DTM Oschersleben – die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2007-05-07 17:27:34

DTM Oschersleben – die Analyse Teil 1

DTM Oschersleben – die Analyse Teil 1

Das Ergebnis beim zweiten DTM-Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben versetzte selbst Insider ins Staunen: Rückkehrer Paffett fährt im Jahreswagen den Sieg heraus, Neuling di Resta fährt in der zwei Jahre alten C-Klasse auf Platz zwei und mit Rockenfeller komplettiert ein weiterer Jahreswagenfahrer, der im Qualifying Startplatz zwei erobert hatte, das Podium. dtm.com hat die Leistungen der 20 DTM-Piloten genau unter die Lupe genommen und benotet.

Gary Paffett (14 / 11 / 3 / 8 / 5 / 1): Der Champion von 2005 ist zurück: Mit einer eindrucksvollen Vorstellung hat Gary in Oschersleben gezeigt, was in ihm steckt und was mit einem Vorjahreswagen alles möglich ist. Ein wenig belächelt wurden vor der Saison die, die dem Rückkehrer einen Sieg im 2006er-Auto zugetraut hatten, doch sie sollten Recht behalten. Auch wenn er sich in den vorangegangenen Session eher bedeckt hielt und Startplatz acht nicht die optimale Ausgangsbasis war, im Rennen waren Gary und sein Team hellwach – konstant schnelle Runden, eine perfekte Strategie bedeuteten am Ende Platz eins. Note 1

Paul di Resta (15 / 15 / 2 / 11 / 8 / 2): Nach seinem fulminanten DTM-Debüt in Hockenheim ließ es der eher ruhige Paul in Oschersleben erneut krachen und sorgte neben dem Sieg von Paffett für eine weitere Sensation: In einer zwei Jahre alten C-Klasse fuhr der Rookie aufs Podest. Dabei begann das Wochenende für Paul alles andere als verheißungsvoll, denn in beiden Tests am Freitag belegte er nach Problemen am Auto nur Platz 15. Im Qualifying verpasste er als Elfter er den Sprung in die dritte Runde des Shoot-outs um nur drei Zehntelsekunden. Einen Platz in den Punkten hatte man dem Nachwuchsstar im Rennen sicherlich zugetraut, aber der zweite Platz – dank sehr guter Strategie und konstanten Runden – war eine kleine Sensation. Note 1

Mike Rockenfeller (5 / 14 / 4 / 2 / 6 / 3): Aller guten Dinge sind drei – während Gary und Paul „nur“ am Sonntag für Überraschungen sorgten, machte „Rocky“ bereits am Samstag im Qualifying auf sich aufmerksam. Neben dem zweifachen Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen sicherte sich der Audi-Neuzugang den zweiten Platz in der ersten Startreihe. Im Rennen ließ der 23-Jährige den Finnen beim Start dann eiskalt stehen und bog in Führung liegend in die erste Kurve ein. Nach einem sehenswerten Duell gegen Häkkinen sicherte sich „Rocky“, der nach einer nicht ganz optimalen Strategie zwischenzeitlich auf Rang vier zurückgefallen war, eine Runde vor Schluss den Podestplatz. Toll gemacht. Note 1

Timo Scheider (13 / 5 / 6 / 6 / 10 / 4): Schnell und trotzdem machtlos: Über das gesamte Wochenende zeigte Timo eine konstante und schnelle Performance, war, bis auf den ersten Test am Freitagvormittag, immer unter den Top Ten zu finden. Im Qualifying war Timo in den ersten beiden Runden des Shoot-outs Schnellster, im alles entscheidenden dritten Durchgang wollte er dann aber doch zu viel und am Ende reichte es nur zu Startplatz sechs. Von dort aus ging es im Rennen dann noch zwei Plätze nach vorne. Gegen seinen Markenkollegen „Rocky“ war Timo im aktuellen Audi aber machtlos und das Podium in weiter Ferne. Insgesamt aber trotzdem eine gute Leistung des Aufsteigers. Note 2

Martin Tomczyk (9 / 4 / 8 / 7 / 12 / 5): Nach dem Traumstart in Hockenheim, als er hinter Ekström als Zweiter ins Ziel kam, liegt mit Oschersleben alles andere als ein Traumwochenende hinter dem Rosenheimer. Im Qualifying war Martin nur viertbester Audi-Mann auf Platz sieben – und hatte damit alles andere als eine gute Ausgangsbasis für das Rennen. Zwar machte der Rosenheimer am Sonntag keine gravierenden Fehler, aber auch Highlights blieben aus und er agierte mehr oder weniger unauffällig. Die vier Punkte reichten immerhin noch dafür, mit Ekström und di Resta an der Spitze der Fahrerwertung gleichzuziehen. Note 3

Bernd Schneider (7 / 6 / 12 / 10 / 16 / 6): Bernd zählt zu den tragischen Helden des zweiten DTM-Wochenendes 2007. Im Qualifying erreichte der fünffache DTM-Champion nur Startplatz zehn. Bereits in der Einführungsrunde verkündete er per Live-Schaltung ins TV Kupplungsprobleme an seiner AMG-Mercedes C-Klasse - dadurch fiel Bernd beim Start bis auf den letzten Platz zurück. Danach zeigte er sich kämpferisch und fuhr bis auf Platz sechs nach vorne - starke Leistung. Note: 3

Mattias Ekström (1 / 1 / 9 / 4 / 4 / 7): Unmittelbar nach dem Start wird Ecki wohl geflucht haben, hatte er sich doch mit einer kleinen Unaufmerksamkeit die Aussicht auf die alleinige Tabellenführung kurzer Hand selber zunichte gemacht. Beim Spielen mit der Kupplung seines Audi A4 DTM rollte der Wagen an, die Durchfahrtsstrafe für den Frühstart folgte prompt. Analog zu Schneider kämpfte sich der Schwede wie ein Besessener durch das Feld und sammelte zumindest noch zwei magere Punkte und betrieb so Schadensbegrenzung. Ohne die Strafe wäre viel mehr drin gewesen. Note: 3

Alexandros Margaritis (17 / 13 / 14 / 13 / 9 / 8): Seine gute Performance vom Saisonauftakt konnte Alexandros nur zum Teil bestätigen. Im Qualifying hakte es bei dem Griechen und Startplatz 13 war für den engen Kurs in der Magdeburger Börde nicht gerade ein Garant für Punkte im Rennen. Dass es am Ende doch noch für einen Zähler gereicht hat, war zum Teil Glück, profitierte er doch von Mikas Reifenschaden in der vorletzten Runde. Ein Punkt ist besser als nichts, zufrieden sollte Alexandros damit jedoch nicht sein - gerade im Vergleich mit den Topleistungen seiner Jahreswagen-Mitstreiter. Note: 3

Adam Carroll (4 / 3 / 7 / 14 / 11 / 9): Was sich bereits in Hockenheim angedeutet hatte, fand in Oschersleben seine Fortsetzung. Adam fuhr in allen freien Trainingssitzungen im vorderen Mittelfeld. Im Qualifying brach der Brite eine schnelle Runde nach einem kleinen Fehler ab, weil er davon ausging, dass seine Zeit aus dem ersten Abschnitt des Shoot outs für Teil zwei gesetzt sei. Startplatz 14 war das Ergebnis. Als Neunter verfehlte Adam die Punkteränge am Ende nur knapp - vielleicht klappt es ja am EuroSpeedway Lausitz. Note: 3

Christian Abt (6 / 12 / 15 / 9 / 13 / 10): Christian stellte in Oschersleben zum wiederholten Mal seine Fähigkeiten als Teamplayer unter Beweis. Von Position neun aus gestartet waren Punkte im Rennen fast schon sicher, zumal er mit der Performance seines Audi und der Leistung seiner Truppe mehr als zufrieden war. Dass es am Ende nicht gereicht hat, war darauf zurückzuführen, dass der Allgäuer Scheider und Ekström kampflos passieren ließ. Note: 3

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