DTM Mugello – die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2008-05-05 09:30:00

DTM Mugello – die Analyse Teil 1

DTM Mugello – die Analyse Teil 1

Der dritte Lauf des Jahres im italienischen Mugello war geprägt von packenden Zweikämpfen und hielt für die Zuschauer die eine oder andere Überraschung bereit. Sah es bis zum Start nach einem weiteren von Audi dominierten Rennen aus, wandelte sich dieses Bild schnell. Jamie Green und Paul di Resta eroberten beim Start die Führung und gaben diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Tom Kristensen komplettierte als bester Audi-Fahrer das Podium. Das Ergebnis: Die Meisterschaft bleibt spannend. Sieben Fahrer liegen nach drei von elf Läufen innerhalb von sieben Punkten. dtm.com hat die Leistung aller Fahrer und Teams unter die Lupe genommen und analysiert.

Jamie Green (3/ 10 / 4 / 2 / 8 / 1): Jamie konnte beim dritten DTM-Saisonrennen in Mugello seine Leistung immer zum richtigen Zeitpunkt abrufen – im Qualifying am Samstag und im Rennen am Sonntag. Auch wenn er die Pole-Position knapp verpasst hat, Platz zwei in der ersten Startreihe war die Basis für seinen dritten DTM-Sieg. Zwar profitierte er zu Beginn vom Fehlstart Scheiders, das Tempo das der Brite an der Spitze von Anfang an ging, konnte keiner seiner Konkurrenten mitgehen. Das unterstreicht auch die schnellste Rennrunde, die Jamie bereits im zweiten Umlauf fuhr. Ein verdienter Sieg – für Jamie und Mercedes-Benz.
Note 1

Paul di Resta (6 / 1 / 10 / 5 / 5 / 2): Nach der Nullnummer beim Auftaktrennen in Hockenheim konnte sich Paul von Rennen zu Rennen kontinuierlich steigern. Zwar war er nach dem Qualifying mit Platz fünf noch einigermaßen zufrieden, aber eben nicht ganz. Von Position fünf startete er sehr gut und bog hinter Green als Zweiter in die erste Kurve ein. Der angekündigte Kampf um einen Podiumsplatz blieb aus – wie Green enteilte der Schotte der Konkurrenz mit großen Schritten. Platz zwei ist der verdiente Lohn eines starken Rennens.
Note 2

Tom Kristensen (4 / 6 / 5 / 3 / 3 / 3): Auch wenn es im Qualifying nicht unbedingt danach aussah: Das es für Audi in Mugello im wahrsten Sinne des Wortes schwer werden würde, hatte sich abgezeichnet. 20 Kilogramm Gewichtsunterschied wogen gerade auf der Berg- und Talbahn in der Toskana schwer. Trotzdem glänzte Tom mit konstant guten Positionen in den einzelnen Sessions. Mit Platz drei im Qualifying war der Däne ebenso zufrieden wie mit dem letzten Podiumsplatz in einem fehlerfreien Rennen. Mehr war in Mugello einfach nicht drin.
Note 2

Bernd Schneider (8 / 3 / 9 / 7 / 10 / 4): Nach Platz acht beim Auftakt und zwölf beim Rennen in Oschersleben war der DTM-Rekordchampion Bernd Schneider mit dem Abschneiden in Mugello zufrieden – als Vierter verpasste einen Podiumsplatz nur knapp. Dabei hatte es nach dem Qualifying mit einer halben Sekunde Rückstand auf die Pole und Startposition sieben nicht unbedingt danach ausgesehen. Im Rennen spielte der DTM-Rekordchampion seine komplette Routine aus und fuhr ein unauffälliges aber souveränes Rennen - Schneider hat gezeigt, dass man immer mit ihm rechnen muss.
Note 3

Oliver Jarvis (11 / 9 / 8 / 11 / 15 / 5): Lange musste Oliver auf seine ersten DTM-Punkte nicht warten. Auch wenn er bereits beim Auftaktrennen in Hockenheim als Neunter kurz davor war, in Mugello sammelte er als Fünfter gleich vier Zähler für die Fahrerwertung. Der Rookie mausert sich langsam aber sicher zum Geheimtipp und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann der Brite zum ersten Mal auf dem Podium steht. Nach seinem guten Start hielt er im ersten Renndrittel Teamkollege Prémat hinter sich, im letzten Renndrittel konnte er den heranstürmenden Ekström unter Kontrolle halten.
Note 2

Mattias Ekström (1 / 2 / 2 / 4 / 2 / 6): Nach seinem Sieg beim Auftaktrennen in Hockenheim konnte lief es für den erfolgsverwöhnten Schweden alles andere als optimal– auch nicht in Mugello. Von Platz vier aus schlecht gestartet fiel er auf dem Weg bis zur ersten Kurve in das Mittelfeld zurück und konnte vorne nicht mehr angreifen. Er wurde in viele Zweikämpfe verwickelt die Zeit kosteten und eine bessere Platzierung verhinderten. In der Schlussphase musste er alles geben, um Winkelhock im Jahreswagen hinter sich zu halten.
Note: 3

Markus Winkelhock (12 / 5 / 7 / 8 / 7 / 7): Zum zweiten Mal in Folge fuhr Markus in die Punkte. Nach Platz sechs in Oschersleben folgte souverän Rang sieben in Mugello. Der Deutsche war über das gesamte Rennwochenende konstant und schaffte im Qualifying als einziger Fahrer eines Vorjahreswagens den Sprung in den dritten Abschnitt. In letzter Konsequenz kam er aber nicht an die Leistungen von Oliver Jarvis heran – trotzdem ein ordentliches Wochenende.
Note: 2

Alexandre Prémat (9 / 8 / 12 / 9 / 9 / 11 / 8): Alexandre hatte im direkten Vergleich mit seinem Teamgefährten auch in Mugello im Rennen das Nachsehen. Von Position neun aus gestartet machte er in der Anfangsphase zunächst Plätze gut und fuhr bis auf sechs nach vorne. Beim Boxenstopp erhielt Jarvis den Vorzug, der Franzose fiel hinter Ekström und Winkelhock zurück und hielt diese Position bis ins Ziel.
Note: 3

Bruno Spengler (5 / 7 / 1 / 6 / 6 / 9): Während seine Teamgefährten an der Spitze den ersten Sieg für Mercedes-Benz in diesem Jahr feierten, verpasste Bruno als selbsternannter Titelkandidat der Stuttgarter die Punkteränge knapp. Der Kanadier erwischte einen denkbar schlechten Start und geriet in der ersten Kurve mit Martin Tomczyk aneinander. Dabei wurde seine Aerodynamik beschädigt, so dass er den Speed von Green, di Resta und Schneider nicht mithalten konnte.
Note: 4

Timo Scheider (2 / 4 / 3 / 1 / 1 / 10): Samstag Top, Sonntag Flop. Timo sicherte sich beim dritten DTM-Rennen des Jahres die dritte Pole. Den Start verpatzte er vollkommen als er zu früh kurz anrollte. Green und di Resta zogen vorbei und die Rennleitung brummte dem Wahlösterreicher eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts auf. Damit war klar, dass er mit dem Kampf um den Sieg nichts mehr zu tun haben würde. Im Verlauf des Rennens zeigte sich Timo kämpferisch und sorgte mit vielen Überholmanövern für gute Unterhaltung. An Spengler kam er in der Schlussphase schnell heran, jedoch nicht vorbei. Das Rennen wäre für ihn trotzdem punktelos geblieben – die Tabellenführung hat Timo aber weiter inne.
Note: 3

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