DTM EuroSpeedway Lausitz – die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2009-06-02 10:00:00

DTM EuroSpeedway Lausitz – die Analyse Teil 1

DTM EuroSpeedway Lausitz – die Analyse Teil 1

Der zweite Lauf der DTM auf dem EuroSpeedway Lausitz markierte einen ersten Wandel in der noch jungen Saison 2009. Nach dem von Audi dominierten Auftakt in Hockenheim, schlug Mercedes-Benz nun eindrucksvoll zurück. Dabei war es vor allem die perfekte Strategie, die die Sternfahrer reihenweise nach vorne spülte. Die Mitstreiter von Audi hatten über die Distanz nicht viel entgegen zu setzen. Am Ende feierte Paffett seinen elften DTM-Sieg, Polesitter Ekström rettete sich als Dritter zumindest noch auf das Podium. DTM.com hat die Leistung aller 20 DTM-Fahrer von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

RGary Paffett (15/2/7/1): Gary von 0 auf 100 – auf einmal war er da. Im Qualifying sicherte er sich mit guten Rundenzeiten Platz zwei. Im Rennen musste der Brite hingegen noch eine Altlast aus Hockenheim abarbeiten und startete nur von Platz sieben aus in das Rennen. Beim Start konnte er sich nicht entscheidend nach vorne schieben; die brillante Taktik, die er und sein Team ausgearbeitet hatten, ging jedoch voll auf. Mit einem sehr langen ersten Stint fuhr er einen Vorsprung heraus, mit frischen Reifen konnte er diesen noch ausbauen, als die Mitbewerber ihre Pneus bereits abgenutzt hatten.
Note 1

VIDEO572#Bruno Spengler (11/6/3/2): Ähnlich wie bei Paffett profitierte auch Bruno von der taktischen Stärke seines Teams. Im Qualifying roch Platz sechs zunächst noch nach Mittelmaß, im Rennen spielte der Kanadier seine Stärke über die Distanz dann doch voll aus. Im Gegensatz zum späteren Sieger Paffett zögerte Bruno seinen ersten Stopp nicht lange genug heraus und kann so über Platz zwei nicht hinaus. In der Schussphase verzichtete er auf einen Angriff und war mit Platz zwei zufrieden.
Note 2

Mattias Ekström (6/1/8/3): Auf eine Runde schnell, über die Distanz chancenlos – Mattias kämpfte im Rennen mit stumpfen Waffen. Denn obwohl sein Audi A4 DTM im Qualifying das Maß der Dinge war, konnte er im Rennen den Speed der Sternfahrer nicht gehen. Dabei muss er im Zeittraining froh gewesen sein, überhaupt die Möglichkeit auf die Pole geschaffen zu haben. Beinahe wäre er aufgrund der wechselnden Witterungsbedingungen schon in Runde eins gescheitert.
Note 2

Paul di Resta (7/3/4/4): Überholen ist auf dem EuroSpeedway Lausitz nahezu unmöglich. Das musste Paul beim zweiten Lauf schmerzlich feststellen. Als bestplatzierter Mercedes-Benz-Fahrer startete der Schotte von Platz zwei. Nach Kurve eins fädelte er sich als Dritter ein und wurde nach eigenen Aussagen von den beiden vor ihm fahrenden Audi aufgehalten. Vielleicht war Paul der schnellste Mercedes-Fahrer, die Chance das auch zu zeigen blieb ihm so verwehrt. Während Paffett und Spengler durch perfekt platzierte Stopps an die Spitze kamen, war die Taktik bei Paul zu konservativ ausgelegt. Mehr als Platz vier war so nicht drin.
Note 3

Timo Scheider (3/5/6/5): Der amtierende Champion hat die Führung in der DTM nach dem zweiten Lauf wieder übernommen. Sowohl im Qualifying als auch im Rennen reichte er vom Speed her nicht an die Spitze heran. Erschwerend kam im Rennen ein verkorkster Boxenstopp hinzu. Timos Kredo war so, das Beste daraus zu machen und am Ende wichtige Punkte einzufahren. Langfristig muss er sich Sorgen machen, wieso speziell Ekström so viel schneller ist als er selber. Solange der Schwede jedoch nicht konstant punktet, hat Timo das bessere Ende so für sich.
Note 3

Jamie Green (4/7/2/6): In der Vorjahres-C-Klasse lieferte Jamie eine ordentliche Leistung ab. Im Qualifying erreichte er souverän die dritte Runde und schließlich Startplatz sechs. Das Rennen begann mäßig und er büßte zwei Positionen ein, die er sich mit schnellen Rundenzeiten vor allem im mittleren Stint zurück eroberte. So pilotierte er am Ende den schnellsten Jahreswagen und sicherte sich als Sechster drei Punkte.
Note 3

Mike Rockenfeller (10/4/5/7): Im Qualifying fuhr Mike mit schnellen Rundenzeiten in die vierte Shoot-Out-Runde. Hier konnte er allerdings nicht mitmischen, weil er in der letzten Runde seinen Audi A4 DTM im Kiesbett versenkte. Nach dem Start reihte er sich hinter Ekström als Zweiter ein. Schnell wurde jedoch klar, dass er den Speed über die Distanz nicht gehen konnte. Bei den Boxenstopps verlor er Positionen als die Mercedes-Fahrer nach vorne stürmten. Aus dieser Sicht sind zwei Punkte in Ordnung.
Note 2

Maro Engel (9/8/14/8): Zwei Rennen, zwei Mal in den Punkten. Maro hat erneut ein ordentliches Rennwochenende hinter sich gebracht. Dabei hatte er zu keinem Zeitpunkt den Speed von Green, war aber im Gegensatz den weiteren Mitstreitern in der 2008er C-Klasse stets überlegen. Im Rennen wäre von Startplatz acht unter Umständen mehr drin gewesen, allerdings übersteuerte sein Fahrzeug so stark, dass er am Ende mit Platz acht zufrieden war.
Note 3

Mathias Lauda (13/12/13/9): Im Qualifying erreichte Mathias souverän die zweite Runde und sicherte sich Startplatz zwölf. Im Gerangel der ersten Runden geriet er erst mit Prémat, dann mit Kristensen aneinander. Trotz einer beschädigten Heckpartie kämpfte der Österreicher wie ein Löwe und wurde schließlich als Neunter abgewinkt. Ohne die Kollisionen wären Punkte in Reichweite gewesen.
Note 3

Ralf Schumacher (20/-/17/10): Der zweite Sternenkämpfer. Das Wochenende begann für Ralf denkbar schlecht mit technischen Problemen im Freien Training. Zum Qualifying konnte er ebenfalls nicht antreten, weil an seiner AMG Mercedes C-Klasse der Motor gewechselt werden musste. Vom letzten Startplatz aus nahm Ralf das Rennen in Angriff und arbeitete sich schrittweise nach vorne. Und das, obwohl auf dem EuroSpeedway Lausitz das Überholen nahezu unmöglich ist – eine stramme Leistung.
Note 2

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