Farfus siegt in Oschersleben und ist Rockenfellers letzter Verfolger | DTM.com | Die offizielle Webseite
2013-09-15 16:45:00

Farfus siegt in Oschersleben und ist Rockenfellers letzter Verfolger

Farfus siegt in Oschersleben und ist Rockenfellers letzter Verfolger

Der Kampf um die DTM-Krone ist nur noch ein Fall für zwei. Der Brasilianer Augusto Farfus (BMW) gewinnt in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben das 400. Rennen der DTM-Geschichte vor dem Gesamführenden Mike Rockenfeller und Jamie Green (beide Audi). Nach Fehlern der Konkurrenz kann damit nur noch der 30-jährige Farfus Rockenfeller den Titel 2013 streitig machen. Der aktuelle DTM-Champion Bruno Spengler (BMW), Christian Vietoris und Robert Wickens (beide Mercedes-Benz) beendeten den Lauf ohne Punkte und sind damit vor den letzten beiden Saisonläufen aus dem Titelrennen. Insgesamt 70.500 Fans verfolgten das Rennwochenende in der Magdeburger Börde.

LVor dem nächsten Lauf in Zandvoort am 29. September führt Rockenfeller mit 124 Punkten deutlich vor Farfus, der 91 Zähler hat. Selbst bei einem weiteren Erfolg des BMW-Piloten auf dem niederländischen Dünenkurswürde „Rocky“ ein zweiter Platz genügen, um zum ersten Mal DTM-Champion zu werden.

Für Farfus war es nach seinem Auftakterfolg in Hockenheim der zweite Saisonsieg. „Der Schlüssel zum Glück war mein super Start. Ich überholte direkt Jamie Green und war vorn. Die Stopps waren ebenfalls perfekt. Ich bin überglücklich. Wir haben noch eine mathematische Chance auf den Gesamtsieg – und darum kämpfen wir“, sagte der Brasilianer.

Rockenfeller war auch mit Platz zwei zufrieden. „Augusto fuhr heute in einer anderen Liga“, sagte er: „Natürlich will ich den DTM-Titel gewinnen, am liebsten schon in Zandvoort. Aber wenn das nicht klappt, warte ich auch gerne bis Hockenheim.“ Zu der Kollision zwischen den Verfolgern Spengler und Wickens in Runde 38, nach der die beiden Kanadier ihre Fahrzeuge abstellen mussten, sagte der Gesamtführende: „Jeder weiß, dass man das Rennen beenden muss, wenn man Punkte mitnehmen will.“

Nachdem Green das Startduell gegen Farfus verloren hatte, musste er nur noch Rockenfeller vorbeiziehen lassen. Der dritte Platz ist das bisher beste Ergebnis des Briten seit dem Wechsel zu Audi vor Beginn dieser Saison. „Ich musste lange auf dieses Resultat warten und bin sehr sehr glücklich“, erklärte Green. Beeindruckend war das Mannschaftsergebnis der Ingolstädter: Insgesamt acht Audi fuhren in Oschersleben in die Top-Ten.

RBester Mercedes-Benz-Pilot war Gary Paffett. Der Brite startete in seinem 100. DTM-Rennen von Platz zwölf und arbeitete sich bis auf Rang sechs vor. „Eigentlich bin ich mit dem Rennen gar nicht so unzufrieden. Die Konkurrenz war stark, aber nicht unschlagbar. Man kann sagen, dass ich mein Rennen eigentlich im Qualifying verloren habe“, erklärte der DTM-Champion von 2005. Die Hoffnungen seines Markenkollegen Christian Vietoris auf den Gesamtsieg waren ebenfalls bereits nach dem Qualifying am Samstag auf ein Minimum geschrumpft. Vietoris begann das Rennen als 20. und sah als 18. die Zielflagge.

Audi Leiter DTM Dieter Gass: „Das war die geschlossene Mannschaftsleistung, die wir uns gewünscht haben: Acht Audi RS 5 DTM in den Punkten – das hat es noch nicht gegeben. Natürlich hätten wir das Rennen hier auch gerne gewonnen, aber wichtiger war, dass Mike Rockenfeller einen weiteren großen Schritt in der Meisterschaft gemacht hat. Er hat nun 33 Punkte Vorsprung und nur noch einen Gegner. Aber noch gibt es 50 Punkte. Wir werden konzentriert weiterarbeiten, um den Titel zu holen.“

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt: „Das war ein absolutes Super-Rennen. Augusto hat keinen Fahrfehler gemacht und auch die Boxenstopps waren fehlerfrei. Audi war heute sehr, sehr stark und es wird mehr als schwer, Rockenfeller noch einzuholen. Aber wir werden es probieren.“

Mercedes-Benz Leiter DTM-Management Wolfgang Schattling: „Ein großer Glückwunsch an BMW. Gegen eine so starke Audi-Phalanx hier den Sieg zu holen, das ist aller Ehren wert. Unsere Leistung dagegen war mager, mit Ausnahme der von Gary Paffett mit seinem sechsten Platz. Wir müssen jetzt die Qualifikation genau analysieren und dann besser vorbereitet nach Zandvoort und Hockenheim kommen.“

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