Glock krönt bärenstarkes Wochenende mit einem Sieg | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-05-22 16:00:00

Glock krönt bärenstarkes Wochenende mit einem Sieg

  • Riesige Freude bei Timo Glock - für ihn lief es am Wochenende in Spielberg.
  • Während er sich an der Spitze entscheidend absetzte, tobte hinter ihm ein erbitterter Kampf um die weiteren Positionen.
  • Mattias Ekström preschte vom elfte Startplatz auf den zweiten Rang nach vorne.
  • Am Start konnte Jamie Green seine Pole-Position noch verteidigen.

Was für eine Genugtuung für Timo Glock. Nach seiner nachträglichen Disqualifikation in Hockenheim krönte der BMW-Pilot ein extrem starkes DTM-Wochenende in Spielberg mit einem beeindruckenden Sieg am Sonntag. Der 34-Jährige hatte in der zweiten Runde die Führung von Jamie Green übernommen und gab diese bis ins Ziel nicht wieder her. Pole-Sitter Green durfte bei der Siegerehrung auf dem dritten Rang seine ersten Saison-Punkte bejubeln. Der Brite musste sich im letzten Renndrittel noch der Attacke seines Audi-Markenkollegen Mattias Ekström beugen, der auf dem Red Bull Ring eine wahnsinnige Aufholjagd hinlegte und vom elften auf den zweiten Platz nach vorne stürmte. „Ein perfektes Rennen, ein fast perfektes Wochenende. Heute Morgen habe ich mich nach meinem Fehler im Qualifying noch so geärgert, umso schöner ist dieser Sieg“, sagte ein Champagner-durchtränkter Glock nach der Siegerehrung. Es war der glanzvolle Schlusspunkt eines starken BMW-Wochenendes – den insgesamt 30.500 Zuschauern in Spielberg wurde einmal mehr exzellenter Motorsport geboten.

Vom dritten Rang war Glock ins Rennen gestartet und spielte sofort mit den Muskeln. Auf der langen Geraden nach Kurve eins zog er am Teamkollegen António Félix Da Costa vorbei und nahm daraufhin Jamie Green ins Visier. Der Brite hatte seine Pole-Position am Start gut verteidigt, konnte der Attacke Glocks in der zweiten Runde jedoch nichts entgegensetzen. Scheinbar spielend zog der gelbe BMW am orangenen Audi in der Remus-Kurve vorbei. „Ich wusste, ich muss im ersten Stint alles riskieren. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt – und gewonnen“, schildert Glock seine ersten Runden. Während er sich an der Spitze entscheidend absetzte, tobte hinter ihm ein erbitterter Kampf um die weiteren Positionen.

Bis zu den ersten Boxenstopps lieferten sich die Plätze zwei bis 22 – Nico Müller war nach einer Kollision mit Robert Wickens, der für sein Manöver eine Drive-Through-Strafe erhielt, in der zweiten Runde ausgeschieden – einen hochspannenden Schlagabtausch. Keine Lücke zwischen zwei Fahrzeugen war größer als eine Sekunde. Eine Tatsache, die Mattias Ekström ausnutzte. In seinem ersten Stint gab er mächtig Gas, zog nacheinander an Mike Rockenfeller, Bruno Spengler und Marco Wittmann vorbei. Während die ersten Piloten nach 14 Runden zum Reifenwechsel an die Box fuhren, blieb der Schwede bis zur 28 Runde draußen. Die Taktik ging voll auf: Als er auf die Strecke zurückkehrte hatte er auch Augusto Farfus, Tom Blomqvist und Maxime Martin hinter sich gelassen und kassierte kurz darauf den zweitplatzierten Green. „Dieser zweite Platz fühlt sich ein wenig an, wie ein Sieg. Ich hatte auch Glück, bin mitten im Feld gestartet, hatte aber keine Pappnasen um mich herum. Deshalb war mein Auto auch nach den ersten Runden noch ganz und ich konnte attackieren“, resümierte Ekström. Obwohl er seine Pole-Position nicht zum Sieg nutzen konnte, war auch Green zufrieden: „Mehr als der dritte Rang war heute nicht drin, zumal ich auch mit technischen Problemchen zu kämpfen hatte.“

Ein Duell hatte im Kampf um das Podium ebenfalls entscheidenden Charakter. Antonio Félix da Costa hatte in der ersten Rennhälfte einige Plätze verloren, war jedoch drauf und dran wieder aufs Siegertreppchen zu fahren. In der 24. Runde schien er Edoardo Mortara den dritten Platz schon abgeluchst zu haben. Doch Mortara wollte sich nicht geschlagen geben und touchierte seinen Kontrahenten am Heck. Beide rutschten ins Kiesbett – für Mortara war das Rennen beendet, Félix da Costa fuhr auf dem 21. Rang sichtlich enttäuscht ins Ziel.

Während BMW mit sechs Fahrern unter den Top Ten die Führung in der Markenwertung deutlich ausbaute, erlebte Mercedes-Benz ein rabenschwarzes Wochenende. Nach einem missglückten Qualifying am Mittag kam als bester Pilot des Herstellers am Sonntag Daniel Juncadella auf dem zwölften Rang ins Ziel. So war es einzig Paul Di Resta, der mit seinem siebten Platz am Samstag für die Stuttgarter am Red Bull Ring punktete, dadurch allerdings seine Führung in der Gesamtwertung verteidigte. Nach vier Saisonrennen mit vier unterschiedlichen Siegern führt der Schotte (43 Punkte) vor Mortara (40 Punkte) sowie Glock und Maxime Martin (beide 37).

Sieben Wochenenden sind im Jahr 2016 noch zu absolvieren und bereits jetzt ist die Spannung kaum zu überbieten. Schon in zwei Wochen bekommt Mercedes-Benz die Möglichkeit, zurückzuschlagen. Auf dem Lausitzring findet zwischen dem 3. und 5. Juni das dritte DTM-Rennwochenende statt. 

 

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