Dramatik bis zur letzten Sekunde: Alzen gewinnt hauchdünn vor Abt | DTM.com | Die offizielle Webseite
2001-09-23 19:22:31

Dramatik bis zur letzten Sekunde: Alzen gewinnt hauchdünn vor Abt

An Spannung war dieses Rennen kaum zu überbieten – und insbesondere die letzte Runde nicht, als Uwe Alzen im Mercedes-Benz CLK den Trainingsschnellsten und bis dato Führenden, Christian Abt im Abt-Audi TT-R, in einem atemberaubenden Duell bezwang, und als Sieger über die Ziellinie fuhr. Nach dem Nürnberger Norisring war dies Uwe Alzens zweiter DTM-Sieg 2001. Dahinter kam Bernd Schneider, der beim vergangenen Rennen auf dem A1-Ring vorzeitig Meister wurde, als Dritter ins Ziel, vor Lokalmatador Patrick Huisman. 40.000 Zuschauer kamen zum ersten Rennen der DTM auf dem niederländischen Dünenkurs in Zandvoort.

"Die letzte Runde des Rennens war eine der besten, die ich je fuhr", sagte Uwe Alzen. "Der Kampf mit Christian war hart aber fair. Am Ende konnte ich ihn ausbeschleunigen, und bin total happy." Christian Abt sagte: "Natürlich tut es ein bisschen weh, meinen möglichen ersten DTM-Sieg so derart knapp verloren zu haben. Ich habe beim Überholen von Hubert Haupt vier Sekunden verloren, und genau die haben mir am Schluss gefehlt. Es tut mir sehr leid, dass ich bei diesem Überholvorgang Huberts Auto getroffen und ihn gedreht habe, das war keine Absicht." Haupt hatte sich zu diesem Zeitpunkt auf Rang eins befunden, da er seinen Boxenstopp noch nicht absolviert hatte. Abt fährt fort: "Dass ich nach der Ziellinie auf Uwe auffuhr, tut mir Leid. Er hat urplötzlich vor seiner Box gebremst, mein Auto geriet ins Schlingern, da habe ich ihn getroffen."

Mit seinem Sieg sicherte sich Uwe Alzen fast schon die Vizemeisterschaft. Ihm fehlt nur noch ein Punkt. Ihm kam dabei entgegen, dass sein stärkster Gegner, der Franzose Laurent Aiello, wegen eines ungewöhnlichen Unfalls ausgeschieden war. Abt Sportsline hatte gerade Aiellos Pflicht-Boxenstopp fehlerfrei absolviert. Der Franzose fuhr Richtung Boxenausgang, als vor ihm Peter Dumbreck im Mercedes-Benz CLK nach seinem Reifenwechsel ausscherte – und ihm vors Auto fuhr. Bei der Berührung der Autos löste sich am Abt-Audi der Frontflipper, Aiello strandete in der Folgerunde im Kiesbett. Teamchef Hans-Jürgen Abt: "Ohne den Frontflipper hatte er nicht mehr den nötigen Anpressdruck. Jammerschade, denn Laurent lag gut im Rennen."

Opel-Junior Timo Scheider, gerade 22 Jahre jung, lieferte sich im Opel Astra V8 Coupé mit dem Schweizer Mercedes-Piloten Marcel Fässler, 25, herzerfrischende Duelle. Fässler wurde Fünfter, Scheider Sechster. "Ich bin vom 17. Startplatz auf Rang sechs gefahren und bin stolz darauf", so Scheider. "Wir haben hier erneut gezeigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Opel Astra im Rennen besser ist als im Zeittraining. Ich freue mich auf das DTM-Finale in Hockenheim, denn dort fahren wir auf dem großen Kurs – und der kommt unseren Autos entgegen." Opel-Sportchef Volker Strycek analysierte. "Ohne die zwei Zeitstrafen, die Manuel Reuter wegen Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse bekommen hat, wäre heute für ihn ein Podiumsplatz drin gewesen. Und: Alain Menu fuhr die zweitbeste Rundenzeit des Rennens. Das macht uns Mut."

Geldstrafe für Alzen
Mercedes-Pilot Uwe Alzen muß tief in die Tasche greifen. Wegen regelwidriger Fahrweise nach der Zieldurchfahrt verhängten die Sportkommissare eine Geldstrafe von DM 10.000,-. Der Betzdorfer hatte nach der letzten Runde auf Höhe des AMG-Kommandostandes eine satte Vollbremsung hingelegt. Der nachfolgende Christian Abt konnte nicht mehr ausweichen und traf den Mercedes-Benz CLK von Alzen.

Gedenkminute vor dem Start – Spendenaufruf für DTM-Hilfsfonds
Aus Respekt vor den Opfern der Terroranschläge in den USA wurde während der Startaufstellung eine Gedenkminute abgehalten. Außerdem beteiligt sich die DTM an einem Hilfsfonds des Deutschen Roten Kreuzes für die Hinterbliebenen der Retter und Helfer, die beim Einsatz in den USA ihr Leben verloren haben. Die DTM-Dachorganisation ITR hat außerdem beschlossen, die traditionelle Saisonabschlussparty der DTM zu streichen und 500.000 Mark an den DTM-Hilfsfonds zu entrichten. Auch der Erlös von in Zandvoort verkauften Mitfahrten in Rennfahrzeugen fließt in den Fond. Die Bankverbindung lautet:
Deutsches Rotes Kreuz, Bank für Sozialwirtschaft, Konto 41 41 41, Bankleitzahl
370 205 00, Stichwort: DTM-Hilfsfonds.

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