DTM Nürburgring – die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2006-08-20 23:11:40

DTM Nürburgring – die Analyse Teil 1

DTM Nürburgring – die Analyse Teil 1

Der sechste Lauf der DTM auf dem Nürburgring war ein wahrer Leckerbissen für alle Fans von packendem Tourenwagensport. Bei schwierigsten Witterungsbedingungen stellten die 20 Fahrer von Audi und Mercedes-Benz eindrucksvoll ihr Können unter Beweis und boten den 116.000 Zuschauer rund um den Eifelkurs spannende Positionskämpfe. Die einzige Ausnahme: Bruno Spengler, der eiskalt und souverän das Rennen vom Start weg dominierte – dahinter entbrannten die Kämpfe um Positionen. Wir haben für Sie die Leistungen aller DTM Fahrer im Verlauf des Wochenendes unter die Lupe genommen und mit Noten bewertet.

Bruno Spengler (3 / 7 / 5 / 1 / 9 / 1): Der Titelkampf in der DTM ist um einen Kandidaten reicher geworden: Bruno Spengler. Nach seinem Erfolg am Norisring konnte Bruno auf dem Nürburgring noch eine Schippe drauflegen, holte sich im Qualifying die Pole-Position und fuhr im Rennen der Konkurrenz davon. Nach wenigen Runden hatte er bereits mehr als 15 Sekunden Vorsprung auf Verfolger und „Regenkönig“ Schneider. Die Leistung des Frankokanadiers ist schnell auf den Punkt gebracht: perfekt..
Note 1

Bernd Schneider (4 / 4 / 3 / 3 / 1 / 2): Von Beginn des Wochenendes an war der viermalige DTM Champion vorne dabei und beendete keine Trainingssitzung schlechter als Platz vier. Zum dritten Saisonsieg hat es für den Routinier zwar nicht gereicht - trotzdem hat Bernd auch am Nürburgring wieder alles richtig gemacht. Mit Platz zwei im Rennen konnte er seine Führung in der Fahrerwertung weiter ausbauen. Die Konkurrenz aus dem eigenen Lager dürfte den „Altmeister“ nur noch mehr motivieren.
Note: 1

Martin Tomczyk (13 / 9 / 4 / 10 / 14 / 3): Irgendwann hat jede Serie ein Ende: Seit dem Saisonfinale in Hockenheim 2004 stand Martin nicht mehr auf dem Podium - jetzt hat es endlich wieder geklappt. Dabei sah es bis zum Rennen nicht unbedingt nach einer Top-Platzierung für den Rosenheimer aus. In keiner Sitzung konnte er richtig überzeugen, im Qualifying war sogar schon nach Durchgang zwei und Startplatz zehn Schluss. Im Rennen machte Martin mit einem exzellenten Start Boden gut und kam als Vierter aus der ersten Runde zurück - der Rest, mehr oder weniger Routine.
Note. 2

LJean Alesi (9 / 12 / 10 / 14 / 15 / 4): Bis zum Rennen nicht unbedingt Anwärter auf eine vordere Platzierung. Im Qualifying „Opfer“ des Shoot-Outs, als Frentzen ihn im ersten Durchgang in letzter Sekunden von Platz 14 auf 15 verdrängte. Nach der Enttäuschung vor vier Wochen am Norisring, als er in aussichtsreicher Position liegend nach einer unverschuldeten Kollision ausschied, wurde Jean am Nürburgring entschädigt. Platz vier, bester Fahrer eines Jahreswagen und in der Fahrerwertung weiterhin Punktbester Pilot eines 2005er-Modells. Jean hat erneut bewiesen, dass er auch mit 42 Jahren noch verdammt schnell Autorennen fahren kann.
Note: 2

Tom Kristensen (2 / 6 / 11 / 2 / 2 / 5): Jetzt wird es erst richtig spannend. Als Zweiter aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen, hatte sich Tom sicherlich mehr erhofft als Platz fünf. Von Platz zwei gestartet kam er als Fünfter aus dem ersten Umlauf zurück. Mit Slicks konnte der Däne zwar wieder Boden gut machen, allerdings traten beim dritten Reifensatz traten Vibrationen auf. Nachdem seine Räder blockierten und er sich drehte, verlor er Platz vier an Alesi. Platz fünf macht den Titelkampf nicht leichter, zumal mit Spengler jetzt ein weiterer starker Gegner ein Wörtchen mitreden wird.
Note 3

Heinz-Harald Frentzen (7 / 1 / 6 / 8 / 4 / 6): Nach guten Ergebnissen im Training war Heinz-Harald zuversichtlich für das Qualifying und das Rennen. Gerade eben rettete er sich in die Runde der letzten Acht des Shoot-Out-Qualifyings, dann brach der Kontakt zu seiner Box ab. Mit diesem Handicap war nur Startplatz acht drin. Im Rennen rangierte der Mönchengladbacher ständig in der Spitzengruppe – gegen Ende erwies er sich als wahrer Teamplayer als er Teamkollege Kristensen Platz fünf überließ. Note: 3

RTimo Scheider (10 / 11 / 15 / 12 / 11 / 7): Es fehlte nicht viel - fast hätte Timo im Qualifying die finale Runde erreicht. Das es in der DTM sehr eng zugeht, ist nichts neues und so blieb am Ende nur der zwölfte Startplatz. Was Timo jedoch von hier aus zu leisten imstande war, verdient Respekt. Der DTM Routinier bewies Kampfgeist und machte Platz um Platz gut. Als perfekter Teamplayer ließ er Ekström passieren, der das Geschenk auf der Start-Ziel-Geraden zurückgab. Unter schwierigsten Bedingungen fünf Plätze gut gemacht - zwei Punkte sind mehr als verdient. Note: 2

Mattias Ekström (12 / 14 / 2 / 5 / 8 / 8): Mattias startete nicht optimal in das Rennwochenende und fand sich bei den Tests am Freitag nur im Mittelfeld wieder. Diese Ergebnisse geben zwar nicht den Ausschlag, die Probleme des ersten Tages setzten sich jedoch im Qualifying fort. Startplatz war nicht das, was der Schwede erwartet hatte. Im Rennen erwischte Eki einen denkbar schlechten Start und fiel auf Platz 14 zurück. Mit der nötigen Portion Wut im Bauch ging es einige Plätze nach vorne, ein magerer Punkt für die Fahrerwertung konnte jedoch nicht das Ziel des Champions von 2004 sein. Note: 4

Jamie Green (6 / 3 / 7 / 4 / 6 / 9): Von Platz vier aus gestartet gab es gerade in der noch feuchten Anfangsphase des Rennens für Jamie nur eine Richtung: Platz für Platz nach hinten. Der Brite kämpfte praktisch ohne Grip mit stumpfen Waffen und fiel wehrlos aus den Punkterängen. In der Schlussphase konnte er zwar Boden gut machen, für die Punkteränge reichte es dennoch nicht. Der dritte „Nuller“ in der laufenden Saison lassen die Titelambitionen schwinden. Note: 4

Christian Abt (15 / 13 / 13 / 7 / 13 / 10): Mit einem sensationellen Start läutete Christian das Rennen ein - von Position sieben katapultierte sich der Kemptener auf den zweiten Platz, den er in der ersten Kurve an Schneider abtreten musste. Danach versuchte er sich als Teamplayer - als er Tomczyk und Kristensen passieren lassen wollte, kamen auch weitere Kontrahenten und Markenkollegen vorbei. Christian konnte nicht mehr entscheidend Boden gutmachen - am Ende blieb nur Platz zehn. Neben dem guten Start gab es ein weiteres erfreuliches Ergebnis für den Bruder von Teamchef Hans-Jürgen Abt: Zum ersten Mal in der laufenden Saison erreichte er die Runde der letzten acht im Qualifying. Note: 3

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