DTM Norisring: Die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2009-06-29 16:30:00

DTM Norisring: Die Analyse Teil 1

DTM Norisring: Die Analyse Teil 1

Am Sonntag konnten die DTM-Fans ein typisches Norisring-Rennen verfolgen. Der einzige Stadtkurs im DTM-Kalender steht seit Jahren für packenden Motorsport mit spannenden Positionskämpfen auf der Strecke. Beim Saisonhöhepunkt feierte Jamie Green in der AMG Mercedes C-Klasse aus dem Vorjahr seinen zweiten Nürnberg-Sieg in Folge. Kämpferisch setzte er sich in der Schlussphase an die Spitze, Bruno Spengler (Mercedes-Benz) sowie Mattias Ekström und Timo Scheider (beide Audi) hatten das Nachsehen. DTM.com hat die Leistung aller 20 DTM-Fahrer von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

Jamie Green (1 / 7 / 3 / 1): Jamie hatte auf dem Norisring allen Grund zum Feiern. Vor allem, nachdem er 2009 einen Jahreswagen pilotiert. Von Position sieben aus gestartet, spülte ihn eine perfekte Strategie nach vorne. In der spannenden Schlussphase agierte er deutlich aggressiver als sein Markengefährte Spengler und kam so gegen den in Führung liegenden Scheider zum Erfolg.
Note 1

Bruno Spengler (2 / 3 / 1 / 2): Bruno knüpfte auf dem Norisring dort an, wo er auf dem EuroSpeedway zuletzt aufgehört hatte. Nach einer Nullnummer beim Auftaktrennen ist der Kanadier aufgewacht und die Zeichen stehen auf Angriff. Von Platz drei aus nahm er das Rennen auf und kam dank einer goldrichtigen Strategie im letzten Renndrittel in Schlagdistanz zu Scheider. Nach einem fehlerfreien Rennen patzte Bruno, als er sich kurz vor Schluss endlich die Führung erobert hatte und musste Scheider erneut passieren lassen. Der Weg für Mitstreiter Green war damit frei und Spengler konnte nur Platz zwei ins Ziel retten.
Note 2

Mattias Ekström (3 / 2 / 6 / 3): Der lange ersehnte Norisring-Sieg war für Audi zum Greifen nah – Mattias einer der aussichtsreichen Kandidaten. Dass es am Ende dann doch nicht geklappt hat, lag zum Teil daran, dass er seine Führung, die er in Runde eins erobert hatte, freiwillig wieder hergab, um einer Bestrafung der Rennleitung aus dem Weg zu gehen. Der Positionswechsel mit Scheider fand genau zu dem Zeitpunkt statt, als Gelbe Flaggen rund um den Stadtkurs eine Safety-Car-Phase ankündigten. Im weiteren Verlauf kam er an Scheider nicht erneut vorbei und büßte dank einer nicht ganz optimalen Strategie wertvolle Zeit ein. Gegen Ende setzte der Schwede noch einmal alles auf eine Karte und beendete das Rennen auf dem Podium.
Note 2

Timo Scheider (4 / 1 / 8 / 4): Grippegeschwächt bestimmte Timo dennoch über weite Strecken das Tempo beim dritten Lauf des Jahres. Mit guten Boxenstopps und schnellen Zeiten, wenn es darauf ankam, konnte er seine Führung bis zur vorletzten Runde verteidigen. Mit schwindender Balance an der Hinterachse hatte der amtierende Champion den Angreifern dann aber nichts entgegen zu setzen. Als Green zum finalen Angriff blies, konnte Timo einen Quersteher nicht vermeiden, so dass auch Spengler und Ekström passieren konnten. Platz vier sichert zumindest die Tabellenführung.
Note 2

Gary Paffett (6 / 4 / 7 / 5): Im Vergleich zu seinen Markengefährten Green und Paffett verblasste der Stern von Gary auf dem Norisring. Startplatz vier war eine gute Ausgangsposition, um im Rennen nachzulegen. Auf der Strecke konnte er sich gegen Ekström gut behaupten, ein nicht optimal getimter zweiter Stopp kostete am Ende Platz vier.
Note 3

Ralf Schumacher (5 / 8 / 11 / 6): Die Sensation vor Augen kam für Ralf die große Ernüchterung in der Aufbereitung des Qualifyings. Hatte sich der Ex-F1-Star auf der Strecke noch Startplatz vier erkämpft, musste sich das Team später eingestehen, dass mehr als die erlaubten acht Runden in Q3 absolviert worden waren. Von Position acht nahm Ralf das Rennen auf. Beim Start büßte er zunächst einen Platz ein, kämpfte sich dann jedoch tapfer nach vorne und machte zwei Positionen gut – die ersten Punkte für Ralf 2009.
Note 3

Paul Di Resta (8 / 10 / 5 / 7): Hinter Paul liegt ein schwaches Norisring-Wochenende. Im schwierigen Qualifying kam der Schotte über Platz zehn nicht hinaus. Da sein Team im Folgenden gegen die Parc-Fermé-Bestimmungen verstieß, blieb ihm am Ende nur Startplatz 15. Von so weit hinten noch in die Punkte zu fahren ist aller Ehren wert. Gemessen an seinen Kollegen in der aktuellen C-Klasse sind zwei magere Punkte jedoch nicht genug.
Note 3

Tom Kristensen (12 / 9 / 10 / 8): Tom kam während des ganzen Rennwochenendes nicht richtig in Tritt. Im Qualifying nur Neunter konnte er sich auch im Rennen nicht positiv in Szene setzen. Der Däne hatte mit überhitzten Hinterreifen und Bremsen zu kämpfen. Ein Indiz dafür, dass es ihm nicht gelang, sein Fahrzeug optimal auf die Besonderheiten der Rennstrecke abzustimmen. Ein magerer Punkt ist zu wenig.
Note 4

Mike Rockenfeller (14 / 12 / 13 / 9): Nach einem schwachen Qualifying setzte Rocky alles daran, im Rennen mit einer starken Performance zu glänzen. Dies gelang nur zum Teil. Das Set-up stimmte, die Strategie ebenfalls, allerdings führte mit fairen Mitteln kein Weg an Kristensen vorbei. „Ich war viel schneller als Tom“, meinte er.
Note 3

Susie Stoddart (13 / 11 / 4 / 10): Wieder nichts mit Punkten. Susie war nach dem verregneten Qualifying guter Dinge, dass es mit Startplatz elf – ihr persönlich bestes Saisonergebnis – endlich zu den lang ersehnten Punkten reichen könnte. In der Anfangsphase konnte sie sich im Feld behaupten, nach dem zweiten Stopp klagte sie über mangelnde Balance. Mit stumpfen Waffen war es Susie nicht möglich, Boden gut zu machen.
Note 4

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