Auftakt in Hockenheim: die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2007-04-24 18:39:40

Auftakt in Hockenheim: die Analyse Teil 1

Auftakt in Hockenheim: die Analyse Teil 1

Der Saisonauftakt der DTM auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg hatte es in sich. Dem schweren Unfall von Tom Kristensen und Alexandre Premat stand ein glanzvoller Audi-Doppelsieg gegenüber, die Kollision zwischen Scheider und Spengler sorgte nach dem Rennen für reichlich Gesprächsstoff. Hinter der Audi-Doppelspitze zeigten vor allem die Jahreswagen von Mercedes-Benz was sie leisten können. Dtm.com hat die Leistungen der 20 DTM-Piloten genau unter die Lupe genommen und benotet.

Mattias Ekström (1 / 7 / 3 / 4 / 3 / 1): Perfekter Saisoneinstand von Mattias – da hat endlich mal wieder alles gepasst. Nach zwei eher durchwachsenen Jahren startet der Schwede nun mit Rückenwind. Der Audi A4 DTM lief perfekt, die Boxenstopps waren sagenhaft und die Strategie war ebenfalls goldrichtig. Einziger Wehmutstropfen – wenn man das überhaupt so sagen kann – war der vierte Startplatz. Wenn man dann jedoch von dort aus zum Sieg fährt, ist das problemlos zu verschmerzen. Note: 1

Martin Tomczyk (9 / 8 / 9 / 2 / 9 / 2): Martin startete eher zurückhaltend in das Rennwochenende. Als es drauf ankam war der Rosenheimer jedoch hellwach. Startplatz zwei im Qualifying, Platz zwei im Rennen – so kann es weitergehen. Vielleicht wäre ohne den Verbremser in der Spitzkehre während des Rennens sogar der Sieg drin gewesen. Note: 2

Daniel la Rosa (2 / 4 / 7 / 8 / 7 / 3): Die Leistung von Daniel kann man nicht hoch genug einschätzen. Über das gesamte Rennwochenende stand der Hanauer im Schatten von Paul di Resta, der mit einem Vor-vor-Jahreswagen alles in Grund und Boden fuhr. Bei genauerem Hinsehen deutete sich jedoch schon in den ersten Tests an, dass mit ihm zu rechnen sein würde. Heimlich still und leise hielt Daniel sich aus allen heraus und erbte am Ende seinen ersten Podiumsplatz, nachdem Spengler strafversetzt worden war. Leider konnte er diesen Erfolg somit nicht gebührend auf dem Podest feiern. Note: 1

Alexandros Margaritis (- / 13 / 19 / 10 / 19 / 4): Den ersten Test ausgelassen, danach Positionen im hinteren Mittelfeld – Alexandros hatte sicherlich niemand so richtig auf der Rechnung. Von Startplatz zehn aus fuhr der Grieche ein unauffälliges Rennen und wurde als Vierter gewertet – mehr als nur ein Achtungserfolg. Bemerkenswert auch die Leistung der Persson-Truppe, die nach einem Aufhängungsbruch mit „Blechschaden“ im Warm-up das Rennen vor dem Rennen meisterte und die AMG Mercedes C-Klasse wie neu in die Startaufstellung brachte. Note: 2

Paul di Resta (6 / 1 / 2 / 3 / 2 / 5): Das Ergebnis im Rennen spiegelt in keiner Weise die Leistung des DTM-Neulings wieder. Ungeachtet der Tatsache, dass er „nur“ mit einer 2005er C-Klasse unterwegs ist, mischte Paul von Beginn an die Spitze auf. Im Rennen führte eine verkorkste Strategie dazu, dass der Schotte seinen ersten Podiumsplatz im ersten Rennen versagt blieb. Zu lange quälte er sich mit nachlassenden Reifen über die Strecke und sammelte dabei immerhin zehn Führungsrunden für seine persönliche Statistik. Note: 2

Jamie Green (13 / 16 / 18 / 13 / 18 / 6): So sind wir es von Jamie nicht gewöhnt. Positionen im hinteren Mittelfeld in den Tests und dem Freien Training, nur Startplatz 13 – im letzten Jahr machte der Brite vor allem mit vier Pole-Positions auf sich aufmerksam. Drei Punkte sind unter diesen Voraussetzungen besser als nichts, die Tatsache, dass drei Vorjahreswagen vor ihm abgewinkt wurden, darf Jamie aber nicht befriedigen. Note: 3

Bernd Schneider (15 / 12 / 12 / 9 / 12 / 7): Ähnlich wie bei Green war der Saisonauftakt auch aus Bernds Sicht eine Enttäuschung. Nur von Platz neun aus ins Rennen gestartet – der DTM-Rekordchampion verpasste nach einem Verbremser sogar die dritte Runde des Shoot-out – büßte der Saarländer sogar noch Positionen ein. Dass es am Ende doch noch zwei Punkte wurden, war nur dem Gerangel zwischen Spengler und Scheider in der letzten Runde zu verdanken – sonst wäre Bernd leer ausgegangen. Note: 4

Gary Paffett (- / 11 / 11 / 14 / 11 / 8): Sein DTM-Comeback ist zwar nicht schlecht verlaufen, zufrieden sein kann Gary jedoch bei Weitem nicht. Bedenkt man, wie viele seiner Jahreswagenkollegen vor ihm Platziert waren, hätte der DTM-Champion von 2005 weiter vorne landen müssen. Nach eigenen Aussagen liegt das Verbesserungspotential in erster Linie im Qualifying. Warten wir ab, was die Saison noch so bringen wird. Note: 4

Timo Scheider (5 / 2 / 5 / 6 / 5 / 9): Timo war der Pechvogel des Wochenendes. Das Podium in Aussicht, kollidierte er in der letzten Runde mit dem Drittplatzierten Spengler, drehte sich und kam auf Platz neun – außerhalb der Punkteränge – ins Ziel. Ähnlich wie die Markenkollegen Ekström und Tomczyk lief das gesamte Rennwochenende bis dahin mehr als zufrieden stellend. Startplatz sechs war in Ordnung, im Verlauf des Rennens ging es Position um Position weiter nach vorne. Note: 2

Mika Häkkinen (14 / 15 / 6 / 7 / 6 / 10): Ein Wochenende zum Vergessen für Mika. Startplatz sieben war im Gegensatz zu der Qualifyingleistung von Schneider und Green fast schon viel versprechend, im Rennen konnte der zweifache Formel-1-Weltmeister dann nicht brillieren. Mit Platz zehn blieb er weit hinter den Erwartungen zurück. „Ich denke jetzt schon an Oschersleben“, sagte er nach dem Rennen – hoffen wir, dass es dort besser laufen wird. Note: 4

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