Die Jagd ist eröffnet | DTM.com | Die offizielle Webseite
2001-04-26 21:07:04

Die Jagd ist eröffnet

Nach ihrem spektakulären Saisonstart im badischen Hockenheim gastiert die DTM vom 4. bis 6. Mai beim Int. ADAC Eifelrennen auf dem Nürburgring. Der Kampf auf der 4,556 Kilometer langen Eifelpiste wird dabei dominiert sein vom Konterversuch der Opel-Mannschaft. Denn die DTM-Saison 2001 begann mit einem Sieg von Mercedes-Pilot Bernd Schneider, der im 100-Kilometer-Rennen gewann, nachdem er bereits das Zeittraining und das 35 Kilometer lange Qualifikationsrennen für sich entschieden hatte.

Hinter ihm liefen fünf Markenkollegen ein, bevor mit Laurent Aiello (Abt-Audi TT-R) der erste Pilot die Zielflagge sah, der nicht im Zeichen des Mercedes-Sterns unterwegs war. Die Stuttgarter profitierten dabei allerdings auch von der speziellen Situation ihrer Konkurrenten: Die spät fertig gestellten Abt-Audi TT-R erlebten im badischen Motodrom praktisch ihr Roll-out, die Opel-Piloten kämpften mit massiven Set-up-Problemen.

Keine Frage: Das war ein Traumwochenende für die Mercedes-Benz-Mannschaft um Sportchef Norbert Haug. Von der ersten Runde am Freitag vor dem Rennen an konnten sich seine Piloten bestens in Szene setzen. In den beiden eineinhalbstündigen Tests, die seit diesem Jahr als Prolog den DTM-Veranstaltungen vorausgehen, holten sie jeweils die ersten zehn Positionen. Erst im Zeittraining schoben sich der Franzose Laurent Aiello und Opel-Pilot Manuel Reuter erstmals in die Mercedes-Armada und eroberten mit Positionen in der dritten und vierten Startreihe Top-10-Platzierungen. Aiello lag dabei sogar lange Zeit an der Spitze des Feldes. Auch das Qualirennen und den Wertungslauf machten die Mercedes-Benz-Piloten unter sich aus. Ein herber Auftakt für die Opel-Mannschaft, die sich nach den Testfahrten vor Saisonbeginn deutlich mehr für den Saisonauftakt ausrechnen durfte. „Wir hatten das Problem, dass wir bei den herrschenden Witterungsverhältnissen die Reifen einfach nicht auf Temperatur bekommen haben“, erklärte Opel-Rennleiter Volker Strycek die mangelnde Konkurrenzfähigkeit am feucht-kalten Wochenende. „Durch die fehlende Temperatur konnten die Reifen nicht Arbeiten und haben den Abrieb von der Straße aufgesammelt, dem entsprechend hatten wir zu wenig Grip.“

Opel will kontern, Abt-Audi nach tollem Start bei der Musik
Nun sind die Karten für das Eifelrennen verteilt: Mercedes-Benz ist nach dem Sechsfachsieg von Hockenheim mit einem Royal Flash in die Saison gestartet. „Pole-Position und Siege in Qualirennen und Wertungslauf: das war ein perfektes Wochenende“, strahlte der amtierende Meister und aktuelle Tabellenführer Bernd Schneider. Doch schon beim zweiten Saisonlauf auf dem Nürburgring könnte sich das Blatt wenden – Opel-Sportchef Volker Strycek jedenfalls wird alles daran setzen, dass die Rüsselsheimer beim Eifelrennen ein Ass im Ärmel haben: „So haben wir uns den Auftakt gewiss nicht vorgestellt“, zog er sein Resümee. „Insgesamt waren wir zwar im Rennen besser als im Training. Aber ich will die Leistung nicht schön reden. Wir haben bis zum nächsten Rennen auf dem Nürburgring in 14 Tagen eine ganze Menge Hausaufgaben zu machen.“ Die Aussichten sollten dabei gut sein. Schließlich waren die Opel Astra V8 Coupé bei den Testfahrten in Hockenheim vor Saisonbeginn um einiges schneller als beim ersten Lauf. Und sobald die Fehlerquelle aufgedeckt ist, dürfte das Kräfteverhältnis in der DTM wieder ausgeglichen sein. Zumal mit den Abt-Audi TT-R auch das dritte DTM-Fahrzeug sich als absolut konkurrenzfähig erwiesen hat. „Die Basis unseres Autos ist gut“, erklärte etwa Laurent Aiello, der an siebter Position einlief. Sein Teamchef Hans-Jürgen Abt ergänzt: „Ich bin zufrieden und sehr glücklich. Wir haben das Maximum an diesem Wochenende erreicht, schließlich muss man sehen, dass die Autos brandneu waren und erst in letzter Minute fertig wurden. Mechaniker und Fahrer haben das Beste gegeben.“ Gut möglich also, dass die Audi-Truppe aus dem Allgäu sich in der DTM 2001 als Joker erweist.

Austragungsmodus geändert: Rennen noch spannender
Mit der Veranstaltung im badischen Motodrom debütierte auch der optimierte Veranstaltungsmodus, auf den sich die Fans auch beim Eifelrennen freuen dürfen. Statt doppeltem Rennen gibt es seit diesem Jahr ein 35 km langes Qualifikationsrennen, in dem nur die ersten drei Piloten Punkte erhalten (Modus: 3 – 2 – 1) und in dem ansonsten um die Pole für den anschließenden Wertungslauf über 100 Kilometer gefightet wird. Und das Qualirennen hat es in sich: Nicht einmal 15 Minuten benötigen die DTM-Renner, um die gnadenlose Hatz um die Plätze im Rennen hinter sich zu bringen – da darf sich niemand einen Durchhänger erlauben, der Fight ist vom fliegenden Start bis zur Ziellinie hart. Im Wertungslauf, in dem es um 20 Punkte für den Sieger geht, ist zudem ein Pflicht-Boxenstopp mit Reifenwechsel zu absolvieren. Und da es den Piloten freigestellt ist, wann sie den Rädertausch vollziehen, haben Renntaktik und perfekt aufeinander abgestimmte Teamwork eine neue Bedeutung gewonnen. So profitierte in Hockenheim der Schweizer Junior Marcel Fässler (Mercedes-Benz) von seiner abwartenden Haltung. Er ging genau zum richtigen Zeitpunkt zu Beginn einer Pace-Car-Phase an die Box und fand sich beim Restart an zweiter Position wieder, die er bis ins Ziel behielt. Übrigens ließen die Opel-Mechaniker beim Boxenstopp erahnen, was an Zeitengewinn möglich ist, wenn eine perfekt aufeinander abgestimmte Mannschaft am Werk ist. Das Astra V8 Coupé von Nachwuchs-Mann Timo Scheider fertigten sie in sensationellen 7,931 Sekunden ab – ein Wert, von dem manch anderes Team vorerst nur träumen kann. Auch die Action in der Boxengasse war es, die Mercedes-Sportchef Norbert Haug eine positive erste Bilanz des neuen Modus ziehen ließ: „Wir haben in Hockenheim ein grandioses Rennen mit packenden Kämpfen gesehen. Mit diesem Auftakt können wir zufrieden sein. Das neue Konzept der DTM hat sich schon bewährt. Auch das Qualifikationsrennen war toll.“

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Bosch

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen