloten waren die Vorzeichen genau umgekehrt: Michael Bartels, am Vormittag im zweiten freien Training Schnellster, hatte für sich einen "Startplatz unter den ersten drei erwartet", stand im Qualifying auch zwischenzeitlich ganz vorn, fiel dann jedoch auf Rang sieben ab. Als in der Schlussphase noch einmal die Zeiten purzelten, "konnte ich einfach nicht mehr nachlegen", zeigte sich der Sauerländer ziemlich enttäuscht. Seine Rundenzeit: 1.39,794 Minuten – 0,15 Sekunden vom dritten Startplatz entfernt.

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Bosch

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen