DTM Shanghai: Die Analyse Teil 1 | DTM
2010-12-01 12:30:00

DTM Shanghai: Die Analyse Teil 1

DTM Shanghai: Die Analyse Teil 1

Das Saisonfinale der DTM auf dem anspruchsvollen Stadtkurs in der chinesischen Millionen-Metropole Shanghai hatte es in sich. Gefragt war die richtige Balance zwischen Speed und Vorsicht. Dies gelang Gary Paffett (Mercedes-Benz) am besten. Dank einer perfekten Strategie verwies der Brite seinen Markengefährten Paul Di Resta auf Platz zwei. Das Ergebnis reichte dem Schotten allerdings, um den Titel einzufahren. Den schnellsten Audi A4 DTM pilotierte der scheidende Champion Timo Scheider. DTM.com hat die Leistungen aller DTM-Piloten von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

Gary Paffett (3 / 6 / 2 / 17 / 1): Um seine theoretischen Chancen auf den Titelgewinn zu wahren musste Gary das DTM-Finale in Shanghai gewinnen – den Grundstein dafür legte er mit Platz zwei im Qualifying am Samstag. Mit fehlerfreier Fahrt durch den engen Leitplankenkanal in Shanghai und einer perfekten Boxenstrategie hat Gary seinen Teil dazu beigetragen, um die Titelchancen zu wahren. Der Rennsieg wäre allerdings eine Grundvoraussetzung gewesen. Für den Titel hat es am Ende zwar nicht gereicht, aber mit Saisonsieg Nummer drei wurde er Vize-Champion 2010 – nach dem letzten Rennen konnte Gary in der Tabelle sogar noch an Spengler vorbeiziehen.
Note 1

Paul Di Resta (2 / 1 / 1 / 5 / 2): Beim elften und letzten Rennen in Shanghai zeigte sich Paul in absoluter Bestform: Schnell, aber mit der mit der nötigen Portion Geduld lenkte er die Mission DTM-Titel bereits am Freitag in die richtigen Bahnen. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten Spengler behielt er auf der engen Rennstrecke die Nerven und eroberte am Samstag zunächst die Pole-Position. Nach einem verhaltenen Warm-up mit Platz fünf musste er im Rennen „nur noch“ ankommen. Er leistete sich keinerlei Fehler, wurde hinter Paffett Zweiter und hat sich damit den Traum des DTM-Champions erfüllt. Gratulation!
Note 1

Timo Scheider (7 / 5 / 4 / 4 / 3): Ohne ein starkes Team hinter dem Fahrer lassen sich keine Rennen gewinnen. Das wurde vor allem bei Timo Scheider deutlich. Auch wenn es zu einem Sieg nicht gereicht hat, so hat die Abt-Mannschaft von Timo einen Bären-Anteil am dritten Platz ihres Fahrers. Nachdem Scheider im Qualifying heftig abgeflogen und sein Audi dabei stark beschädigt wurde, setzten die ‚Äbte’ alles in Bewegung, um das Einsatzauto des Adria-Gewinners zum Rennstart wieder zu reparieren. Und die Mühen sollten nicht umsonst gewesen sein: Timo dankte es seinem Team mit einem dritten Platz im Rennen.
Note 1

Martin Tomczyk (1 / 7 / 8 / 1 / 4): Um vier Plätze konnte sich Martin im Rennen verbessern – auf dem engen Straßenkurs rund um Wissenschafts- und Technologie-Zentrum keine leichte Aufgabe. Mit einem besseren Startplatz wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen, aber seine schnellsten Sektorzeiten fuhr er genau in der Runde, als sich Scheider drehte – und Martin gerade noch dem havarierten Audi seines Teamkollegen ausweichen konnte. Für den Rosenheimer ist der vierte Platz das beste Ergebnis der Saison 2010.
Note 2

Miguel Molina (4 / 9 / 7 / 2 / 5): Miguel hat sich beim DTM-Finale in Shanghai mit einer konstanten und guten Leistung in die Winterpause verabschiedet. In allen Sessions war der Spanier schnell unterwegs. Fehlerfrei steuerte er seinen Audi A4 DTM über den engen Straßenkurs. Nach einem sehr guten siebten Platz im Qualifying konnte er sich im Rennen noch um zwei Positionen verbessern. Der fünfte Platz wurde mit vier Punkten belohnt – darüber hinaus wurde er nach elf Rennen als bester Rookie geehrt. Tolles Rennen, tolle Saison.
Note 2

Jamie Green (12 / 2 / 3 / 12 / 6): Nach seinem sehr guten Qualifying-Ergebnis mit Platz drei konnte Jamie im Rennen die Performance nicht ganz bestätigen. Im Leitplankenkanal von Shanghai büßte er dank einer nicht optimalen Strategie im Verkehr Zeit ein und verpasste so den möglichen Sprung auf das Podium. Am Ende sprang dennoch der Titel als bester Jahreswagenfahrer heraus.
Note 3

Markus Winkelhock (8 / 3 / 5 / 6 / 7): Markus ärgerte sich nach dem Rennen über eine völlig verkorkste Strategie. Denn während andere haderten, fühlte er sich auf dem Stadtkurs in Shanghai wohl. Dies zeigen auch die guten Ergebnisse in den beiden Trainings und dem Qualifying. Trotzdem bestätigt Platz sieben im Rennen, dass nach dem Erfolg in Adria die Pechsträhne endlich Geschichte ist. Leider zu spät in der Saison 2010, aber ein gutes Omen für das neue Jahr.
Note 3

David Coulthard (10 / 11 / 6 / 11 / 8): Bei seinem elften DTM-Rennen holte David endlich den ersten Punkt. Hinzu kam die schnellste Rennrunde und ein hervorragender sechster Startplatz – ein Rennwochenende, mit dem der Schotte rundum zufrieden sein kann. Mit einer glücklicheren Strategie wäre sogar mehr als Platz acht drin gewesen.
Note 2

Mattias Ekström (15 / 10 / 9 / 3 / 9): Mattias hat beim Finale vollkommen verwachst. Das Setup erlaubte dem Schweden nicht, von Startplatz neun aus, Plätze im Rennen gut zu machen. Deutlich sichtbar kämpfte er mit seinem Audi A4 DTM auf dem rutschigen Terrain in China. Ein schwacher Saisonabschluss.
Note 4

Ralf Schumacher (14 / 13 / 11 / 14 / 10): Ralf fand für den selektiven Stadtkurs nicht die richtigen Mittel, um seinen Speed in schnelle Rundenzeiten umzumünzen. Bereits im Qualifying blieb ihm nur der elfte Platz; im Rennen gab es kein Mittel, Positionen gut zu machen. Abgesehen von Überholmanövern, die sich äußerst schwierig gestalteten, wäre eine optimale Strategie Voraussetzung gewesen.
Note 3

Eingeklammert stehen die Platzierungen der Fahrer aus den einzelnen Sessions in der Reihenfolge Freies Training 1 / Freies Training 2 / Qualifying / Warm-up / Rennen.

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