DTM Barcelona – Die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2006-09-25 15:26:54

DTM Barcelona – Die Analyse Teil 1

DTM Barcelona – Die Analyse Teil 1

Die Spanien-Premiere der DTM in Barcelona darf als rundum gelungen bezeichnet werden. Ein strahlender Sieger Martin Tomczyk, der bei seinem 60. DTM Einsatz endlich den ersten Sieg einfuhr, 42.000 begeisterte Zuschauer – die erfolgreichste Premiere einer Rennserie auf dem Circuit de Catalunya – und ein Rennen das von Action und Spannung geprägt war. Wir haben die Leistungen der 20 DTM Fahrer von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen und bewertet.

LMartin Tomczyk (19 / 8 / 6 / 1 / 6 / 1): Was lange währt, wird endlich gut – nach 60 DTM Rennen holte Martin Tomczyk endlich seinen ersten Sieg. Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich brachte die Leistung von Martin in der Pressekonferenz auf den Punkt. „Er hat in den letzten Rennen immer sehr gute Leistungen gezeigt und hier ist jetzt endlich der Knoten für ihn geplatzt.“ In der Tat bestätigte Martin nur die Leistungen der letzten beiden Rennen und zeigte noch weiter ansteigende Form Pole-Position und Rennsieg - besser hätte das Wochenende für den Rosenheimer nicht laufen können. Note 1

Bernd Schneider (5 / 1 / 5 / 4 / 1 / 2): Ein Wochenende ganz nach dem Geschmack des dreifachen DTM Champions: In allen Trainingssitzungen unter den besten fünf Fahrern und nach dem „Nuller“ von Konkurrent Kristensen eine dickes Punkte-Polster in der Fahrerwertung. Bernd fuhr bei der DTM Premiere ein souveränes Rennen – einzig Mattias Ekström musste sich der 42-Jährige gleich zwei Mal geschlagen geben. Mit der schnellsten Rennrunde unterstrich Schneider zudem seinen enormen Speed. Note 1

Heinz-Harald Frentzen (7 / 5 / 3 / 2 / 7 / 3): Nach dem dritten Platz beim Saisonauftakt in Hockenheim erneut eine Podiumsplatzierung für Heinz-Harald. Nach Platz zwei im Qualifying hätte man das gleiche Ergebnis aber auch im Rennen erwarten dürfen. Ein Fehler in Runde zehn kostete den Mönchengladbacher am Ende vielleicht den zweiten Platz: Er verbremst sich und musste Schneider passieren lassen. Danach ging es bewegt weiter: der Mönchengladbacher fiel bis auf fünf zurück, kämpfte sich in einem spektakulären Überholmanöver an Spengler vorbei – der Grundstein für den Podiumserfolg. Er selber analysierte: „Das war ein sehr interessantes Rennen.“ Note: 2

Mattias Ekström (13 / 7 / 2 / 6 / 2 / 4): Ohne die verhängte Durchfahrtsstrafe wäre es für Martin Tomczyk an der Spitze vielleicht eng geworden - mit unglaublichem Speed kämpfte sich der Schwede von Startplatz sechs nach vorne, ließ in der Anfangsphase sogar Titelkandidat und Teamkollege Kristensen hinter sich und ging gleich zwei Mal an Schneider vorbei. Ein Mal zu hart – befand zumindest die Rennleitung – und ließ den Schweden zur Strafe eine extra Runde durch die Box fahren. Ohne Strafe wäre ein Sieg möglich gewesen, denn der Rückstand auf seinen Teamgefährten betrug am Ende nur knapp mehr als zehn Sekunden. Note 2

Bruno Spengler (6 / 2 / 4 / 19 / 10 / 5): Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen für den Franco-Kanadier. Absoluter Tiefpunkt war der enttäuschende 19. Startplatz nach dem Qualifying. Der Höhepunkt: Die furiose Aufholjagd im Rennen und der fünfte Platz als Belohnung für die Mühen. Das Gesamtpaket mit perfekter Strategie, schnellen Boxenstopps und konstanter Fahrweise führten zum gewünschten Erfolg. Der Sprung auf das Podium hätte vielleicht noch funktioniert, doch Ekström und Frentzen waren am Ende ein Quäntchen schneller und passierten, dem Platz fünf blieb. Note 2

Frank Stippler (11 / 11 / 1 / 7 / 11 / 6): Endlich ist der Knoten geplatzt – Frank fuhr beim achten Lauf seine ersten Punkte in dieser Saison ein. Dass er mit dem 2,949 Kilometer langen Kurs im Norden von Barcelona gut zu Recht kommen würde, zeigte sich bereits in den Test- und Trainingssitzungen. Kein Ergebnis unterhalb von Platz elf, Bestzeit im freien Training unter schwierigen Bedingungen. Seine eigene Prognose: bei feuchter Strecke sind die Chancen größer. Zum Glück war dies nur die halbe Wahrheit, denn auch auf trockener Piste war die Performance beeindruckend. Bester Vorjahreswagenfahrer Note: 2

RDaniel la Rosa (14 / 14 / 17 / 17 / 16 / 7): Daniel ist einfach ein „Renn“-fahrer – und beim achten Lauf in Barcelona hat es nun endlich auch mit den Punkten geklappt. Gleich zwei heimste der Hanauer für Platz sieben ein – und das von Startplatz 17 aus. Dabei zeigte er starke fahrerische Leistungen und überholte unter anderem Tom Kristensen äußerst souverän. Fehlt nur noch, die Leistungen vor allem im Qualifying deutlich zu steigern, denn dann ist der Weg nach vorne kürzer. Note: 2

Alexandros Margaritis (16 / 16 / 11 / 8 / 5 / 8): Von acht gestartet, auf Platz acht ins Ziel gekommen. Zwar sicherte sich Alexandros einen weiteren Punkt in der Fahrerwertung – doch die anderen Jahreswagenfahrer waren diesmal einfach stärker. Ohne Zweifel war in Barcelona auch ein kleines bisschen Glück vonnöten, denn das Setup geriet aufgrund der Freitag und Samstag eher schlechten Bedingungen zum Roulettespiel. Die Folge: Im Rennen begannen seine Reifen nach acht Runden abzubauen. Aus dieser Warte ist Platz acht ein ordentliches Ergebnis. Note: 3

Tom Kristensen (9 / 6 / 8 / 3 / 8 / 9): Ein rabenschwarzes Wochenende für Tom. Von Startplatz drei aus gestartet, hatte der Däne im Rennen keine Gelegenheit, Boden auf Tabellenführer Schneider gutzumachen. Zum Showdown im Kampf um den Titel kam es bereits in Runde sechs, als er sich dem Saarländer geschlagen geben musste und sich dabei sein Auto beschädigte. Von da an ging es stetig bergab und dem Routinier unterliefen unnötige Fahler. Am Ende konnte der siebenfache Le-Mans-Gewinner nicht einmal die Jahreswagen von Mercedes-Benz hinter sich halten. Was machbar gewesen wäre, haben in Barcelona andere Audi-Piloten unter Beweis gestellt. Nach dem Rennen gestand Tom: „Es war ein hartes Wochenende, von dem ich sehr enttäuscht bin.“ Note: 4

Christian Abt (20 / 10 / 19 / 16 / 20 / 10): Christians Rennwochenende verlief alles andere, als positiv. In den Tests und dem Training lagen zwischen dem Routinier aus Kempten und der Spitze des Feldes Welten – zumindest bemessen an der hohen Leistungsdichte der DTM. Ein enttäuschender Startplatz 16 war kein gutes Vorzeichen, unmittelbar nach dem Start krachte es. Eine Schuldzuweisung ist schwierig. Diplomatisch betrachtet war Christian an dem Vorfall beteiligt. Während vier Mitstreiter das Rennen beenden vorzeitig mussten, nahm er das Rennen vom Ende des Feldes in Angriff. Zwar ging es bis auf Platz zehn nach vorne, dennoch bleibt festzuhalten: Christian hatte in diesem Jahr schon stärkere Rennwochenenden. Note: 4

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