DTM Zandvoort – die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2008-07-14 13:45:00

DTM Zandvoort – die Analyse Teil 1

DTM Zandvoort – die Analyse Teil 1

Das Zandvoort-Wochenende stand ganz im Zeichen der vier Ringe. Audi dominierte das Geschehen an der Spitze des Feldes Mattias Ekström und Timo Scheider teilten alle Bestzeiten unter sich auf. Mercedes-Benz kämpfte auf dem anspruchsvollen Kurs in den niederländischen Nordseedünen aufgrund der schwergewichtigen AMG Mercedes C-Klasse mit stumpfen Waffen. Für das Rennen setzte die HWA-Mannschaft auf einen Wetterwechsel – nur so hätten Spengler, Green & Co die Audi-Dominanz brechen können. Das Rennen blieb trocken, erst zur Siegerehrung setzte der ersehnte Regen ein und Audi feierte einen beeindruckenden Vierfachsieg. dtm.com hat die Leistung aller Fahrer und Teams unter die Lupe genommen und analysiert.

Mattias Ekström (3 / 3 / 3 / 1 / 1 / 1): Der amtierende Champion war der dominierende Mann in Zandvoort. Als es darauf ankam, nahm Mattias im Qualifying das Zepter in die Hand. Eindrucksvoll sicherte er sich die Pole-Position und drückte dem Rennen auf unverwechselbare Art und Weise seinen Stempel auf. Zusammen mit Scheider konnte er sich vom Feld absetzen und die knappe Führung vor dem Tabellenführer bis ins Ziel verteidigen. Nach seinem Sieg beim Auftaktrennen in Hockenheim war der Triumph in Zandvoort das wichtige Signal, dass mit ihm auch in dieser Saison zu rechnen sein wird. Eki belegt aktuell Rang zwei in der Fahrerwertung, auf Scheider fehlen fünf Punkte.
Note 1

Timo Scheider (1 / 1 / 1 / 2 / 2 / 2): Neben Ekström ist Timo der zweite große Gewinner des Zandvoort-Wochenendes. Bis zum Samstagmittag fuhr er alle Bestzeiten, ab dem Qualifying hatte er Platz zwei hinter dem dominierenden Schweden fest in Händen. Er hielt über den gesamten Rennverlauf den Druck auf seinen Teamgefährten aufrecht, fand aber keinen Weg vorbei. Auch wenn es für Timo nicht zum ersten Sieg in den Niederlanden gereicht hat, konnte er mit Platz zwei seine Führung in der Fahrerwertung weiter ausbauen. Am Ende also auch ohne Sieg ein perfektes Rennwochenende.
Note 1

Tom Kristensen (2 / 7 / 7 / 3 / 3 / 3): Zum dritten Mal in der Saison fuhr Tom als Dritter auf das Podium. Von Platz drei aus gestartet, musste sich der Däne eingestehen, dass er den Speed der beiden vorausfahrenden Ekström und Scheider nicht gehen konnte. Mit der schnellsten Rennrunde stellte er dennoch unter Beweis, was er zu leisten imstande ist.
Note 2

Martin Tomczyk (14 / 2 / 5 / 6 / 5 / 4): Während seine Teamgefährten über das gesamte Wochenende konstant schnell waren, gab es in Martins Ergebnisstatistik leichte Wellenbewegungen. Ein Tiefpunkt war das Qualifying, wo am Ende nur Startplatz sechs zu Buche stand. „Bei mir lief es leider nicht so gut“, kommentierte er am Samstag knapp. Im Rennen machte er gleich beim Start Positionen gut und reihte sich hinter dem Audi-Führungstrio auf Platz vier ein. Überholen konnte er allerdings nicht, da alle vier Audi gleich schnell waren.
Note 3

RBruno Spengler (7 / 12 / 10 / 5 / 4 / 5): Bruno kämpfte in Zandvoort, wie auch seine Teamgefährten, mit stumpfen Waffen. Am Ende machte er einfach das Beste aus seinen Möglichkeiten und beendete den sechsten Lauf des Jahres als bester Mercedes-Benz-Fahrer. Im Qualifying leistete er sich auf seiner schnellen Runde einen kleinen Fehler. Von Startplatz fünf nahm er das Rennen auf, musste sich dem nach vorne stürmenden Tomczyk geschlagen geben und schob sich seinerseits an Green vorbei, der einen schwachen Start erwischte. Von da an waren die Positionen bezogen. Mit noch fünf ausstehenden Rennen wird der sympathische Franko-Kanadier den Kopf nicht in den Sand stecken.
Note 3

Jamie Green (12 / 11 / 8 / 4 / 6 / 6): Nach schwachen Ergebnissen in den Tests am Freitag konnte Jamie im Qualifying genau zur richtigen Zeit seine Leistung abrufen – für die erste Startreihe hat es zwar nicht gereicht, Startplatz vier als bester Mercedes-Benz-Fahrer war aber eine gute Ausgangsbasis für das Rennen. Eine gute Position im Rennen verlor Jamie, bevor es richtig losging: Beim Start patzte er drei Plätze, fiel bis auf Rang sieben zurück und konnte nur eine Position wieder gutmachen. In der Fahrerwertung rutsche Jamie auf Rang drei ab, hat mit sechs Punkten Rückstand auf Scheider aber noch Anschluss zur Spitze.
Note 3

Paul di Resta (5 / 10 / 6 / 7 / 7 / 7): Das Wochenende in Zandvoort stand für Paul unter keinem guten Stern: In keiner Session war der Schotte besser als Platz fünf. Hinter Spengler und Green war der 22-Jährige oft nur dritte Kraft bei Mercedes-Benz. Platz sieben im Qualifying war nicht die beste Startposition mit Ausblick auf einen Podiumsplatz. Beim Start profitierte Paul vom schlechten Wegkommen seines Markenkollegen Green, musste den gewonnen Platz aber nach einem verpatzten Boxenstopp aber wieder abgeben. Green enteilte mit großen Schritten und von hinten stürmten Schneider, Rockenfeller und Winkelhock heran. Der siebte Platz war am Ende Schadensbegrenzung.
Note 4

LMarkus Winkelhock (6 / 13 / 4 / 9 / 14 / 8): Ein ganz starkes Wochenende von Markus, der immer wieder seinen Speed unter Beweis stellte. Im Qualifying verpasste er als Neunter den Einzug in die dritte Runde nur um knapp eine zehntel Sekunde. Am Samstag spekulierte er bereits auf Punkte – und ließ seinen Worten Taten folgen. Mit einem sehenswerten Überholmanöver war Markus der lachende Dritte beim Duell Rockenfeller gegen Schneider. Lohn für seine Mühen war Platz acht und ein Punkt.
Note 2

Bernd Schneider (10 / 14 / 11 / 12 / 11 / 9): Ein rabenschwarzes Wochenende für den DTM-Rekordchampion. Nur im Rennen schaffte es Bernd in die Top Ten, einen Punkterang verpasste er als Neunter knapp. Insgesamt blieb er – gemessen an den Ergebnissen seiner Teamkollegen – hinter seinen Möglichkeiten und agierte weitestgehend unauffällig. Im Qualifying wäre mehr drin gewesen als Platz zwölf. Im Rennen setzte er rundenlang Mike Rockenfeller unter Druck und als Bernd die Chance für ein Überholmanöver nutzen wollte, gerieten beide aneinander und mussten zusehen, wie Winkelhock aus dem Schatten an beiden vorbeiging.
Note 4

Mike Rockenfeller (13 / 6 / 12 / 10 / 8 / 10): Der große Verlierer des Duells gegen Schneider: Nachdem Rocky im Rennen über weite Strecken die Angriffe des Routiniers abwehren konnte und als Achter auf Punktekurs war, hatte er am Ende das Nachsehen. Die Punkte heimste sich Markenkollege Winkelhock ein und Platz neun verlor er an Schneider. Dabei hatte sich Rocky bis zu dem Überholmanöver kampfstark gezeigt und von Startplatz zehn zwei Positionen gut gemacht. Im Qualifying beschädigte er sich die hintere Karosserie am Auto was vielleicht eine bessere Platzierung verhinderte. In allen anderen Sessions rangierte Mike immer um Platz zehn. Dass mehr möglich gewesen wäre zeigte vor allem Oliver Jarvis.
Note 3

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