Boxenstopps mit Folgen – Pannen bei Ekström und Wehrlein | DTM.com | Die offizielle Webseite
2015-09-28 14:30:00

Boxenstopps mit Folgen – Pannen bei Ekström und Wehrlein

  • Mattias Ekström verlor an der Box drei Plätze.
  • Pascal Wehrlein ebenfalls.

Sie müssen auf den Punkt konzentriert und rasend schnell zu Werke gehen. Jede Sekunde zählt, wenn die DTM-Fahrer im Sonntagsrennen in die Boxengasse einbiegen. Bei rund drei Sekunden liegt der Schnitt bei einem normalen DTM-Service. Doch so eingespielt die Crews beim Reifenwechsel auch sind, schiefgehen kann immer mal etwas. Und das kann teils erhebliche Folgen für den weiteren Rennverlauf haben. Wie wichtig ein reibungsloser Stopp ist, zeigte sich unter anderem am Sonntag auf dem Nürburgring. Beim 16. Lauf der Saison 2015 erwischte es die beiden Titelanwärter. Sowohl der Gesamtführende Pascal Wehrlein, als auch der Drittplattierte in der Fahrerwertung, Mattias Ekström, erwischten keinen optimalen Reifenwechsel und büßten dadurch hart umkämpfte Positionen wieder ein. Für Wehrlein entpuppte sich diese ungeplante Verzögerung im Nachhinein jedoch als Segen.

Für den Mercedes-Benz- und den Audi Piloten lief die Phase bis zu den Boxenstopps größtenteils nach Maß. Wehrlein war von Platz neun ins Rennen gegangen und hatte bereits nach der ersten Kurve drei Plätze gutgemacht. Hinter Augusto Farfus überquerte er als Sechster nach der ersten Runde die Start-Ziel-Gerade. Als der BMW-Pilot wenig später aus dem DRS-Fenster fiel, der Abstand des vor ihm fahrenden Teamkollegen Tom Blomqvist betrug über eine Sekunde, nutzte Wehrlein den Klappflügel, um den Brasilianer unter Druck zu setzten. Anfang der elften Runde war es dann soweit: Kurz vor der ersten Kurve gelang es nicht nur Wehrlein am BMW vorbeizugehen. Auch seine Markenkollegen Maximilian Götz und Daniel Juncadella nutzen den DRS-Vorteil  und reichten Farfus somit vom fünften auf den achten Rang nach hinten. Eine Reihenfolge, die bis zu den Boxenstopps Bestand hatte.

Ekström hatte bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls hart zu kämpfen. Der Schwede war vom 17. Platz gestartet, hatte sich aber durch einen guten Start nach der ersten Runde bereits um sechs Positionen verbessert. Nur wenige Runden später schob er sich an Mike Rockenfeller vorbei und befand sich damit bereits in den Punkterängen. Als Daniel Juncadella Anfang der neunten Runde zur Attacke auf Timo Glock für Platz acht ansetzte, nutzte Ekström seine Chance. Glock touchierte den innen an ihm vorbeischlüpfenden Juncadella, geriet von der Ideallinie ab, was der Schwede sofort mit einem Überholmanöver quittierte. Als Neuntplatzierter vor Glock, Rockenfeller und Martin Tomczyk bog er nur wenig später zum Stopp in die Boxengasse ein.

Dort passierte der sonst so schnellen Abt-Sportsline-Crew dann das Missgeschick. Probleme beim Wechsel des vorderen linken Reifens kosteten Ekström beim Wechsel rund eine Sekunde und wertvolle Positionen. Als alle Fahrer ihren Service absolviert hatten, fand sich der 37-Jährige auf der Strecke hinter Glock, Rockenfeller und Tomczyk auf dem zwölften Platz wieder. Bis zur Zieldurchfahrt ließ er nur noch Glock hinter sich und verpasste somit die Punkte. Ekström: „Ich habe viel Energie und Reifensubstanz für Positionen gebraucht, die ich während der Boxenstopp-Phase leider wieder verloren habe. Wir brauchen nichts schönzureden: Das war ein verkorkstes Wochenende zur komplett falschen Zeit.“

Wehrlein absolvierte eine Runde nach Ekström seinen Stopp und auch seine HWA-Crew hatte Schwierigkeiten beim Wechsel des vorderen linken Rades. Auch er büßte über eine Sekunde ein und verlor drei Plätze: Farfus, Juncadella und Götz waren die Nutznießer dieser kleinen Panne. Eine, die sich letztlich als hilfreich erwies. Wehrlein: „Wäre der Stopp planmäßig verlaufen, hätte das ein Unsafe-Release nach sich gezogen. Insofern hatte ich da sogar noch Glück.“ Bei einem schnelleren Service hätte der 20-Jährige fast zwangsläufig Farfus in der Gasse unerlaubterweise behindert – eine Durchfahrtsstrafe wäre die übliche Konsequenz gewesen. Die blieb ihm erspart, aber Wehrlein musste auf der Strecke wieder verlorenen Boden gutmachen. Das gelang ihm. Zunächst kassierte er Farfus in der Schikane, um wenig später auch an Juncadella und Götz vorbeizugehen. Wehrlein wurde Fünfter und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus.

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