DTM Barcelona: die Analyse Teil 1 | DTM
2009-09-20 20:15:00

DTM Barcelona: die Analyse Teil 1

DTM Barcelona: die Analyse Teil 1

Audi hat mit einem triumphalen Dreifachsieg die Barcelona-Statistik wieder ausgeglichen. Nach dem vierten Gastspiel auf dem Circuit de Catalunya steht es zwischen den beiden in der DTM vertretenen Premium-Herstellern Audi und Mercedes-Benz zwei zu zwei. Timo Scheider legte mit seinem souveränen zweiten Saisonsieg einen wichtigen Grundstein in Richtung Titelverteidigung. Das Podest komplettierten Tom Kristensen und Martin Tomczyk. Dass es am Ende nicht zu einem Vierfachsieg kam, wusste Gary Paffett, der die schnellste AMG Mercedes C-Klasse auf Platz vier pilotierte, erfolgreich zu verhindern. DTM.com hat die Leistung aller 20 DTM-Fahrer von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

VIDEO670#Timo Scheider (1 / 5 / 1 / 1): Timo hat auf dem Circuit de Catalunya einen weiteren, großen Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht. Nach einem perfekten Start und einer taktischen Meisterleistung der Audi-Mannschaft übernahm der Deutsche in der zweiten Kurve die Führung, baute seinen Vorsprung Schritt für Schritt aus und sicherte sich schließlich seinen zweiten Saisonsieg. Nach diesem Erfolg liegt er in der Fahrerwertung zwölf Zähler vor Ekström und 14 Zähler vor Paffett auf Platz eins. Damit kann der noch amtierende Champion bereits beim vorletzten Rennen in Dijon den Sack zumachen. Eine Titelverteidigung gelang bislang nur DTM-Rekordchampion Bernd Schneider in den Jahren 2000 und 2001.
Note 1

Tom Kristensen (10 / 1 / 5 / 2): In seinem Abschiedsjahr hegt Tom keinerlei Meisterschaftsambitionen mehr in der DTM. Trotzdem möchte er sich mit hochkarätigen Leistungen aus der populärsten Tourenwagenserie der Welt verabschieden. Dieses Kunststück ist ihm in Barcelona zweifelsohne gelungen. Mit einem neuen Streckenrekord sicherte er sich die zweite Pole-Position 2009, mit einem brillanten Manöver beim Start seinem Teamgefährten Scheider den späteren Sieg. Besser hätte es nicht laufen können.
Note 1

Martin Tomczyk (2 / 3 / 3 / 3): Seit seiner persönlichen Initialzündung in Zandvoort liefert Martin konstant Top-Leistungen ab. Wäre es doch von Beginn der Saison an so gelaufen… Auf dem Circuit de Catalunya manifestierte er seine Stellung im Team als – zumindest aktuell – drittschnellster Audi-Pilot. Sein Teamgefährte Ekström konnte ihm zu keinem Zeitpunkt das Wasser reichen. In der Fahrerwertung hat er sich so bis auf die vierte Position nach vorne geschoben, in absoluter Schlagdistanz zu den vor ihm liegenden Paffett und Ekström.
Note 1

Gary Paffett (6 / 4 / 6 / 4): Dass gegen Audi in Barcelona kein Kraut gewachsen war, mussten die Mercedes-Benz-Fahrer spätestens dort zur Kenntnis nehmen, wo sie sonst erfolgreich trumpfen konnten: im Rennen. Während das Audi-Trio an der Spitze das Weite suchte, avancierte der Brite mit einer ordentlichen Taktik zur Speerspitze der Stuttgarter. Anstatt sich nach vorne zu orientieren, musste er jedoch alles aufbringen, um den wie entfesselnd kämpfenden Ekström hinter sich zu halten. Mit Platz vier bleibt er im Titelkampf zumindest im Rennen, auch wenn der Vorsprung von Scheider bedrohlich angewachsen ist.
Note 2

Bruno Spengler (7 / 8 / 9 / 5): Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Bruno startete verhalten in das Rennwochenende und kam im Qualifying nur auf Startplatz acht. Im Rennen schob er sich mit konstanten Zeiten immer weiter nach vorne. Als Ekström bei seinem finalen Angriffsversuch auf Paffett scheiterte, sah der Franko-Kanadier die Lücke und nutzte sie. So verbesserte er sich im Rennen um drei Positionen.
Note 2

Mattias Ekström (3 / 6 / 2 / 6): Ecki hat wie ein Löwe gekämpft und am Ende doch verloren. Den Speed seiner Audi-Mitstreiter konnte er weder im Qualifying noch im Rennen gehen. In einem sehenswerten Duell kämpfte er mit Paffett rundenlang um die vierte Position. Nach einem ersten Rempler wurde er von der Rennleitung verwarnt. Die finale Attacke behielt er sich für die letzte Runde auf. Das Manöver scheiterte und Mattias büßte zudem Platz fünf ein. Ecki und Barcelona – das passt einfach nicht.
Note 3

Paul Di Resta (9 / 2 / 4 / 7): Im Qualifying überraschte Brands-Hatch-Sieger Paul noch mit einem starken zweiten Startplatz. Und das, obwohl der Gewichtsunterschied zwischen Audi A4 DTM und AMG Mercedes C-Klasse zehn Kilogramm betrug. Im Rennen konnte er diesen Speed nicht bestätigen. Beim Start fiel er auf die dritte Position zurück, mit schwindender Balance seines Fahrzeuges im Verlauf des Rennens schließlich bis auf die siebte Position.
Note 4

Alexandre Prémat (8 / 7 / 8 / 8): Pünktlich vor seinem Heimspiel in Dijon hat Alexandre endlich seinen ersten Punkt für die Fahrerwertung eingefahren. Dass die Luft an der Spitze speziell für die Jahreswagenfahrer immer dünner wird, ist seit Mitte der Saison zu erkennen. Aus diesem Grund ist der Zähler für Platz acht in Barcelona aller Ehren wert. Von Platz sieben aus gestartet, büßte der Franzose lediglich eine Position ein und wehrte sich im letzten Renndrittel erfolgreich gegen seinen ärgsten Kontrahenten – seinen Teamgefährten Jarvis.
Note 2

Oliver Jarvis (4 / 9 / 13 / 9): Oliver konnte auf dem Circuit de Catalunya nicht an die Leistungen, die er in der ersten Saisonhälfte und beim Heimspiel in Brands Hatch erbracht hatte, anknüpfen. Von Position neun aus gestartet fiel der Brite zunächst zurück, um sich dann Schritt für Schritt weiter nach vorne zu kämpfen. Für Punkte hat es nicht gereicht – dafür war Teamgefährte Prémat einfach zu souverän.
Note 3

Maro Engel (13 / 10 / 7 / 10): Maro sicherte sich im Qualifying mit Platz zehn eine ordentliche Ausgangsbasis für den achten Lauf des Jahres. Für Punkte reichte es hingegen nicht, denn wie bei der aktuellen Modellreihe, war auch der Mercedes-Benz-Jahreswagen in Barcelona nicht das Maß der Dinge. Zudem verlief der zweite Boxenstopp nicht optimal, so dass am Ende nur Platz zehn zu Buche stand.
Note 3

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