Experten-Tipp für Zandvoort: Audi ist Favorit | DTM.com | Die offizielle Webseite
2015-07-09 12:00:00

Experten-Tipp für Zandvoort: Audi ist Favorit

  • Manuel Reuter
  • Jamie Green
  • Timo Scheider

Für Altmeister Manuel Reuter ist die Sache beim DTM-Double im niederländischen Zandvoort klar: An Audi führt am kommenden Wochenende kein Weg vorbei. Neben Jamie Green als Dominator der Saison hat der Opel-Routinier aber noch einige andere Piloten auf dem Zettel.

Manuel Reuter ist einer der großen Namen im deutschen Motorsport, kaum jemand kann vergleichbare Erfahrung vorweisen. Dabei saß der gebürtige Mainzer meist in Fahrzeugen aus Rüsselsheim. Seine DTM-Premiere feierte der damals 23-Jährige 1985 allerdings im Ford Sierra XR4Ti und holte noch im gleichen Jahr sein erstes Podest. 1996 war Reuters Erfolgsjahr: Neben seinem zweiten Le Mans-Sieg nach 1989 konnte er im spektakulären Opel Calibra V6 die internationale ITC-Meisterschaft gewinnen. Noch bis Ende 2005 war der Wahl-Österreicher für die Marke mit dem Blitz in der DTM aktiv und bestritt in seiner Laufbahn sage und schreibe 203 Rennen in der beliebtesten internationalen Tourenwagenserie.

Reuter kennt sich also nicht nur in der DTM, sondern auch in Zandvoort bestens aus. Für ihn steht zumindest das Fahrzeug der Sieger am kommenden Wochenende bereits fest: „Ich denke Audi ist Favorit, wie die ganze Saison schon. Am Norisring waren sie zwar nicht ganz so erfolgreich, dass hatte aber natürlich auch damit zu tun, dass sie dort viel Gewicht im Auto hatten. Daher glaube ich schon, dass mit Audi als erstes zu rechnen ist.“

Gespannt ist Reuter vor allem auf den Auftritt der Münchner: „Man muss schauen wie sich BMW berappelt hat. Bruno Spengler hat ja mit seinem dritten Platz auf dem Norisring zumindest ein kleines Lebenszeichen von sich gegeben. Ich hoffe, dass sie sich bei BMW nach diesem Wochenende das eine oder andere nochmal in Ruhe anschauen konnten und in Zandvoort vielleicht diesen entscheidenden kleinen Schritt nach vorne machen können.“ Grundsätzlich glaubt er aber nicht, dass die Weiß-Blauen in einer richtigen Krise stecken: „Wir reden hier ja nicht von riesigen Zeitabständen – wenn man eineinhalb Zehntel findet und weiter vorne steht, ist man schon bei der Musik. Verliert man dagegen zwei Zehntel auf die Spitze, ist man teilweise schon außerhalb der Top-Ten. Diese enorme Leistungsdichte ist momentan das Schwierige“, erklärt der Vizemeister des Jahres 2000.

Nicht vergessen darf man laut Reuter die dritte Marke in der DTM: „ Auch mit den Mercedes-Jungs muss man auf jeden Fall rechnen, dass hat man in den vergangenen Rennen gesehen: Wenn sie die Qualifikation einigermaßen zusammenbringen, dann sind die jederzeit in der Lage, aufs Podest zu fahren.“

Fahrerisch hat Manuel Reuter bisher vor allem Jamie Green beeindruckt, aber es gab noch einige andere Kandidaten, die die Aufmerksamkeit des Experten erregt haben: „Was Spengler und Ekström da im zweiten Rennen auf dem Norisring gezeigt haben, war schon ganz stark. Auch Pascal Wehrleins Leistung war hervorragend, als er im ersten Rennen mit Slicks losgefahren ist. Aber über die ganze Saison gesehen war Jamie Green klar der dominierende Mann.“

Neben Green erwartet der Opel-Routinier auf dem Podium noch weitere Audi-Piloten: „Wenn wir beispielsweise die zwei Phoenix-Jungs Mike Rockenfeller und Timo Scheider nehmen, dann hatten die bisher oft unter ihren schlechten Startplätzen zu leiden. Wenn sie es schaffen, in Zandvoort im Qualifying vorne zu stehen, dann kann ich mir gut vorstellen, dass das Podestkandidaten sind. “

Neben seinem ehemaligen Teamkollegen Timo Scheider würde er sich aber auch über ein paar andere Namen oben auf dem Zeitenmonitor freuen: „Timo Glock beispielsweise hatte ja bisher eine wirklich schwierige Saison. Dem würde ich es gönnen, wenn der Knoten endlich platzen würde. Da wären auch noch einige andere, denen ich einen Erfolg wünsche, aber letztendlich ist die DTM kein Wunschkonzert, es kommt immer auf das komplette Paket an – und da hat nunmal Audi im Moment die besten Karten.“

Schon der Samstagnachmittag wird zeigen, ob Manuel Reuter mit dieser Einschätzung richtig lag: Um 14:55 Uhr beginnt das Qualifying, bevor um 18:03 Uhr die Startampel ausgeht und die 24 DTM-Piloten für das erste Rennen in Zandvoort auf die Reise schickt.

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