Fabelzeit sichert Paffett die Pole am Nürburgring | DTM
2004-07-31 16:18:02

Fabelzeit sichert Paffett die Pole am Nürburgring

Fabelzeit sichert Paffett die Pole am Nürburgring

In einer hochspannenden Super-Pole zum sechsten Lauf der DTM am Nürburgring beeindruckte der Brite Gary Paffett (Mercedes-Benz) die Konkurrenz und sicherte sich Startplatz eins. Der Sieger des letzten Meisterschaftslaufs am Norisring benötigte für den 3,629 Kilometer langen Kurs die Top-Zeit von nur 1:23,756 Minuten. Hinter ihm folgte der Meisterschaftszweite Mattias Ekström (1:24,062 Minuten) im Audi A4 DTM. Der Schwede hatte bis zur Super-Pole alle Test- und Trainingssessions des Wochenendes dominiert. Aufgrund sich verändernder Grip-Verhältnisse auf der Strecke verlor er aber im entscheidenden Moment wichtige Zehntelsekunden im Kampf um die Pole-Position.

Sein in diesem Jahr bisher erfolgreichstes Top-Qualifying feierte Ekströms Teamkollege Christian Abt mit Position drei. Neben ihm aus der zweiten Startreihe geht der beste Opel-Pilot, Peter Dumbreck, am morgigen Sonntag ins Rennen. Der Führende der Meisterschaft, Christijan Albers in der AMG-Mercedes C-Klasse, fuhr vor den beiden Opel Vectra GTS V8 von Marcel Fässler und Timo Scheider am Ende die fünftschnellste Zeit. Achter wurde der vierfache DTM-Champion Bernd Schneider (Mercedes-Benz) vor Tom Kristensen (Audi). Die ARD berichtet morgen ab 13.45 Uhr live vom sechsten Meisterschaftslauf der DTM auf dem Nürburgring.

Gary Paffett (1. Startplatz, Mercedes-Benz): „Wir haben gestern bei den Tests noch nicht die beste Abstimmung gefunden, und ich war auch im Qualifying noch drei Zehntelsekunden langsamer als Mattias. In der Super-Pole hatte ich dann eine gute Runde – wie gut sie war, habe ich allerdings erst danach beim Blick auf den Zeitenmonitor realisiert. Mir macht der Nürburgring Spaß, und ich freue mich sehr auf das Rennen.“

Mattias Ekström (2. Startplatz, Audi): „Ich war in der Super-Pole plötzlich sieben Zehntel langsamer als im Qualifying, die Strecke hatte sich komplett verändert. Insofern bin ich über den zweiten Startplatz sehr glücklich, und freue mich auf harte Kämpfe mit dem Mercedes-Fahrer vor mir. Ganz besonders gut gefällt mir, dass mein Teamkollege Christian direkt hinter mir in der Startaufstellung steht und mein Meisterschaftsrivale Christijan Albers nur auf Platz fünf.“

Christian Abt (3. Startplatz, Audi): „Ich bin unheimlich happy, dass der Knoten endlich geplatzt ist, denn ich war in den vergangenen beiden Rennen schon zweitbester Audi-Fahrer im Qualifying, habe dies aber nicht in Rennergebnisse umsetzen können. Der dritte Startplatz ist fantastisch."

Peter Dumbreck (4. Startplatz, Opel): „Ich habe alles gegeben, unheimlich hart gepusht – und mich dabei am Anfang der schnellen Runde leider ein wenig verbremst, sonst hätte es vielleicht sogar für die erste Startreihe gereicht. Aber vom vierten Startplatz aus ist im Rennen viel möglich, zumal wir uns bereits ein sehr gutes Basis-Set-up erarbeitet haben.“

Hans-Jürgen Mattheis (Teammanager AMG-Mercedes): „Es war heute ein sehr spannendes Qualifying. Die Marken sind so dicht zusammen wie noch nie. Daher ein ganz besonderes Kompliment an Gary Paffett für seine schnelle Runde. Wir haben uns im Laufe des Wochenendes kontinuierlich gesteigert. Nach der schnellen Runde von Gary hat sich die Strecke verändert, so dass die nachfolgenden Fahrer davon beeinträchtigt wurden.”

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Wir sind das ganze Wochenende immer vorne dabei gewesen. Wir konnten die gute Performance des Audi A4 DTM in der Super-Pole aber nicht optimal nutzen, weil sich die Grip-Verhältnisse auf der Strecke geändert haben. Besonders freue ich mich über die gute Leistung von Christian Abt und natürlich über Mattias in Reihe eins.”

Volker Strycek (Opel-Motorsportchef): „Unser Speed hat an diesem Wochenende von Anfang gepasst. Peter Dumbreck startet als Vierter und Marcel Fässler war bis zu einem Quersteher auf einer sensationellen Runde. Ein Platz in der ersten Reihe wäre möglich gewesen. Nach unserem positiven Mannschaftsergebnis mit drei Opel-Fahrern unter den ersten Sieben bin ich sehr optimistisch für das Rennen. Es wird bestimmt eine tolle Veranstaltung, denn wir hatten hier gestern schon so viele Besucher wie nie zuvor an einem Freitag.”

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