DTM Oschersleben: Die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2009-08-03 17:00:00

DTM Oschersleben: Die Analyse Teil 1

DTM Oschersleben: Die Analyse Teil 1

Audi dominierte das Rennwochenende in der Motorsport Arena Oschersleben fast nach Belieben. Vor allem die aktuellen A4 DTM, aber auch die Jahreswagen waren der Konkurrenz von Mercedes-Benz, die erfolgsbedingt mit Übergewicht zu kämpfen hatte, überlegen. Nach 48 Runden auf dem 4,696 Kilometer langen Kurs in der Magdeburger Börde holte sich Timo Scheider souverän seinen ersten Saisonsieg, seine Markengefährten Mattias Ekström und Martin Tomczyk komplettierten das Podium. Die Sternfahrer betrieben Schadensbegrenzung – Paul Di Resta, Gary Paffett und Bruno Spengler fuhren auf die Plätze vier bis sechs. DTM.com hat die Leistung aller 19 DTM-Fahrer von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

Timo Scheider (7 / 2 / 1 / 1): Dem amtierenden DTM-Champion Timo wurde in Oschersleben die Ehre zuteil, für seinen Arbeitgeber Audi den 50. DTM-Sieg nach Hause zu fahren. Den Grundstein für den Erfolg legte er im Qualifying mit Startplatz zwei. Auf den ersten Metern des Rennens eroberte er dann die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr her. Mit einer perfekten Strategie und zwei sehr guten Boxenstopps war Timos Triumph zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Und nach dem ersten Sieg 2009 spielt er nun zudem auch in der Meisterschaft wieder eine Rolle… Weiter so!
Note 1

Mattias Ekström (2 / 4 / 4 / 2): Im Qualifying war Mattias der schwächste der vier Abt-Piloten an der Spitze, wenn man davon bei den hauchdünnen Abständen in der DTM überhaupt reden kann. Im Rennen rückte der zweifache DTM-Champion dann alles wieder gerade. Nach einem kleinen Fehler kassierte er seinen Teamgefährten Tomczyk und fuhr fortan sicher Platz zwei nach Hause.
Note 1

Martin Tomczyk (3 / 3 / 3 / 3): Martin ist definitiv zurück. Nach Platz vier in Zandvoort fuhr der Rosenheimer nun auf den lange erwarteten Podiumsrang. Vergessen sind die drei Nullrunden zu Saisonbeginn, nun gilt es die wieder erlangte Stärke weiter in Punkte umzusetzen. Im Rennen musste Martin sich nur seinem Teamgefährten Ekström geschlagen geben. Danach fuhren die drei Audi-Fahrer auf identischem Niveau und mit nahezu gleicher Strategie zum Dreifachsieg.
Note 1

Paul Di Resta (5 / 9 / 9 / 4): Paul ist wirklich ein Kämpfer. Bereits vor dem Rennen war abzusehen, dass es alleine aufgrund des Gewichtsunterschiedes zwischen Audi und Mercedes-Benz für die Fahrer einer aktuellen C-Klasse sehr schwer werden würde. Im Qualifying scheiterte der Schotte in der zweiten Runde und ging nur von Platz neun aus in das Rennen. Mit einem tollen Start schob er sich gleich bis auf die sechste Position nach vorne, dank einer guten Strategie machte Paul dann über den Rennverlauf weiter Boden gut und beendete das Rennen auf Platz vier als bester Mercedes-Benz-Fahrer. Mehr war in Oschersleben nicht drin.
Note 2

Gary Paffett (12 / 12 / 13 / 5): Ähnlich wie sein Teamgefährte Di Resta lebte Gary vor allem im Rennen seinen Vorwärtsdrang voll aus. Das Qualifying verlief mäßig, von Platz 12 aus gestartet, wurde er als Fünfter abgewinkt – eine reife Leistung. In der Schlussphase duellierte er sich rundenlang mit Di Resta im Kampf um Platz vier und ignorierte dabei zum Teil die Anweisungen seiner Box, die Reifen zu schonen. So gehört es sich für einen echten Racer!
Note 1

Bruno Spengler (9 / 6 / 6 / 6): Nach dem Qualifying war Bruno der einzige Lichtblick im Lager von Mercedes-Benz. Als einziger konnte er den Speed der Audi-Übermacht mitgehen und erkämpfte sich einen Platz in der dritten Qualifying-Session. Von Position sechs aus ging es in das Rennen, hier geriet der Franko-Kanadier dann buchstäblich unter die Räder. Mit nachlassendem Grip auf der Hinterachse wurde er von seinen Mitstreitern überrollt und fand sich am Ende hinter Di Resta und Paffett nur auf Platz sechs wieder. Das Ergebnis ist okay, aber weit entfernt von einem Triumph.
Note 3

Maro Engel (14 / 11 / 16 / 7): Im Qualifying musste sich Maro noch Green im baugleichen Fahrzeug geschlagen geben. Im Rennen kämpfte er sich dann mit viel Disziplin und einer guten Strategie bis auf Platz sieben nach vorne. Damit war er zugleich schnellster Fahrer eines AMG Mercedes C-Klasse aus dem Vorjahr. Die zwei Punkte hat er sich redlich verdient.
Note 2

Tom Kristensen (1 / 1 / 2 / 8): Für Toms Leistungen gibt es kaum Worte. Zwei seiner vier DTM-Siege errang der Däne in Oschersleben. Und mit der Pole-Position untermauerte er, dass auch in diesem Jahr mit ihm zu rechnen sein würde. Von der Performance her über jeden Zweifel erhaben, patzte der Däne dann vor dem Start und kam in der auf dem Asphalt markierten Startbox zu spät zum stehen. Für diesen ‚Fehlstart‘ erhielt er von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe und fiel bis an das Ende des Feldes zurück. Im Verlauf der 48 Runden kämpfte er sich dann bis in die Punkteränge zurück. Seine Überholmanöver hatten einen hohen Unterhaltungsfaktor, aber so ein Lapsus darf einem erfahrenen Piloten einfach nicht passieren.
Note 3

Jamie Green (11 / 10 / 7 / 9): Jamie fuhr in der Motorsport Arena Oschersleben ein bewegtes Rennen. Von Position zehn aus gestartet, verlor der Brite bei seinem zweiten Boxenstopp viel Zeit. Danach geriet er mit Schumacher aneinander, der ihn in der Hasseröder-Kurve in das Kiesbett schickte. Trotzdem waren Punkte in Reichweite, wenn nicht kurz vor Rennende Kristensen im überlegenen Audi noch vorbei gezogen wäre. So blieb Jamie der undankbare neunte Rang.
Note 3

Susie Stoddart (17 / 17 / 17 / 10): Susie fand am Samstag keine gute Abstimmung, so dass im Qualifying am Ende nur Startplatz 17 zu Buche stand. Im Rennen schlug sie sich tapfer und fuhr im Rahmen ihrer Möglichkeiten ordentliche Zeiten. Am Schluss profitierte die Schottin von den Ausfällen der Audi-Jahreswagenfahrer und wurde bis auf Platz zehn nach vorne gespült.
Note 3

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