Glorreicher Tag für Mortara und Audi – mit Schönheitsfleck | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-06-25 14:15:00

Glorreicher Tag für Mortara und Audi – mit Schönheitsfleck

  • Erst feierte Edoardo Mortara vor seinem Auto...
  • …und später auf der Siegerehrung.
  • Christian Vietoris konnte seine Pole-Position am Start noch gegen Mattias Ekström verteidigen,...
  • ...wurde von ihm jedoch zur Halbzeit aus dem Rennen befördert.
  • Marco Wittmann war erneut der beste BMW-Pilot, fuhr vor Bruno Spengler auf Platz vier.

Seit 2003 durften ausschließlich Mercedes-AMG-Piloten über Siege auf dem Norisring jubeln. Eine beeindruckende Serie, die am Samstag den 25. Juni um 14:05 Uhr ein Ende fand. „Unglaublich! Unglaublich! Unglaublich!“, brüllte Edoardo Mortara nach 49 Runden in das Mikrofon seines Helms. Ihm war gelungen, was die Ingolstädter so sehr herbei gesehnt hatten: Heimsieg für Audi. Ein historischer Triumph nach einem spektakulären Rennen, das Mattias Ekström maßgeblich beeinflusste. Mit einem übermotivierten Manöver setzte er seinen und den Träumen der bis dato Führenden ein jähes Ende – der Weg für die Verfolger war plötzlich frei und diese Chance ließen sich Mortara und Green nicht entgehen. „Ein tolles Gefühl für den ersten Heimsieg nach 14 Jahren gesorgt zu haben. Es war nicht leicht, weil es verflucht heiß im Auto war und ich mächtig unter Druck gesetzt wurde“, sagte Mortara und meinte damit Markenkollege Jamie Green, der vor Paul Di Resta als Zweitplatzierter die Ziellinie überquerte. Ein glorreicher, aber kein makelloser Tag für die Ingolstädter.

So stark die Leistung der ersten Drei auch war – ohne Ekströms Aktion in der 20. Runde wäre dieses Podium wohl nicht zustande gekommen. Pole-Sitter Christian Vietoris hatte einen guten Start erwischt und hielt den Angriffen des Schweden stand. Als Ekström sich bei einem erneuten Überholversuch in der achten Runde verschätzte, schlüpfte Robert Wickens in der Grundig-Kehre innen durch und übernahm Platz zwei. Eine Mercedes-AMG-Doppelführung, die bis zur Hälfte des Rennens Bestand hatte. Als das Trio zum 20. Mal auf die Grundig-Kehre zusteuerte, wollte sich Ekström bei Wickens revanchieren – ebenfalls innen vorbeigehen – und verkalkulierte sich dabei gehörig. Bei seiner Attacke kollidierte er zunächst mit Wickens und knallte zudem ins Heck von Christian Vietoris.

„Er ist ein Idiot. Ich habe keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat“, kommentierte Wickens das Manöver von Ekströms – aufgrund dessen er seinen Wagen abstellen musste – kurz nach seinem Ausfall. „Ich wollte mich innen vorbeibremsen und bin dabei mit Robert aneinandergeraten. So konnte ich nicht mehr reagieren und habe dann leider Christian in der Kurve getroffen. Das ist sehr schade für ihn und ich werde mich dafür auch persönlich bei ihm entschuldigen“, schilderte Ekström den Vorfall. „Jeder in unserem Team arbeitet sehr hart. Dann durch eine Aktion wie von Ekström den ganzen Lohn für diese Arbeit zu verlieren, ist für mich nicht akzeptabel. Heute wäre ein Sieg, oder zumindest ein Podiumsplatz, möglich gewesen. Jetzt stehe ich mit leeren Händen da. Da helfen auch Entschuldigungen nicht weiter“, sagte ein sichtlich angefressener Vietoris, der sich als Zehnter ins Ziel rettete.

Die Freude der Ingolstädter konnte der ‚Ekströmsche Schönheitsfleck’ nicht trüben. Mortara und Green hatten eine komplett unterschiedliche erste Runde erlebt. Mortara startete gut, Green schlecht. Während der Brite vom dritten auf den fünften Platz zurückfiel, schob sich Mortara vor ihn auf den vierten Rang. „Jamie hatte jedoch das schnellere Auto. Es war nicht leicht, mich gegen ihn zu behaupten“, sagte Mortara. In der Tat klebte Green seinem Markenkollegen extrem dicht am Heck, wartete aber vergeblich auf einen Fehler des Führenden. „Ich war schneller, habe aber keine richtige Lücke gefunden. Es trotzdem zu versuchen, wäre zu riskant gewesen. Auf eine Attacke zu verzichten, fiel mir – besonders hier am Norisring – natürlich schwer. Ich will dieses Jahr Champion werden und 18 Punkte sind besser als Null“, sagte Green.

Ich bin sehr froh, zurück auf dem Podium zu sein. Paul Di Resta

Mit einer ganz ähnlichen Zielsetzung kann Di Resta in die verbleibenden elf Rennen der Saison gehen. Nach dem schlechten Abschneiden am Lausitzring, taten dem ehemaligen Gesamtführenden die Punkte für Platz drei besonders gut. „Ich bin sehr froh, zurück auf dem Podium zu sein. Leider habe ich mir im Qualifying einen krassen Fahrfehler geleistet, weshalb ich nur vom siebten Platz gestartet bin. So war das schon die optimale Ausbeute am heutigen Tag“, bilanzierte der Schotte seinen ersten Renntag in Nürnberg.

Hinter Di Resta überquerte ein BMW-Trio bestehend aus Marco Wittmann, Bruno Spengler und Maxime Martin die Ziellinie, das nicht in der Lage war, den Mercedes-AMG des Dritten ernsthaft zu attackieren. Nichtsdestotrotz zeigte vor allem Wittmann eine bärenstarke Leistung. Bei seinem Heimspiel war er vom 13. Platz gestartet und arbeitete sich konsequent nach vorne. Auf diese Weise sammelte er wertvolle Punkte in der Fahrerwertung und verteidigte dort seinen zweiten Platz. Zwei Punkte fehlen ihm auf den neuen Spitzenreiter Mortara (69 Punkte), dem es als ersten Piloten in dieser Saison gelang, einen zweiten Rennsieg zu feiern. Auf Platz drei liegt Jamie Green, der durch seinen zweiten Rang am Samstag nun 63 Zähler gesammelt hat. Wickens und Di Resta haben beide derer 58 auf dem Konto und sind derzeit die aussichtsreisten Kandidaten der Stuttgarter.

Ein Bild, dass sich am morgigen Sonntag wieder komplett auf den Kopf stellen könnte. Nach einem spektakulären ersten Schlagabtausch auf der kürzesten Strecke im Rennkalender, dürften die Fans das morgige Qualifying (ab 10:50 Uhr) und Rennen (ab 13:10 Uhr) kaum erwarten können.

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