Beständig ist nur der Wechsel | DTM.com | Die offizielle Webseite
2005-08-26 15:30:57

Beständig ist nur der Wechsel

Beständig ist nur der Wechsel

Die meisten technischen Produkte werden unter Laborbedingungen entwickelt: Gleichbleibende Werte garantieren die Reproduzierbarkeit von Ergebnissen. Doch wer sich an die Entwicklung eines Rennfahrzeugs und seiner Komponenten wagt, muss flexibel sein. Denn Außentemperatur, Wind, Feuchtigkeit und die Asphaltbeschaffenheit sind alles andere als konstante Werte. Die Daten differieren von Rennstrecke zu Rennstrecke, und oft ändern sich die Rahmenbedingungen sogar im Laufe eines Wochenendes. Beim DTM-Rennen in Zandvoort wird der Blick auf die Stoppuhr diese Phänomene wieder deutlich werden lassen. Denn der Kurs nahe Amsterdam bietet durch den Sand, der von den nahe gelegenen Dünen permanent auf die Strecke geweht wird, ein sich immer wieder veränderndes Gripniveau. Eine echte Herausforderung für Fahrer und Ingenieure.

Rutschiger Schmierfilm aus Sand, Reifenabrieb und Morgentau

R„Die Rennstrecke in Zandvoort wird nur durch die Haupttribüne von der Uferpromenade getrennt“, weiß Enzo Scaramella, Leiter des Dunlop-Renndienstes in Hanau. „Da ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder feine Sandkörner vom Nordseestrand auf den Asphalt geblasen werden. Selbst die Ideallinie muss daher immer wieder freigefahren werden.“ Vor allem im halbstündigen Warm-up am Sonntagmorgen, wenn die Teams bei Longruns noch einmal die für das Rennen erforderlichen Distanzen unter die Räder nehmen, ist ein rutschiger Schmierfilm auf der Strecke. „Sand, Reifenabrieb und morgendlicher Tau verbinden sich dann zu einem unberechenbaren Gemisch“, so Scaramella weiter. „Erst wenn der Asphalt einigermaßen sauber ist, haben die Rundenzeiten Aussagekraft für das Rennen am Nachmittag.“ Denn vier Stunden später, nachdem die Rahmenserien die Strecke weiter gesäubert haben, sind die Gripverhältnisse wieder anders. Nur langjährige Erfahrung hilft dabei den Dunlop-Ingenieuren, den Teams die richtigen Ratschläge für den optimalen Luftdruck und das punktgenaue Vorheizen der Reifen zu geben.

Exakte Interpretation der Parameter gefragt

„Vor allem müssen die Teams alle Parameter gut im Blick behalten und sollten sich nicht irritieren lassen“, warnt Enzo Scaramella. „Wenn mitten im Training plötzlich die Reifentemperaturen ansteigen, ist dies in Zandvoort nicht unbedingt ein Hinweis auf Probleme mit dem Setup.“ Schnell ist dann eine Setup-Variante verworfen, die vielleicht zielführend gewesen wäre, nur weil der Fahrer zu stark ins Rutschen geraten ist. Die Folge sind höhere Temperaturen, die an der Lauffläche gemessen werden, was unter normalen Bedingungen ein sicheres Zeichen für falsche Fahrwerkseinstellungen ist. Hier müssen die Teamingenieure in Zusammenarbeit mit den Dunlop-Technikern ruhigen Kopf behalten und das Fahrverhalten genau analysieren.

Sandkörner bringen den Reifen zum Rutschen

Selbst im rund einstündigen Rennen ist nicht die komplette Strecke frei von Sand, vor allem beim Überholen müssen die Fahrer Vorsicht walten lassen. „Im Rennen ist eine besonders exakte Linie gefragt“, so Enzo Scaramella, „weil jedes Verlassen der Ideallinie dazu führt, dass die Reifenlauffläche mit Pick-up und Sand verschmutzt wird. Anders als auf anderen Rennstrecken wird man dieses Gemisch erfahrungsgemäß nicht so schnell los. Nach einem minimalen Ausritt brauchen die Fahrer fast eine halbe Runde, bis der Reifen wieder sauber ist und optimalen Grip hat.“

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