DTM Barcelona: Die Analyse Teil 2 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2008-09-23 14:45:00

DTM Barcelona: Die Analyse Teil 2

DTM Barcelona: Die Analyse Teil 2

Die DTM biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade der Saison 2008 ein. Diese Spannung war beim neunten Lauf des Jahres auf dem Circuit de Catalunya deutlich zu spüren. Tabellenführer Timo Scheider hat erkannt, dass er fortan nicht mehr um jeden Preis gewinnen muss. Aus dem Kreis der Verfolger kristallisiert sich Paul di Resta heraus, der alles daransetzt, den Tabellenführer aus dem Audi-Lager noch abzufangen. Mitten im Geschehen sicherte sich DTM-Rekordchampion Bernd Schneider seine 25. Pole-Position und fuhr im Rennen auf einen achtbaren dritten Rang. Nach vermeidbaren Aktionen haben sich zwei Titelaspiranten selber aus dem Favoritenkreis katapultiert: Jamie Green und Mattias Ekström. Dtm.com hat die Leistungen aller 19 DTM-Fahrer und ihrer Teams genau unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

Markus Winkelhock (6 / 12 / 10 / 14 / 10 / 11): Nach einem schwachen Qualifying und Startplatz 14 verlief das Rennen für Markus zunächst vielversprechend. Trotz einiger Rangeleien in der Startphase kämpfte er sich bis an die Punkteränge heran. Im Zweikampf mit Paffett verbremste er sich kurz vor Schluss und drehte den Briten um. Die Durchfahrtsstrafe folgte prompt, so dass Markus sich am Ende mit Platz elf begnügen musste.
Note 4

Tom Kristensen (2 / 1 / 2 / 9 / 2 / 12): Tom hat in Barcelona Nerven gezeigt. Im Qualifying kollidierte er in der Boxengasse mit Paffett – „vermeidbar“ meinte die Rennleitung später und verwies den Dänen zehn Plätze in der Startaufstellung nach hinten. Vom Ende des Feldes gestartet kam er gut weg, befand sich jedoch in der Kurvenkombination hinter der Kurzanbindung mitten im Getümmel. Dabei erhielt er einen Schlag, kam von der Strecke ab und handelte sich einen Reifenschaden ein, so dass er einen zusätzlichen Stopp einlegen musste, der wertvolle Zeit kostete. Danach war das Rennen praktisch gelaufen – ein kleiner Trost: Tom fuhr im Rennen die schnellste Runde.
Note 4

Maro Engel (16 / 15 / 17 / 15 / 15 / 13): Maro kämpfte am gesamten Wochenende mit dem Setup seiner AMG Mercedes C-Klasse. Dabei hatte der Münchner alle Hände voll zu tun, bei den ständig wechselnden Streckenbedingungen den richtigen Mittelweg zu finden. Für ihn spricht, dass er dabei zumeist seinen prominenten Teamgefährten Schumacher hinter sich ließ. Im Rennen hatte er jedoch das Nachsehen. Ähnlich wie Kristensen handelte er sich bereits in der Anfangsphase einen schleichenden Plattfuß ein, so dass auch die Mücke-Mannschaft einen zusätzlichen Service zu absolvieren hatte.
Note 4

Susie Stoddart (19 / 19 / 19 / 18 / 17 / -): Nach dem Qualifying war Susie noch guter Dinge. Zwar hatte sie sich nur für Startplatz 18 qualifiziert, von den Rundenzeiten war sie jedoch konkurrenzfähig. Ihr Ziel, im Rennen weiter nach vorne zu kommen, blieb ihr nach einer Aktion in der ersten Runde versagt. Nach einer Berührung musste sie die Schikane abkürzen. Von der Rennleitung erhielt sie dafür eine Durchfahrtsstrafe und fiel weit zurück. Mit einem Lenkungsschaden schied sie dann nach 24 Runden endgültig aus.
Note 4

Bruno Spengler (8 / 5 / 7 / 10 / 6 / -): Brunos Spanien-Wochenende hatte zwei Tiefpunkte. Der erste war das Qualifying, als er überraschend nicht die finale Runde erreichte und nur Startplatz zehn zu Buche stand. Überraschend war diese Tatsache deshalb, weil er selber keine Gründe ausmachen konnte, die zu diesem Fauxpas geführt haben. Sein Ziel, das Podium konnte der Franko-Kanadier dann nach 17 Runden genauso abschreiben, wie den Titel. Bei einem Steinschlag wurde der Kühler seiner AMG Mercedes C-Klasse beschädigt und er beendete den neunten Lauf vorzeitig an der Box. Nun sind selbst die theoretischen Chancen verflogen, am Ende des Jahres ganz oben zu stehen.
Note 4

Katherine Legge (13 / 17 / 18 / 19 / 16 / -): Katherine war auf dem Circuit de Catalunya bis zum Qulifying prächtig unterwegs. Platz 13 im ersten Test war Balsam für die Seele der Britin. Bei der Vergabe der Startplätze patzte sie dann, weil die Abstimmung plötzlich vollkommen anders war, als erwartet. Im Rennen kollidierte sie in der Anfangsphase mit Lauda. Die darauf folgende Durchfahrtsstrafe war spätestens in Runde 17 Makulatur, als sie nach einem Reifenschaden im Kiesbett strandete.
Note 4

Mathias Lauda (18 / 18 / 15 / 16 / 18 / -): Bei seinem Heimspiel wäre es Mathias fast gelungen, die zweite Qualifying-Runde zu erreichen. Auf seiner schnellen Runde unterlief ihm dann doch ein kleiner Fahrfehler. Startplatz 16 war ordentlich, jedoch keine gute Ausgangsposition für Erfolg im Rennen. Nach besagter Kollision mit Legge war dann früh Schluss. Der Österreicher musste auf die Wiese ausweichen und verstopfte sich so den Ansaugtrakt des V8-Motors. Nach nur vier gefahrenen Runden steuerte er seine Box an und er hatte Feierabend.
Note 4

Mattias Ekström (3 / 2 / 1 / 6 / 1 / dq): Mattias hat in Barcelona seine Coolness verloren. Von einem wenig optimalen sechsten Platz aus gestartet, musste der Schwede alles geben, um seine Titelchancen aufrecht zu erhalten. Am Ende eines kämpferischen Rennens riss dem Schweden dann im Duell mit Green der Geduldsfaden. Der Überholvorgang in der ersten Kurve der letzten Runde war hart, Ekis verzweifelte Versuche, Green hinter sich zu halten in der vorletzten Kurve zu hart, urteilte die Rennleitung und schloss den Audi-Fahrer, der zunächst mit einer 50-Sekunden-Strafe davongekommen war, am Abend aus dem Rennen aus. Die Titelverteidigung ist bei 18 Punkten Rückstand auf Scheider und noch 20 zu vergebenen Punkten nahezu unmöglich.
Note 6

Gary Paffett (15 / 13 / 13 / 13 / 13 / dq): Ein rabenschwarzes Wochenende für Gary. Mit seiner AMG Mercedes C-Klasse bewegte er sich bei den beiden Tests und dem Freien Training stets im hinteren Mittelfeld. Im Qualifying kam er über Startplatz 13 nicht hinaus. Den entscheidenden Fehler des Rennwochenendes unterlief dann seinem Team, das nach dem Qualifying die Parc-Fermé-Bestimmungen verletzte und zu früh mit den Arbeiten am Fahrzeug begann. Gemäß den Bestimmungen wurde Gary von der Veranstaltung ausgeschlossen und startete nur unter Vorbehalt, weil sein Team gegen das Urteil Berufung einlegte. In den Ergebnislisten taucht er daher nicht auf, bis der Sachverhalt vollständig geklärt ist.
Note 6

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