DTM Norisring – die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2008-06-30 13:15:00

DTM Norisring – die Analyse Teil 1

DTM Norisring – die Analyse Teil 1

Traditionell ist das Rennen auf dem Nürnberger Stadtkurs der Höhepunkt in der populärsten internationalen Tourenwagenserie. Was die Akteure am Sonntag bei hochsommerlichen Temperaturen leisteten war enorm, der Kampf auf der Strecke war beste Werbung für die kommenden Rennen und ein erneuter Besuch im „Monaco der DTM“ 2009. Jamie Green und Bruno Spengler sorgten für einen Mercedes-Benz Doppelsieg, Audi-Mann Timo Scheider komplettierte als Dritter das Podium. Ralf Schumacher zeigte auf dem einzigen Stadtkurs im Kalender Stärke, wurde aber durch einen technischen Defekt gestoppt. dtm.com hat die Leistung aller Fahrer und Teams unter die Lupe genommen und analysiert.

Jamie Green (14 / 5 / 7 / 2 / 9 / 1): Jamie werden die wenigsten auf ihrer Rechnung gehabt haben – im Vordergrund stand Spengler und sein möglicher dritter Norisring-Sieg in Folge. Der Brite setzte sich jedoch beim Start beherzt an die Spitze und gab diese bis ins Ziel nicht mehr her. Eine Schrecksekunde gab es nur beim zweiten Boxenstopp, als die Tankkanne hängen blieb. Nach wenigen hundert Metern war die Aufregung jedoch Geschichte. Über die schwankenden Leistungen in den beiden Tests und dem freien Training kann man hinwegsehen – wenn es darauf ankam, war Jamie zur Stelle und liegt nun in der Tabelle in aussichtsreicher Position.
Note 1

Bruno Spengler (6 / 1 / 1 / 1 / 10 / 2): Bruno war der dominierende Mann des Norisring-Wochenendes. Mit drei Bestzeiten, eine davon im wichtigen Qualifying, war sein Traum vom dritten Nürnberg-Sieg in Folge zum Greifen nah. Er erwischte jedoch keinen guten Start und ließ in der ersten Kurve die nötige Aggressivität vermissen, so dass Green in Führung ging. Im Verlauf der 74 Runden auf dem Stadtkurs führte kein Weg an seinem Teamgefährten vorbei. Bruno will endlich den Titel – mit seinem zweiten Saisonsieg hat Green zunächst aber die Rolle der Mercedes-Benz-Speerspitze übernommen. Bruno muss in den verbleibenden sechs Rennen angreifen.
Note 2

Timo Scheider (2 / 6 / 2 / 4 / 1 / 3): Wieder einmal war Timo bester Audi-Fahrer – sowohl im Rennen als auch über das gesamte Wochenende betrachtet. Bis auf das Ergebnis im zweiten Test am Freitag war der Lahnsteiner immer unter den Vier zu finden. Mit seinem dritten Platz verteidigte Scheider zudem die Führung in der Fahrerwertung, wenn auch nur knapp. Nach einem verpatzten Start, sah es nicht nach einem Podiumsplatz für Timo aus. Aber eine gute Rennstrategie, gute Stopps und konstant schnelle Rundenzeiten spülten ihn nach vorne. In der letzten Runde profitierte er von den nachlassenden Bremsen seines Teamkollegen Ekström.
Note 2

Mattias Ekström (1 / 4 / 4 / 4 / 8 / 2 / 4): Wie Scheider leistete sich Eki am Norisring nur einen Ausrutscher, ansonsten war der Schwede wie sein Teamkollege immer unter den Top Vier. Ausgerechnet im Qualifying lief es für den amtierenden Champion nicht gut, Platz acht. Im Rennen konnte sich Eki kontinuierlich nach vorne arbeiten, machte in der ersten Runde zwei Position gut und arbeitete sich langsam nach vorne. Gegen einen stark fahrenden Scheider musste er sich rundenlang wehren. Der unnötige Verbremser in der letzten Runde kostete ihn Platz drei.
Note 3

Paul di Resta (13 / 9 / 5 / 3 / 4 / 5): Ein Wochenende voller Höhen und Tiefen : Die beste Platzierung erreichte Paul im Qualifying, hinter seinen Kollegen Spengler und Green beendete er den Kampf um die besten Startplätze als Dritter. In allen anderen Sessions schwankte die Leistung des HWA-Aufsteigers zwischen Platz vier und 13. Im Rennen lief es ähnlich.. Erst berührte er in der Anfangsphase die Mauer, dann drehte er sich. Mit Kampfgeist hielt er sich in den Punkten und wurde Sechster. Nach dem Startplatz drei nicht das Ergebnis, das sich der Schotte vorgestellt hatte.
Note 3

Bernd Schneider (4 / 2 / 3 / 7 / 12 / 6): Der DTM-Rekordchampion kam am Norisring nicht so gut zurecht wie seine Teamkollegen Spengler, Green und di Resta. Nach den Tests am Freitag und dem Freien Training am Samstagmorgen, in denen er nie schlechter als Platz vier war, hatte sich Schneider für den Kampf um die besten Starplätze mehr erhofft. Bernd wurde sowohl im Qualifying als auch im Rennen Siebter. Bis Runde 16 war Schneider zwischenzeitlich auf den zehnten Platz zurückgefallen. Gegen Rennende beklagte Schneider Probleme mit der Bremsbelüftung und musste Tempo rausnehmen.
Note 3

Tom Kristensen (3 / 11 / 8 / 6 / 5 / 7): Sowohl im Qualifying als auch im Rennen hatte sich Tom mehr erhofft: Die Plätze sechs und acht in Qualifying und Rennen waren keine optimale Ausbeute für den Dänen. Und auch in den anderen Sessions musste Kristensen meist den anderen 2008er-Modellen den Vortritt lassen. Dabei konnte der Le Mans-Rekordchampion im Rennen zunächst Positionen gut machen, hetzte den Mercedes-Benz auf den Plätzen eins bis drei als Vierter hinterher. Richtigen Druck auf die vor ihm fahrenden Autos konnte er aber nicht ausüben. Im Verlauf des Rennens musste er – wie andere Fahrer auch – mit überhitzten Bremsen kämpfen, die weitere Attacken nicht zuließen. Runde für Runde verlor er Positionen, am Ende überquerte er als Achter die Ziellinie. Zudem plagten den Dänen Krämpfe.
Note 4

Mathias Lauda (10 / 12 / 14 / 14 / 7 / 8): Mattias fuhr auf dem Norisring nicht nur die erste Top-Ten-Platzierung in der laufenden Saison ein, sondern nach der Disqualifikation von Paffett auch den ersten Punkt. Der Österreicher rangierte über das Gesamte Wochenende im Mittelfeld und leistete sich keine Ausrutscher. Im Rennen war er auf einem Niveau mit Schumacher, von seinen direkten Konkurrenten musste er sich auf der Strecke nur Paffett geschlagen geben. Insgesamt arbeitete Mathias sich sechs Plätze nach vorne, im Endergebnis war er bester Jahreswagenfahrer und holte in der Saison erstmals Punkte.
Note 2

Maro Engel (12 / 8 / 12 / 12 / 6 / 9): In der Bugwelle seines prominenten Teamgefährten Schumacher erreichte Maro souverän die zweite Runde des Zeittrainings. Startplatz zwölf war das beste Qualifyingergebnis des 22-Jährigen Müncheners. Im Rennen hielt er sich tapfer in Schlagdistanz zu den Punkterängen. Als Schumacher ausschied, war der erste Zähler zum Greifen nahe, mit Bremsproblemen musste er sich dann aber Lauda in der Schlussphase geschlagen geben.
Note 3

Susie Stoddart (18 / 19 / 17 / 15 / 13 / 10): Susie war mit ihrer Leistung vor allem im Rennen zufrieden. Mit Platz zehn ließ die Schottin alle 2006er und 2007er Audi hinter sich. Mit einer guten Strategie und zwei schnellen Stopps machte sie fünf Plätze gut und errang ihre erste Top-Ten-Platzierung 2008. Mit einer stärkeren Leistung im Qualifying wäre Susie von der Rennperformance her in der Lage, in die Punkte zu fahren.
Note 2

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