Freies Training 3: Alle Fahrzeuge repariert – Bestzeit Ekström | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-05-08 08:45:00

Freies Training 3: Alle Fahrzeuge repariert – Bestzeit Ekström

  • Am besten präsentierte sich in der 30-minütigen Session Mattias Ekström.
  • Mike Rockenfeller gelang die zweitschnellste Zeit.
  • Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta gelang die drittschnellste Runde

Dass am Sonntagmorgen tatsächlich alle 24 Piloten am dritten Freien Training des Wochenendes auf den Hockenheimring teilnahmen, war nach den gestrigen Ereignissen alles andere als Selbstverständlich. „Ich habe im Ziel eigentlich nur vier Autos gesehen, die ganz waren. Der Rest hing in Fetzen“, stellte Timo Glock nach dem Auftaktrennen fest. „Für uns war es ein gutes Rennen, aber leider auch ein bisschen teuer. Die Zuschauer haben es sicherlich genossen – unsere Teileverwalter haben aber eher einen Herzinfarkt bekommen“, schilderte Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport, seine Sicht. Obwohl es in dem 40-minütigen Rennen jede Menge Positionskämpfe mit Lackaustausch gab, hielten sich die Sportkommissare mit Strafen zurück. Lediglich für Mercedes-Pilot Daniel Juncadella hat eine Kollision Folgen für das heutige Sonntagsrennen.

Es war in der dritten Runde, als der Spanier zur Attacke auf den gelben BMW von Timo Glock ansetzte und innen an ihm vorbeigehen wollte. Ein viel zu optimistisches Manöver – beide drehten sich ins Kiesbett. „Da war überhaupt kein Platz“, sagte Glock. „Er hat die Kontrolle über sein Auto verloren und sich in mich hineingedreht. Das wars dann.“ Die Rennkommissare bewerteten den Vorfall ähnlich: Juncadella wird in der Startaufstellung am Sonntag um drei Plätze nach hinten strafversetzt.

Es war jedoch längst nicht der einzige Vorfall, in dem die Piloten ungestüm agierten. „Einige hatten in der langen Winterpause offensichtlich zu viel Adrenalin angestaut“, sagte BMW Motorsport-Direktor Jens Marquardt. Doch waren es in erster Linie die Münchener Piloten, die sich im Durcheinander auf der Strecke behaupten konnten und auch davon profitierten: Maxime Martin verbesserte sich vom 21. Startplatz auf den achten Rang, António Félix da Costa vom 20. auf den siebten Platz und Martin Tomczyk kam von Startplatz 22 auf dem zwölften Platz ins Ziel. Bruno Spengler verbesserte sich ebenfalls, fuhr vom 13. Rang auf Platz sechs nach vorne und war damit bester BMW-Pilot. „Man hatte das Gefühl, dass einige Fahrer seit drei Jahren keine Rennen mehr gefahren sind – die waren so aggressiv. Es sind so viele Teile durch die Luft geflogen“, so Spengler, der damit auch auf Mike Rockenfeller anspielt. „Mike war zu optimistisch und ist mir voll ins Auto gefahren. Ich konnte glücklicherweise weiterfahren, er hat sein Auto jedoch zerstört.“ Der Ausgefallene bewertete die Situation etwas anders. „Ich wollte überholen, aber Bruno hat die Tür zugeschlagen. Das war ein bisschen blöd von ihm“, so Rockenfeller. Die Sportkommissare hingegen werteten die Kollision als normalen Rennunfall.

Als nicht ganz einwandfrei befanden sie das Manöver von Mattias Ekström gegen Gary Paffett, welches erhebliche Schäden am Mercedes-AMG C63 DTM verursachte. „Die Aktion von Mattias entspricht nicht dem, was man von so einem erfahrenen Piloten erwarten kann“, sagte ein verstimmter Paffett. Die Sportkommissare beließen es bei einer Verwarnung für den Schweden. Kassiert ein Pilot in der Saison drei Verwarnungen, wird er im darauffolgenden Rennen um fünf Plätze in der Startaufstellung strafversetzt.

Für den Sonntag erhoffen sich alle Beteiligten nun eine ähnlich gute Show – jedoch deutlich weniger Ausfälle. Die Autos waren im Freien Training am Sonntag allesamt repariert. Am besten präsentierte sich in der 30-minütigen Session Mattias Ekström. Seine Zeit von 1:33.833 Minuten war von keinem Konkurrenten zu unterbieten. Mit 0,141 Sekunden Rückstand erzielte Markenkollege Mike Rockenfeller das zweitbeste Trainings-Resultat, Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta gelang die drittschnellste Runde (1:34.119 Minuten). Als schnellster BMW-Pilot wurde am Sonntagmorgen Tom Blomqvist gestoppt. Seine 1:34.502 Minuten reichten für den siebten Rang im Zeiten-Klassement.

Nun blicken alle  mit großer Spannung auf das Qualifying (ab 12:30 im Livestream auf DTM.com und im Fernsehen live auf EinsFestival) und das anschließende Rennen (ab 14:30 Uhr – live in der ARD).

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