Enttäuschung bei Thomas Jäger | DTM.com | Die offizielle Webseite
2000-08-06 18:55:24

Enttäuschung bei Thomas Jäger

Das Wochenende auf dem Sachsenring war für Thomas Jäger beileibe nicht nach seinem Geschmack. Ein Ausfall im ersten Rennen nach einem unverschuldeten Unfall und ein neunter Platz im zweiten Lauf – in seiner alten Heimat hätte der gebürtige Chemnitzer mit Wohnsitz München seinen Fans lieber mehr gezeigt.

Nach dem desolaten Ergebnis im Qualifying – Rang 16 – hatte Thomas Jäger geunkt: "Ich kann froh sein, wenn ich einen Punkt hole." Nun sind es deren zwei geworden – für einen neunten Platz im zweiten Rennen. Doch zufrieden konnte der gebürtige Chemnitzer mit der doppelten Punktausbeute bei seinem "Heimrennen" auf dem Sachsenring natürlich nicht sein.

Auch wenn er bei sich und seinem Mercedes-Benz CLK im Vergleich zum Samstag eine "deutliche Steigerung" feststellte: "Wir haben im Fahrwerksbereich ein paar Modifikationen durchgeführt; die haben viel gebracht." Was sich gleich im Warm-up am Sonntagvormittag auch bemerkbar machte: Da fuhr Jäger mit wesentlich mehr Benzin im Tank als tags zuvor genauso schnell wie im Zeittraining – und war Achtschnellster. Ein Schritt in die richtige Richtung, leider nur zu spät. Startplatz 16 – "wirklich nicht berauschend", wie Jäger es mit dem Abstand von 24 Stunden beurteilte.

Trotzdem: Der erste Lauf begann gar nicht schlecht für den Wahl-Münchner. "Der Start war super", berichtete Jäger, "ich bin innen durchgestochen und habe einige Plätze gut gemacht." Doch hinter der ersten Kurve überschlugen sich die Ereignisse: "Der Bartels ist mir aufs rechte Hinterrad gedonnert und hat mich rumgedreht." Damit nicht genug: "Dann hat mich der Abt mit seinem Audi auf die Haube genommen – so schnell konnte ich gar nicht gucken." Mit Mühe rettete sich der Mercedes-Pilot an die Box. Diagnose: Felge gebrochen, Spur verbogen, Kühler beschädigt, Rennen zu Ende. Nach einer längeren Reparatur ging Jäger zwei Runden vor Schluss für einen Funktionstest noch einmal flugs auf die Strecke.

Aus der letzten Reihe gestartet, hatte sich der 23-jährige Mercedes-Junior im zweiten Rennen relativ rasch bis auf Platz elf vorgearbeitet. "Es ging ganz gut voran", rekapitulierte er später, "aber dann hing ich hinter Modena fest." Keine leichte Situation, da ihm die Opel von Joachim Winkelhock und Manuel Reuter im Nacken saßen. Zum Glück löste sich das Problem von alleine: Stefano Modena drehte sich in der 14. von 24 Runden mit dem Opel ins Kiesbett.

Einen Platz gewann Thomas Jäger noch durch einen Ausfall vor ihm, aber weiter nach vorne kam er nicht. "Dafür war das Rennen zu kurz", musste er erkennen. Ein Ausfall, ein neunter Rang – in seiner alten Heimat hatte sich der Sachse wahrlich ein besseres Resultat gewünscht – allein schon "den Fans zuliebe". Am liebsten wäre er so schnell wie möglich von dannen gezogen.

Ging aber nicht: Draußen warteten die Fans auf ihn – zum Glück hängt die Beliebtheit nicht von der Platzierung ab.

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