Überraschungen im Qualifying bei der Spanien-Premiere der DTM | DTM.com | Die offizielle Webseite
2006-09-23 18:11:11

Überraschungen im Qualifying bei der Spanien-Premiere der DTM

Überraschungen im Qualifying bei der Spanien-Premiere der DTM

Tag der Überraschungen beim Qualifying zum achten DTM Lauf der Saison: Martin Tomczyk auf Pole, Geheimfavorit Spengler auf Startplatz 19 und zwei Fahrzeuge aus dem Baujahr 2004 in der zweiten Runde des Qualifyings waren das Ergebnis nach dem spannenden Qualifying bei der Spanien-Premiere der DTM.

Martin Tomczyk (Audi A4) war der strahlende Sieger des Qualifyings. Der Rosenheimer startet morgen um 14 Uhr (ARD live ab 13.45 Uhr) zum ersten Mal in diesem Jahr und zum vierten Mal in seiner DTM Karriere von der Pole-Position. „Mit Startplatz eins habe ich nicht unbedingt gerechnet, aber das ist natürlich fantastisch“, jubelte er. Hinter Tomczyk belegen mit Heinz-Harald Frentzen und Tom Kristensen zwei weitere Audi-Fahrer die Positionen zwei und drei. Der Däne, gefährlichster Verfolger des Gesamtführenden Bernd Schneider (AMG Mercedes C-Klasse), startet somit aus der selben Reihe wie der Saarländer, der das Qualifying auf Platz vier beendete. Das morgige Rennen über 58 Runden auf dem Circuit de Catalunya verspricht also Spannung im Kampf um den Titel.

Hinter Schneider platzierte sich der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (AMG Mercedes) als Fünfter vor Audi-Pilot Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline). Frank Stippler (Audi Sport Team Phoenix) und Alexandros Margaritis (Easy Rent AMG Mercedes) belegen als beste Vorjahreswagenfahrer die Startplätze sieben und acht.

Freud und Leid lagen auf der nassen Strecke eng beieinander. Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes), aktuell Dritter der Gesamtwertung, patzte bereits in der ersten Session des Qualifyings und belegt für das Rennen am Sonntag lediglich Startplatz 19. Nur wenig besser erging es seinem Markenkollegen Jamie Green (Salzgitter AMG Mercedes), der in der zweiten Runde des Qualifyings scheiterte und von Position 13 in das Rennen geht. Grund zum Feiern hatten zwei Piloten in 2004er Wagen. Vanina Ickx (Futurecom TME) steuerte ihren Audi A4 erstmals in die zweite Runde des Shoot-Out-Qualifyings und startet von Rang 14. Lokalmatador Mathias Lauda (Junge Gebrauchte AMG Mercedes) erzielte ebenfalls eine persönliche Bestleistung und beginnt sein Heimrennen von Startplatz zehn.

Hoher Besuch bei der DTM von zwei spanischen Motorsport-Helden: Formel-1-Pilot Pedro de la Rosa und der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz kamen an die Strecke. Beide waren von der DTM begeistert: „Es ist beeindruckend, wie eng die Autos in der DTM beieinander liegen, da bin ich aus der Formel 1 anderes gewohnt“, so de la Rosa. Der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz schwärmte: „Die DTM ist eine hervorragende Tourenwagenserie und vielleicht ist ja im nächsten Jahr ein spanischer Fahrer mit dabei.“ Beide Stars ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, im Rahmenprogramm selbst einmal einen DTM Wagen über den Circuit de Catalunya zu steuern. Pedro de La Rosa hat für die Zuschauer noch ein besonderes Geschenk dabei. Vor dem Rennen am Sonntag wird der Formel-1-Pilot des Team McLaren Mercedes einige Demonstrationsrunden in seinem Formel-1-Auto drehen.

Die ARD überträgt den achten Lauf der Saison über 58 Runden und 171,042 Kilometer am Sonntag live ab 13.45 Uhr.

Martin Tomczyk (1. Startplatz, Audi Sport Team Abt Sportsline): „Gerechnet habe ich nicht mit der Pole, aber das ist natürlich fantastisch. Dass es heute so gut lief, hatte viel mit der Mannschaftsleistung und dem Reifendruck zu tun. Wir hatten die unterschiedlichen Reifendrücke getestet und offenbar den richtigen gefunden. Da sieht man mal, was Teamwork ausmachen kann. Jetzt müssen wir es morgen nur noch nach Hause bringen.”

Heinz-Harald Frentzen (2. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Alles lief heute recht glatt. Am Ende versuchten wir, noch mal einen draufzusetzen, aber es ging nicht mehr schneller. Platz eins bis drei für Audi ist ein gutes Ergebnis.”

Tom Kristensen (3. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Glückwunsch an Martin und Heinz-Harald. Wir wussten, dass es regnen würde, aber wir hatten nicht mit so viel Regen gerechnet. Es war nicht einfach, den richtigen Reifendruck zu finden, und den besten Zeitpunkt, raus zu gehen. Die Plätze eins bis drei sind ein fantastisches Resultat für uns.“

Bernd Schneider (4. Startplatz, Vodafone AMG Mercedes): „Ich bin mit dem Ergebnis, aus der zweiten Reihe zu starten, recht zufrieden. Auch wenn heute durchaus mehr drin gewesen wäre. Allerdings bin ich recht optimistisch für das Rennen, denn in Zandvoort bin auch von sieben auf zwei vorgefahren.“

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Ich bin sehr glücklich über dieses Ergebnis. Vor allem, wenn ich an das Rennen in der Türkei im vergangenen Jahr denke. Dort haben wir es im Regen einfach nicht hinbekommen. Wir haben gestern lange zusammen gesessen, um herauszufinden, warum die Autos im Regen nicht funktionieren. Offensichtlich haben wir die richtigen Entscheidungen getroffen. Dass das Qualifying letztlich so ausgegangen ist, lag aber hauptsächlich in den Händen der Fahrer, und wenn die so weiterfahren, freue ich mich auf weitere Qualifyings im Regen.“

Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Wir haben hier im Qualifying sicherlich nicht den besten Job gemacht und es nicht zu 100 Prozent hinbekommen. Aber das kann im Regen einfach passieren. In Zandvoort haben wir gesehen, dass Bernd Schneider auch vom siebten Startplatz noch auf das Podium fahren konnte. Hier in Barcelona steht er morgen auf Position vier. Das ist es, was die DTM so interessant macht und wie die Serie sein soll. Ich erwarte, dass das Rennen morgen und die beiden, die noch folgen, richtig spannend werden. Das Ergebnis von Mathias Lauda bei seinem Heimrennen ist respektabel. Jamie Green auf Startplatz 13 ist sicherlich nicht das, was wir erwartet haben oder erwarten durften.”

Formel-1-Pilot Pedro de la Rosa: „Es ist beeindruckend, wie eng die Autos in der DTM beieinander liegen. Da bin ich aus der Formel 1 anderes gewohnt. Gegen einige hier aus dem Starterfeld bin ich schon gefahren und es spricht absolut für die hohe sportliche Wertigkeit der DTM, dass die ehemaligen Formel-1-Fahrer jetzt hier in der DTM um die Pole kämpfen. Ich habe schon einige Rennen der DTM im Fernsehen gesehen, bin aber zum ersten Mal live dabei. Ich muss sagen, die Atmosphäre unterscheidet sich komplett von der Formel 1. Es ist hier sehr viel familiärer, die Fans kommen dicht an die Autos und dicht an die Fahrer heran. Sie sind hier einfach näher an der Action.”

Volkswagen-Werksfahrer Carlos Sainz: „Ich möchte Audi danken, dass sie mir die Gelegenheit gegeben haben, hier in Barcelona ein DTM Auto zu fahren. Das sind wirklich aufregende Rennautos, es hat großen Spaß gemacht. Ich bin das erste Mal bei einem DTM Wochenende dabei und hoffe sehr, dass sich diese Serie hier in Spanien etabliert. Es ist eine hervorragende Tourenwagenserie und vielleicht ist ja im nächsten Jahr ein spanischer Fahrer mit dabei.“

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