DTM-Oschersleben: Die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2008-04-21 16:45:00

DTM-Oschersleben: Die Analyse Teil 1

DTM-Oschersleben: Die Analyse Teil 1

Das DTM-Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben war von einem Fahrer geprägt: Timo Scheider drückte der Veranstaltung souverän seinen Stempel auf. Mit Ausnahme im Warm-up war der Audi-Werksfahrer stets das Maß der Dinge. Die Mercedes-Benz-Fahrer konnten den Abstand zur Spitze weiter verkürzen, Bruno Spengler sicherte den Stuttgartern mit Platz drei die erste Podiumsplatzierung. Der zweite von elf Läufen 2008 bot packenden Motorsport auf der Rennstrecke, eine Reihe von Strafen würfelte das Klassement ordentlich durcheinander. dtm.com hat die Leistung aller Fahrer und Teams unter die Lupe genommen und analysiert.

VIDEO136#Timo Scheider (1 / 1 / 1 / 1 / 8 / 1): Ein absolut perfektes Rennwochenende von Timo. In allen Sessions, mit Ausnahme im Warm-up am Sonntagmittag fuhr er im Audi A4 DTM die Bestzeit. Und dies zumeist deutlich. Im Qualifying sicherte er sich den besten Startplatz mit 1,3 Zehnteln vor Kristensen und 4,5 Zehnteln vor Tomczyk. Von der Pole-Position aus gestartet fuhr Timo die schnellste Rennrunde und schließlich einen nie gefährdeten ersten Sieg in seinem 77. DTM-Rennen ein. An die Leistung des 29-Jährigen kam in der Motorsport Arena Oschersleben niemand heran.
Note 1

Martin Tomczyk (5 / 12 / 6 / 3 / 6 / 2): Martins Leistung in Oschersleben war nicht konstant, jedoch war er immer dann zur Stelle, wenn es drauf ankam. Nachdem er mit dem Setup seines Audi in den beiden Tests am Freitag und dem freien Training nicht hundertprozentig im Reinen war, klappte es im Qualifying deutlich besser. Startplatz drei und Platz zwei im Rennen zeigen, dass er sich in den letzten Jahren von einem schnellen zu einem konstant schnellen Piloten entwickelt hat. Mit seinem Ergebnis kann er zufrieden sein, denn der Rosenheimer ist realistisch genug, um zu erkennen, dass gegen Überflieger Scheider in der Magdeburger Börde kein Kraut gewachsen war.
Note: 2

Bruno Spengler (8 / 4 / 4 / 5 / 1 / 3): Bruno fuhr beim zweiten Rennen 2008 seinen ersten Podiumsplatz ein. Gerade im Vergleich zum Vorjahr, als der Kanadier nach den ersten beiden Rennen noch gänzlich ohne Punkte dastand, könnte er damit durchaus zufrieden sein. Ist er aber nicht. Im Qualifying betrug der Rückstand auf die Spitze mehr als eine halbe Sekunde. Auch im Rennen fehlten im direkten Vergleich mit Sieger Scheider fast vier Zehntel in der schnellsten Runde. Doch wer den 24-Jährigen kennt, weiß, dass dieser Rückstand nur Ansporn ist, zusammen mit seinem Team daran zu arbeiten, die aktuelle C-Klasse weiter nach vorne zu bringen.
Note: 2

Paul di Resta (7 / 2 / 3 / 6 / 5 / 4): Nach der Schlappe in Hockenheim waren Platz vier und fünf Punkte für Paul eine große Steigerung. Nach dem Qualifying war der HWA-Neuzugang ehrlich genug, um zuzugeben, dass ihm nach Fehlern keine perfekte Runde gelungen war. Für den erhofften Podiumsrang hat es nicht ganz gereicht – aber es besteht kaum ein Zweifel, dass dieser nicht mehr lange auf sich warten lässt. Im Rennen profitierte Paul von Kristensens Frühstart und von der Tatsache, dass der viertplatzierte Jarvis schon beim Start zahlreiche Positionen einbüßte.
Note: 3

Jamie Green (13 / 7 / 5 / 7 / 3 / 5): Auch Jamie konnte – ähnlich wie di Resta – aus eigener Kraft nur wenig ausrichten. Von Position sieben gestartet, fuhr er bis auf Platz fünf nach vorne. Nach einer Rangelei war seine C-Klasse beschädigt. Trotzdem konnte er Ekström in Runde 24 auf der Strecke passieren. In der Schlussphase des Rennens wehrte er die Angriffe von Winkelhock erfolgreich ab.
Note: 3

Markus Winkelhock (3 / 6 / 8 / 9 / 11 / 6): Neben Scheider zählt Winkelhock zu den Gewinnern des zweiten Saisonlaufes. Das Qualifying verlief nicht optimal, im Rennen blieb er von neun gestartet zunächst im Verkehr stecken und musste wegen eines Drehers von Jarvis über die Wiese ausweichen. Aus der ersten Runde kehrte er nur als Zwölfter zurück und kämpfte sich dann – auch dank zweier perfekter Boxenstopps – bis auf Platz sechs nach vorne. Damit war der 27-Jährige bester Fahrer eines Jahreswagens und holte zum ersten Mal in einem DTM-Rennen Punkte.
Note: 2

Mike Rockenfeller (14 / 10 / 9 / 11 / 4 / 7): Mike kehrte voller Zuversicht nach Oschersleben zurück. 2007 hatte er hier seine erste und bislang einzige Podiumsplatzierung erzielt. In den Tests kam er nicht so richtig in Schwung, im Qualifying verpasste er durch die Unterbrechung nach Prémats Ausritt die Chance auf einen guten Startplatz – nur Platz elf. Rocky erwischte einen guten Start und machte bereits in der ersten Runde drei Plätze gut – zwei weitere folgten bis zum Ende von Runde drei. Im letzten Renndrittel kämpfte er sich an dem amtierenden Champion Ekström vorbei und fuhr bis auf Platz sieben vor. Eine sehr gute und kämpferische Leistung.
Note: 2

Mattias Ekström (6 / 3 / 2 / 8 / 2 / 8): Nach seinem sensationellen Saisoneinstand in Hockenheim hatte Mattias in Oschersleben das Nachsehen. Der Schwede konnte zu keinem Zeitpunkt den Speed von Scheider mitgehen. Startplatz acht war der erste Rückschlag. Im Rennen betrieb Eki Schadensbegrenzung, was zunächst auch vielversprechend gelang – schon Platz fünf nach nur drei Runden. Bei einer Kollision wurde das Heck seines Audi A4 DTM allerdings so stark beschädigt, dass er in der Schlussphase nicht einmal den Jahreswagenfahrern aus dem eigenen Hause Paroli bieten konnte. Immerhin reichte es noch zu einem Zähler für das Projekt ‚Titelverteidigung‘.
Note: 4

Alexandre Prémat (12 / 9 / 11 / 14 / 14 /9): Alexandre kam auch bei seinem zweiten Einsatz im 2007er Audi nicht richtig in Schwung. Zu allem Überfluss machte er im Qualifying einen Fehler, drehte sich und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Der Schaden am A4 DTM war überschaubar, der Schaden in der Ergebnisliste hingegen weniger. Startplatz 14 war keine gute Ausgangsbasis für ein erfolgreiches Rennen. Zwar ging es nach dem Start einige Positionen nach vorne, für einen Punkterang reichte es am Ende dann nicht. Eine Schrecksekunde erlebte der Franzose, als er in der Boxengasse von Paffett torpediert wurde.
Note: 4

Ralf Schumacher (15 / 16 / 14 / 13 / 12 / 10): Schritt für Schritt arbeitet sich Ralf in der DTM nach vorne. Von den Rundenzeiten her, kann er noch nicht aus eigener Kraft in die Punkteränge fahren. Trotzdem ist der Aufwärtstrend spürbar, immerhin erreichte er den zweiten Qualifying-Abschnitt. Seine Konstanz und die große Erfahrung aus dem Haifischbecken ‚Formel 1‘ verhalfen ihm zu einem Achtungserfolg. Während sich seine Mitbewerber durch Fahrfehler und Strafen selber um ein gutes Ergebnis gebracht haben, fuhr Schumi II ein unauffälliges Rennen und fehlerfreies, so dass er bis auf Platz zehn nach vorne fuhr. Die erste Top-10-Platzierung für Ralf, zudem war er in der Endabrechnung schnellster Fahrer einer AMG Mercedes C-Klasse des Jahrgangs 2007.
Note: 2

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