DTM Zandvoort: Die Analyse Teil 1 | DTM
2010-08-23 18:00:00

DTM Zandvoort: Die Analyse Teil 1

DTM Zandvoort: Die Analyse Teil 1

Gary Paffett (Mercedes-Benz) gewann den sechsten Saisonlauf vor seinem Markenkollegen Paul Di Resta und Audi-Pilot Timo Scheider, der sich tags zuvor beeindruckend die Pole-Position gesichert hatte. Leider verpatzte Scheider den Start, so dass die beiden Mercedes-Benz-Piloten kampflos in Führung gingen. Das Duo setzte sich fortan vom Feld ab – den Fans blieb so ein spannender Kampf um die Spitze verwehrt und die Frage bleibt offen, ob Scheider die Führung hätte verteidigen können. DTM.com hat die Leistungen aller DTM-Piloten von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

Gary Paffett (10 / 6 / 2 / 7 / 1): Mit seinem Sieg in Zandvoort, dem zweiten in der laufenden Saison, ist Gary wieder voll in den Titelkampf mit eingestiegen. Die Führung eroberte er kampflos als Polesetter Scheider den Start verpatzte. Direkt setzte er sich mit schnellen Rundenzeiten vom Feld ab, nur Di Resta konnte den Speed des Briten mitgehen. Auch die HWA-Mannschaft leistete sich keinerlei Fehler.
Note 1

Paul Di Resta (11 / 4 / 3 / 1 / 2): Paul sicherte sich zum dritten Mal in der laufenden Saison Platz zwei. Wie schon auf dem EuroSpeedway Lausitz und dem Nürburgring war der Schotte ohne jeden Zweifel schnell, fand jedoch kein probates Mittel, um in Führung zu gehen. Die erneut gute Punkteausbeute bringt ihn jedoch ebenfalls in eine gute Ausgangsposition, um im Kampf um den Titel ein Wörtchen mitreden zu können. Dafür muss er sich aber noch ein kleines bisschen aggressiver zeigen.
Note 1

Timo Scheider (5 / 2 / 1 / 11 / 3): Beeindruckend sicherte sich Timo im Qualifying am Samstag die Pole. Beim Start patzte er dann jedoch und fiel bis in das Mittelfeld zurück. Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch, und vor allem auch einer perfekten Strategie seines Teams, machte er bei den Boxenstopps kampflos Positionen gut. Im Rennen konnte er auch Ekström hinter sich halten und zumindest einen Podestplatz einfahren.
Note 3

Mattias Ekström (3 / 1 / 5 / 2 / 4): Mattias galt lange Zeit als Audi-Speerspitze für die Saison 2010. Noch hat er auch die beste Position aller Ingolstädter Piloten inne. Die Formkurve ist derzeit jedoch eher schwankend. Zum Glück für den Schweden hatte auch Spengler in Zandvoort ein schwaches Wochenende. Der Meisterschaftszug ist somit noch nicht abgefahren, Ecki sollte sich jedoch darauf konzentrieren, schneller Boden auf die Spitze gut zu machen. Im Rennen setzte er sich gegen Molina durch und verzichtete im direkten Duell mit Scheider auf eine Harakiri-Aktion. Fünf Punkte sind besser als nichts, es wäre aber mehr drin gewesen.
Note 3

Miguel Molina (12 / 3 / 4 / 4 / 5): Miguel war der Mann des Wochenendes. Bei seiner Premiere auf der anspruchsvollen Fahrerstrecke in Zandvoort überzeugte der junge Spanier und fuhr im Qualifying bis auf Platz vier nach vorne. Im Rennen blieb er ständig in Schlagdistanz zur Spitze. Den Speed von Paffett und Di Resta konnte er zwar nicht mitgehen, dazu waren aber auch seine weitaus erfahreneren Kollegen Scheider und Ekström nicht in der Lage. Miguel gab sich im direkten Duell Ekström geschlagen. Das Ergebnis war ein außerordentlich überzeugender fünfter Platz im Rennen und verdiente vier Punkte für die Fahrerwertung. Die Tatsache, viele Routiniers hinter sich gelassen zu haben, sollte ihm viel Selbstvertrauen für die kommenden Rennen geben.
Note 1

Oliver Jarvis (8 / 11 / 6 / 8 / 6): Nach der Schlappe vom Nürburgring war es für Oliver wichtig, zumindest Punkte einzufahren. Dies ist ihm in Zandvoort gelungen. Platz sechs im Qualifying bestätigte der Brite im Rennen. Wie andere Audi-Kollegen verzichtete er auf Überholmanöver mit der Brechstange. Am Ende gehen drei Punkte so in Ordnung.
Note 3

Bruno Spengler (13 / 5 / 7 / 12 / 7): Mit unglaublicher Konstanz startete Bruno in die Saison 2010. In Zandvoort zeigte er nun zum ersten Mal Nerven. Vom Speed her konnte er der Konkurrenz aus eigenem Hause nicht das Wasser reichen. Im Rennen war er der brillanten Audi-Strategie unterlegen. Immerhin blieb nach einem kurzweiligen Rennen im Mittelfeld ein Trostpflaster in Form von zwei Punkten und die Gewissheit, dass der Vorsprung in der Tabelle – vor allem auf die Audi Fahrer – noch sehr komfortabel ist.
Note 3

Martin Tomczyk (7 / 16 / 10 / 14 / 8): Martin muss weiter auf seine persönliche Initialzündung in die Saison 2010 warten. Auch das Rennwochenende in Zandvoort verlief alles andere als zufriedenstellend. Im Qualifying gelang ihm keine perfekte Runde. Von Startplatz zehn aus machte er schnell Boden gut, um kurz vor dem ersten Stopp mit einem Reifenschaden wieder Boden einzubüßen. Danach kämpfte er am Rande der Punkteränge und konnte sich zumindest gegen Schumacher durchsetzen.
Note 4

Ralf Schumacher (16 / 13 / 8 / 10 / 9): Ralf und Zandvoort – aus dieser Kombination erwächst keine Liebe mehr. Startplatz acht war aus eigener Sicht in Ordnung – im Rennen reichte es dann leider nicht für Punkte. Zumindest bot der Deutsche den Zuschauern in der Schlussphase spannende Duelle mit Green und Tomczyk.
Note 4

Jamie Green (14 / 10 / 11 / 3 / 10): Jamie war der große Verlierer des Zandvoort-Wochenendes. Nach drei starken Ergebnissen in Folge folgte in den Niederlanden die zweite Nullrunde des Jahres. Schon im Qualifying fand der Brite kein ordentliches Setup. Startplatz elf wäre nur eine gute Ausgangsbasis gewesen, wenn die Persson-Mannschaft die Probleme in den Griff bekommen hätte. So rollte Jamie chancenlos mit und büßte in der Fahrerwertung Positionen ein.
Note 4

Eingeklammert stehen die Platzierungen der Fahrer aus den einzelnen Sessions in der Reihenfolge Freies Training 1 / Freies Training 2 / Qualifying / Warm-up / Rennen.

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