Denkwürdige Duelle auf dem Norisring – ein Rückblick | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-06-14 12:45:00

Denkwürdige Duelle auf dem Norisring – ein Rückblick

  • Jamie Green feiert 2012 nach einem spektakulären Rennen seinen vierten Sieg auf dem Norisring.
  • Bernd Schneider und Laurent Aiello lieferten sich 2002 ein denkwürdiges Duell.
  • Bruno Spengler vor Jamie Green. Das Rennen wurde aufgrund des starken Regens abgebrochen - Spengler feierte seinen dritten Sieg.
  • Der vermeintliche Sieger feiert - Mattias Ekström wurde 2013 im Nachhinein disqualifiziert.
  • Robert Wickens triumphierte im Vorjahr. Auch er hat bereits zwei Norisring-Siege auf dem Konto.

Die DTM-Rennen auf dem Norisring sind immer ein besonderes Spektakel. Die Zuschauer strömen in Massen an den einzigen Stadtkurs der Bundesrepublik und genießen die besondere Atmosphäre auf dem Nürnberger Zeppelinfeld. Häufig werden sie dabei Zeuge von außergewöhnlichen Duellen und dramatischen Rennen. So lieferten sich Mercedes-Pilot Bernd Schneider und Laurent Aiello im Abt-Audi TT-R im Jahr 2002 einen denkwürdigen Schlagabtausch. Immer wieder wechselte die Führung, beide absolvierten einen rundenlangen Parallelflug im Kampf um den Sieg. Letztlich setzte sich Aiello durch. In den vergangenen zehn Jahren prägten aber vor allem vier Piloten das Geschehen auf dem 2,3 Kilometer langen Kurs: Bruno Spengler, Jamie Green, Mattias Ekström und Robert Wickens. 

Bruno Spengler übernahm im Jahr 2006 den Staffelstab von Gary Paffett. Der hatte sich nach zwei Norisring-Siegen in Serie und dem Titel im Jahr 2005 für ein Jahr aus der DTM verabschiedet. Spengler wählte 2006 die richtige Taktik, absolvierte seinen Stopp erst sehr spät und bejubelte – vor seinen Markenkollegen Bernd Schneider, Mika Hakkinen und Stefan Mücke - seinen ersten Erfolg in Nürnberg. Auch als Paffett im Folgejahr wieder am Start war, führte kein Weg am Kanadier vorbei – souverän feierte Spengler seinen zweiten Sieg in Serie. Hinter Bernd Schneider fuhr Audi-Pilot Mattias Ekström auf Rang drei. Nach 2002 und 2005 das dritte Norisring-Podium des Schweden, der sich nicht zum letzten Mal als erster Herausforderer der Mercedes-AMG-Piloten erweisen sollte. 

An einem war zwischen den Jahren 2008 bis 2010 jedoch kein Vorbeikommen: Jamie Green. Der Brite erwies sich im markeninternen Duell mit Bruno Spengler als der Stärkerer, verwies ihn in den Jahren 2008 und 2009 auf den zweiten und im Jahr 2010 auf den dritten Platz. Für Ekström langte es 2009 zu Platz drei, 2010 fuhr er auf dem zweiten Rang ins Ziel. Nach dem famosen Norisring-Hattrick von Green, folgten drei äußerst turbulente Jahre auf dem Stadtkurs – die Protagonisten blieben zum Großteil die gleichen.

So dominierten Green und Spengler auch im Jahr 2011. Ein Rennen, das durch heftige Regenfälle bestimmt war. Nach 64 von 82 Runden hatte die Rennleitung keine andere Wahl und brach den Lauf ab. Das Mercedes-Duo hatte sich zuvor harte Duelle mit den Audi-Piloten Ekström und Martin Tomczyk geliefert und diese abermals für sich entschieden. Obwohl Green vor dem Rennabbruch mächtig Druck auf Spengler ausübte, musste er sich diesmal geschlagen geben – der Kanadier bejubelte seinen dritten Triumph am Norisring und zog in dieser Statistik mit Green gleich.

2012 änderten sich die Vorzeichen im andauernden Zweikampf zwischen Green und Spengler. Letzterer war nach dem BMW-DTM-Comeback zu den Münchenern gewechselt und bestimmte auf dem Stadtkurs hinter seinem Markenkollegen Tomczyk lange das Geschehen. Doch Greens Mercedes schienen im letzten Renndrittel Flügel zu wachsen. Runde um Runde verkürzte er den zuvor erheblichen Abstand zum Spitzenduo, kassierte zwei Minuten vor dem Ende Spengler und ging in der allerletzten Kurve des Laufs – 200 Meter vor dem Ziel - auch an Tomczyk vorbei. Ein fantastisches Rennen, welches Green endgültig den Beinamen ‚Mr. Norisring’ einbrachte.

Nach fünf Podestplätzen in Nürnberg schien Mattias Ekström in der Saison 2013 endlich der ganz große Wurf gelungen. Er überquerte als Erster die Ziellinie und feierte den vermeintlich ersten Audi-Triumph seit Aiellos Sieg im Jahr 2002. Doch sein Wasserdurchtränkter Rennoverall wurde ihm zum Verhängnis. Sein Vater hatte – noch vor dem offiziellen Wiegen – eine Wasserflasche in diesen entleert, was die Rennleitung als Verstoß gegen die Parc-Fermé-Bestimmung wertete und den Schweden disqualifizierte. Das Rennen ging ohne offiziellen Sieger in die Geschichte ein. Robert Wickens erhielt auch nach der Disqualifikation nur die Punkte für seinen zweiten Platz.

Seither ist es jedoch der Kanadier, der den Norisring bestens im Griff hat. 2014 feierte Wickens dort den zweiten DTM-Sieg seiner Karriere und legte in der vergangenen Saison nach. Am Samstag fuhr er hinter Pascal Wehrlein als Zweiter ins Ziel, am Sonntag jubelte er abermals als Sieger. Zwei Siege und zwei zweite Plätze in den zurückliegenden vier Rennen - eine Bilanz, die der Kanadier 2016 weiter aufpolieren möchte. 

 

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