Die Slow Zones in Hockenheim und was sie bewirken | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-05-07 13:15:00

Die Slow Zones in Hockenheim und was sie bewirken

Die 'Slow Zones' sind in der Streckengrafik gelb markiert.

Das Prozedere nach einem Unfall, bei dem ein Auto an einer ungünstigen Stelle liegen bleibt, sieht häufig so aus: Das Safetycar fährt auf die Strecke, setzt sich vor den Spitzenreiter und führt das Feld wie an der Perlenkette aufgereiht in geringem Tempo um den Kurs, damit die Streckenposten das havarierte Fahrzeug ungefährdet bergen können. Das erhöht zwar die Sicherheit, ist aber gerade für die Fahrer, die sich einen Vorsprung erarbeitet haben, ärgerlich. Aus diesem Grund wurden im vergangenen Jahr die ‚Slow Zones‘ eingeführt.

Dazu wird die Strecke in mehrere Abschnitte unterteilt, die jeweils in oder nach langsamen Kurven beginnen. Kommt ein Fahrzeug von der Strecke ab, werden die übrigen Piloten bei der Zufahrt auf den betreffenden Sektor durch gelbe Flaggen, Warntafeln, Lichtsignale und einen Countdown im Display ihres Auto darauf hingewiesen, dass mit Überqueren der gelben Slow Zone-Linie in diesem Abschnitt Überholverbot und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gelten. Zur Vereinfachung gibt es einen Knopf am Lenkrad, der ähnlich wie ein herkömmlicher Tempomat die erlaubte Geschwindigkeit hält. Ist die Bergung des liegengebliebenen Autos abgeschlossen, werden die Fahrer durch grüne Flaggen und Lichtsignale informiert, dass sie ab sofort wieder im Renntempo loslegen können.

Sven Stoppe, DTM-Renndirektor, erklärt: „Zum einen ist es sportlich fairer, weil die Vorsprünge anders als bei einem Safetycar eingefroren werden. Für die Zuschauer haben die Slow Zones außerdem den Vorteil, dass der Rennbetrieb in den übrigen Streckenabschnitten auch während einer aktiven Slow Zone unverändert weiterläuft.“ Von den Slow Zones profitieren also alle‘: Sportwarte, Fahrer und nicht zuletzt die DTM-Fans, die außerhalb der jeweiligen Slow Zones ja ein normales Rennen mit Vollgas sehen.

Trotz aller Vorteile ist das Safetycar aber nach wie vor eine Option: Zwar bietet sich eine Slow Zone bei einem havarierten Fahrzeug neben der Strecke an, befinden sich jedoch liegengebliebene Autos oder Trümmerteile auf der Fahrbahn, dann führt kein Weg an der klassischen Methode zur Sicherung der Aufräumarbeiten vorbei.

In Hockenheim ist der Kurs in fünf Slow Zones unterteilt (siehe gelbe Markierungen im Bild oben), die fließend ineinander übergehen: Die erste beginnt nach der zweiten Kurve (Bernie Ecclestone-Kurve); die zweite beginnt nach Spitzkehre im Anschluss an die die Parabolika; die dritte Slow Zone beginnt vor der Mercedes-Tribüne; die vierte Ausgang Sachskurve; die fünfte vor der Südkurve.

Weitere interessante Details zur DTM und zu den Regeln gibt es in unserem DTM-Glossar.

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