DTM Hockenheim – die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2009-05-18 21:30:00

DTM Hockenheim – die Analyse Teil 1

DTM Hockenheim – die Analyse Teil 1

Der DTM-Saisonauftakt 2009 auf dem Hockenheimring war ein Rennen, über das man noch lange reden wird. Audi dominierte das Geschehen an der Spitze des Feldes, Mercedes-Benz hatte das Nachsehen. Das Rennen begann turbulent: Bereits in der ersten Runde löste sich die Motorhaube von Gary Paffetts AMG Mercedes C-Klasse nach einer Kollision und traf in die nach dem Einschlag vollkommen deformierte Dachpartie des Rennfahrzeuges von seinem Markenkollegen Ralf Schumacher. Zwei Runden vor Ende des Laufes stockte dann allen Audi-Fans der Atem, als der DTM-Pilot, der das gesamte Wochenende diktiert hatte, nicht für seine Leistung belohnt wurde. Mattias Ekström erlitt in Führung liegend einen Reifenschaden und fiel auf Platz sieben zurück. DTM.com hat die Leistung aller 20 DTM-Fahrer von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

Tom Kristensen (2/2/7/1): Hinter der fast schon erschreckenden Dominanz von Ekström spielte Tom am Samstag nach dem guten Qualifyingergebnis nur ganz leise mit dem Gedanken, seinen ersten Hockenheim-Sieg einzufahren. Dieser wurde dann am Renntag kurzfristig Realität. Dass der Däne sich am Ende kaum darüber freuen konnte, lag darin begründet, dass er im Rennen zu keinem Zeitpunkt eine Chance auf den Sieg hatte und am Ende von Ekströms Reifenschaden profitierte. Doch auch diese Tatsache darf nicht schmälern, dass Tom ein nahezu perfektes Wochenende hatte.
Note: 1

Timo Scheider (11/5/3/2): Der amtierende Champion erwischte einen sehr guten Start in die neue Saison. Dabei sah es nach dem Qualifying für Timo zunächst nicht optimal aus. Mit Setup-Problemen musste er sogar Oliver Jarvis im Audi-Jahreswagen ziehen lassen und belegte am Ende nur Platz fünf. Im Rennen war seine Performance dann deutlich stärker. Noch in Runde eins kassierte er Jarvis, biss sich allerdings über die gesamte Distanz an seinem Teamkollegen die Zähne aus. An Kristensen führte kein Weg vorbei, ohne ein unnötiges Risiko einzugehen.
Note: 2

Oliver Jarvis (6/4/8/3): Wahnsinn, was Oliver beim Start in seine zweite DTM-Saison für eine Leistung abgeliefert hat. In allen Sessions war er auf den vorderen Positionen zu finden; im Qualifying erreichte er im Vorjahreswagen sogar die finale Runde der letzten vier Fahrer. Im Rennen musste er Scheider zwar früh ziehen lassen, behauptete danach jedoch seine Position souverän. Zudem blieb er immer in Schlagdistanz zur Spitze – eine Leistung, die man gar nicht hoch genug bewerten kann.
Note: 1

Markus Winkelhock (13/8/9/4): Markus fuhr beim Saisonauftakt ein kluges und besonnenes Rennen. Von Position acht aus gestartet, hielt er sich aus allen Kollisionen heraus und kam so Schritt für Schritt weiter nach vorne. Eingestehen muss er sich allerdings, dass er zu keinem Zeitpunkt so stark unterwegs war, wie seine Markenkollege Jarvis, der ebenfalls einen Jahreswagen pilotiert.
Note: 2

Paul Di Resta (5/6/13/5): Platz fünf war sicher nicht das, was Paul sich von dem Auftaktrennen in Hockenheim erhofft hatte. Nach dem Qualifying und dem schwachen sechsten Startplatz war der Schotte noch zuversichtlich, im Rennen nachlegen zu können. Diese Hoffnung blieb ihm allerdings verwehrt. Die Performance von Audi war einfach zu stark, um mehr als Platz fünf herauszufahren und Schadensbegrenzung zu betreiben. Mercedes-Benz muss sich für den zweiten Lauf etwas einfallen lassen…
Note: 3

Maro Engel (12/7/14/6): So groß die Schmach für die Fahrer der aktuellen AMG Mercedes C-Klassen, so groß die Freude von Maro über einen souveränen sechsten Platz und zwei Punkte beim ersten Lauf des Jahres. Im Qualifying und Rennen hat er deutlich unter Beweis gestellt, dass er in Hockenheim der stärkste Jahreswagenfahrer von Mercedes-Benz war – auch wenn er von der Leistung her im Vergleich zu seinen direkten Audi-Kollegen das Nachsehen hatte.
Note: 2

Mattias Ekström (1/1/1/7): Mattias lieferte auf dem Hockenheimring eine beeindruckende Demonstration seiner Stärke ab. In allen Sessions war er unangefochten an der Spitze und auch im Rennen düpierte er seine Mitstreiter geradezu, als er sich deutlich vom Rest des Feldes absetzte. Den klaren Sieg vor Augen zerplatzte diese Seifenblase allerdings in der vorletzten Runde – wie auch sein linker Hinterreifen. Der Schwede schleppte sich an die Box und rettete zumindest zwei Punkte mit Platz sieben. Ein schwacher Trost, aber dennoch kann Mattias die Gewissheit haben, dass er und sein Team einen perfekten Job gemacht haben.
Note: 1

Jamie Green (8/-/4/8): Bei Jamie lief es bereits im Freien Training am Samstagmorgen nicht so richtig rund. Er fuhr in der Nordkurve eine weite Linie, kam von der Strecke ab und beschädigte sich beim Überfahren der Kurbs seinen Motor. Dem Team blieb nichts anderes übrig, als das Aggregat zu wechseln. Da war es halb so tragisch, dass der Brite im Qualifying nicht antreten konnte, denn die Statuten der DTM sehen für diese Aktion eine Versetzung auf den letzten Startplatz vor. Ein herber Rückschlag, für Jamie jedoch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Im Rennen stürmte er Position um Position nach vorne. Selbst ein Gerangel in der Anfangsphase konnte seinen Vorwärtsdrang nicht stoppen und er sicherte sich im Vorjahreswagen als Achter einen Punkt.
Note: 3

Ralf Schumacher (17/12/15/9): Mit einem Knall startete Ralf in die neue Saison. Als sich die Haube von Paffetts AMG Mercedes C-Klasse verselbstständigte, konnte der Ex-Formel-1-Star nicht ausweichen. Auf der anderen Seite dürfte er froh gewesen sein, dass er seit zwei Jahren mit Dach über dem Kopf unterwegs ist. Der Einschlag der Haube führte zu einer starken Deformierung des Daches und zu einem unplanmäßigen Boxenstopp. Dank des Safety Cars handelte er sich bei der Reparatur keinen Rundenrückstand ein, so dass er die verbleibende Renndistanz nutzen konnte, um sich auf die neue C-Klasse einzuschießen. Dies ist ihm nämlich nach eigenen Aussagen bislang nicht perfekt gelungen.
Note: 3

Mathias Lauda (15/15/17/10): Für Mathias waren Punkte im Rennen durchaus in Reichweite, denn er hielt sich aus allen Rangeleien heraus. Eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts und ein Reifenschaden im weiteren Verlauf des Rennens machten jedoch alle Hoffnung auf Punkte zunichte. Den Grundstein für eine bessere Ausgangsposition als Startplatz 15 hätte sich Mathias im Qualifying legen können. Allerdings hatte er nach Problemen im Freien Training nicht ausreichend Gelegenheit, sein Fahrzeug optimal auf den Hockenheimring abzustimmen.
Note: 4

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