Experten-Tipp: Cecotto über damals und heute | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-06-15 09:30:00

Experten-Tipp: Cecotto über damals und heute

Experten-Tipp: Cecotto über damals und heute

Am 18. September 1988 fuhr die DTM zum ersten Mal in Ungarn, bevor sie 2014 zurückkehrte. Die beiden Läufe auf dem Hungaroring dominierte damals der Venezolaner Johnny Cecotto. Der frühere Motorrad-Weltmeister und Formel-1-Pilot feierte in seinem Mercedes 190E 2.3-16 in Budapest einen Doppelsieg. Es waren mit die ersten Erfolge für das Team AMG. DTM.com unternahm mit dem heute 61-Jährigen eine Reise in die Vergangenheit und stellte fest, Cecotto ist auch heute noch über seinen Nachwuchs mit dem Rennsport eng verbunden.

Wie ist deine Erinnerung an das Wochenende 1988 am Hungaroring?

Es war ein fantastisches Wochenende und ich habe daran sehr schöne Erinnerungen. Es war das erste Jahr für Mercedes-AMG in der DTM. Das Auto war gut, wir hatten zwar ein paar Probleme mit der Maschine, die haben wir aber in den Griff bekommen und ich konnte, wie schon zuvor auf der Berliner Avus, beide Rennen gewinnen.

Wie findest Du die Strecke und die Umgebung in Budapest?

Sie ist sehr schön zu fahren. Die Strecke ist sehr kurvenreich und weist nur relativ wenige Geraden auf. Die meisten Kurven sind mittelschnell, es gibt aber auch einige schnellere Kurven. Die Strecke ist anspruchsvoll, du hast nicht viel Zeit nachzudenken. Von der Stadt oder der Atmosphäre habe ich leider nie viel mitbekommen, ich habe mich immer auf die Rennen konzentriert. 

Verfolgst Du die Rennen aktuell in der DTM?

Wenn ich Zeit habe, aber in der Regel bin ich bei den Rennen meiner Söhne dabei. Oder ich gebe selber nochmal ein Kurz-Comeback wie zuletzt beim Audi TT Cup im Rahmen des 24h-Rennens am Nürburgring. Ende Juni bin ich bei der MotoGP am Sachsenring zu Gast. Dieses Wochenende hat Johnny Jr. ein F2-Rennen in Baku und Jonathan startet bei der Lamborghini Super Trofeo Europe in Paul Ricard. Insofern ist es schwierig für mich, alle Rennserien genau zu verfolgen. Ab und an schaue ich natürlich auch gerne die DTM. Ich habe das erste Rennen in Hockenheim gesehen, aber Favoriten habe ich keine, dazu fehlt mir das Insiderwissen.

Wie war dein Eindruck am Hockenheimring? Was hat sich geändert gegenüber 1988?

Vieles. Vor allem die Autos sind sehr unterschiedlich, die ganze Elektronik, die da jetzt drinsteckt. Das gilt heute aber auch für die Motorräder. Die Autos sind ja auch ganz anders konstruiert als damals. Heutzutage sind das ja eher Prototypen. Damals waren es Straßenautos mit einer guten Aufbereitung. Das hat heute nichts mehr mit einem Straßenauto zu tun. Die Technologie hat alles verändert.

Gefällt Dir das?

Die Unterschiede zwischen den Fahrern und den Autos sind nicht mehr so groß wie in der Vergangenheit. Die Elektronik hilft viel. Und auch die Fahrer können daraus lehrreiche Schlüsse ziehen. Früher war es sicher schwieriger und gefährlicher Rennen zu fahren. Gut ist natürlich, dass sich die Sicherheit für die Fahrer und auf den Rennstrecken deutlich verbessert hat. In der Vergangenheit konnte ein Unfall dich schnell das Leben kosten, man musste viel vorsichtiger sein. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

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