Die Ruhe vor dem Sturm auf dem Lausitzring | DTM.com | Die offizielle Webseite
2015-05-29 14:00:00

Die Ruhe vor dem Sturm auf dem Lausitzring

Die Ruhe vor dem Sturm auf dem Lausitzring

Knisternde Spannung liegt in der Luft auf dem Lausitzring: Heute Nachmittag werden die DTM-Boliden erstmals auf die Strecke gehen, um im Rahmen des Freien Trainings erste Eindrücke für die Abstimmungsarbeit zu sammeln. Aber nicht nur bei den Fans ist die Vorfreude auf das Motorsportspektakel groß, auch die DTM-Fahrer selbst zeigten sich im Pressegespräch erwartungsfroh. Gary Paffett, Mike Rockenfeller und Martin Tomczyk stellten sich den Fragen der Journalisten.

Trotz der Audi-Dominanz beim Saisonauftakt in Hockenheim geht Phoenix-Pilot Mike Rockenfeller mit gemischten Gefühlen in das kommende Wochenende: „Ich erwarte ein schwieriges Rennen. Das liegt vor allem an den Performance-Gewichten: Die leichtesten BMW im Feld wiegen jetzt 20 Kilogramm weniger, was auf eine Runde rund drei Zehntelsekunden ausmacht. Das ist natürlich eine Welt in unserer Meisterschaft.“ Den Kopf lässt er dennoch nicht hängen: „Da hilft nur reinsetzen, Gas geben und schauen, wo wir landen. Wir werden das Beste daraus machen.“

Gary Paffett versuchte indes, die Favoritenrolle der Mercedes-Teams, die historisch gesehen das erfolgreichste Fabrikat auf dem Lausitzring sind, etwas zu relativieren: „Unser Auto unterscheidet sich deutlich vom Vorjahresstand, von daher müssen wir erst einmal sehen, wie wir hier in der Lausitz im Vergleich zur Konkurrenz liegen. Allerdings wissen wir nach den Ergebnissen aus Hockenheim, dass Podiumsplätze möglich sind. Von daher habe ich schon die Hoffnung, dieses Wochenende einen Mercedes ganz oben zu sehen.“ Dass dieser Mercedes sein eigener sein könnte, ist nicht unwahrscheinlich, schließlich konnte Paffett hier bereits drei Mal gewinnen.

Die Fahne von BMW hielt Martin Tomczyk hoch, der sich nach einem durchwachsenen Start in die Saison zuversichtlich zeigte: „In der Vergangenheit haben wir auf dem Lausitzring gute Resultate eingefahren. Da wollen wir anknüpfen. Zwar ist noch nicht klar, wo wir stehen, aber ich persönlich hoffe auf jeden Fall, der beste BMW-Fahrer zu werden.“ Allerdings dürften seine Gedanken an diesem Wochenende das ein oder andere Mal abseits der Strecke verweilen, denn seine Frau Christina Surer erwartet gerade das zweite gemeinsame Kind. „Ich fliege noch am Sonntag nach Hause. Ich hoffe meine Frau wartet noch auf mich – wer wäre bei der Geburt seines Kindes nicht gerne dabei. Aber wenn es nicht klappt, ist das leider so. Wie sagt man: Hauptsache gesund“, hofft der werdende Vater.

Neue Würze erhielt Tomczyks Fehde mit Gary Paffett: Auf die Frage eines Journalisten, wie die beiden nach den Vorfällen in Hockenheim zueinander stehen - Tomczyk hatte den Mercedes-Mann mit einem Verbremser unsanft aus dem Rennen genommen - betonte Paffett: „Wir sind sicherlich nicht die besten Freunde. Das ganze Team arbeitet sehr hart für ein erfolgreiches Wochenende, daher fällt es mir schwer, so etwas einfach zu vergessen.“ Tomczyks Einwand, dass die Angelegenheit für ihn erledigt sei, kommentierte der Meister von 2005 eher kühl: „An dieser Stelle stimmen wir wohl darüber ein, uns nicht einig zu sein“. Hier ist das letzte Wort also noch nicht gesprochen – vielleicht wird an diesem Wochenende vor den Augen der Fans auf der Strecke das nächste Kapitel dieser interessanten Zweierbeziehung geschrieben.

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