Indy-Re-Start: Gelungene Premiere | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-05-12 13:15:00

Indy-Re-Start: Gelungene Premiere

Re-Start nach Safetycar-Phase

Die Premiere war vielversprechend. Beim zweiten Lauf der DTM am vergangenen Wochenende kam nach der Safetycar-Phase der Re-Start in der zweireihigen Grid-Formation im Indianapolis-Stil erstmalig zur Anwendung. Das positive Fazit: Er ist eine Bereicherung. Den Zuschauern wird mehr Action geboten und eine größere Show. Und er ist ein Stück weit unberechenbar und unvorhersehbar, was den Spannungsbogen erhöht.

„Der neue Re-Start ist ein tolles Tool“, sagt auch DTM-Race-Director Sven Stoppe im Gespräch mit DTM.com, und fügt hinzu: „Bis zum Rennen am Lausitzring werden wir noch etwas Feinjustierung betreiben.“ Bei den Testfahrten im April hatten die 18 Fahrer der drei Hersteller diese Art der Wiederaufnahme eines Rennens in Hockenheim schon geübt, doch grau ist alle Theorie. Die Praxis am Sonntag zeigte, es muss trotz aller berechtigten Begeisterung über dieses belebende Element noch an der einen oder anderen Stellschraube gedreht werden. „Der Führende muss der Führende sein. Und die Fahrer müssen sich an das in der Besprechung vorgegebene Tempo halten“, betont Stoppe.

Das funktionierte am Sonntag, obwohl der Fun-Faktor insgesamt hoch war, noch nicht reibungslos. Jamie Green kassierte eine Fünf-Sekunden-Boxenstopp-Strafe wegen einer nicht korrekten Grid-Position. Was war genau geschehen? Stoppe klärt auf: „Green hat nachweislich keinen Frühstart gemacht. Er hat erst beschleunigt, als die Ampel ausging. Da war alles in Ordnung. Vor dem Ampelsignal lag Green aber rund einen Meter vor dem eigentlich führenden Glock. Die Strafe war insofern angemessen.“ Bei einem Frühstart hätte Green eine Durchfahrtsstrafe erhalten. Der Brite habe im Übrigen auch nicht wie von manchen behauptet, kurz vor dem Re-Start gebremst, so der DTM-Race-Director, „er hat linear beschleunigt“.

Stoppe weist auch darauf hin, dass die Fahrer einen unterschiedlichen Erfahrungswert mit dieser Art des Startes haben. Für den einen oder anderen sei es Neuland, andere wie Rene Rast hätten diesen sogenannten ‚Double-File Re-Start’ schon unzählige Male durchexerziert. „Wenn die Autos in dieser Formation fahren, können sie den Nebenmann nicht sehen“, so Stoppe über eine weitere Problematik.

Grundsätzlich soll das Safety-Car die DTM-Wagen mit der in der Fahrerbesprechung vereinbarten Geschwindigkeit auf den Weg Richtung Start/Ziel-Gerade bringen, bis die Ampeln ausgehen. In Hockenheim waren es 70 km/h. Allerdings beschleunigten alle Fahrer schon vorher leicht bis zu 100 km/h und mehr, wie die Speed-Analyse ergab. BMW-Pilot Glock hätte als Führender die Pace vorgeben und Green sich daran orientieren müssen. Glock war im Übrigen der Einzige, der sich noch im ersten Gang befand, als die „Ampel auf Grün“ ging. Er beschleunigte danach zu stark und bekam den zweiten Gang nur unsauber rein.

Stoppe legt auch Wert auf die Feststellung, dass die Fahrer beschleunigen dürfen, sobald die Ampel ausgeht und nicht erst, wenn der Zielstrich erreicht ist. Dies wäre teilweise von Medien falsch kolportiert worden. Von einem fliegenden Start ohne Startsignal wie bei den Nascar-Rennen hält der Race-Director der DTM wenig: „Ich möchte nach wie vor eingreifen können, wenn die Formation nicht ordnungsgemäß ist.“

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