Green macht sie alle nass | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-05-07 17:15:00

Green macht sie alle nass

  • Rennaction nach dem Safetycar-Restart
  • Lucas Auer bestätigte als Vierter seine Leistung von Rennen eins
  • Verdienter Sieger: Jamie Green

Was für ein dramatischer Rennverlauf beim zweiten Rennen der Saison der DTM am Sonntag auf dem Hockenheimring. Wer dachte, die Spannung und Abwechslung des Vortages könnte nicht mehr überboten werden, der wurde eines Besseren belehrt. Eine Hauptrolle spielte dieses Mal der im Laufe des Rennens immer stärker werdende Regen, der manche Fahrer weit im Feld nach vorne spülte, andere hingegen wie begossene Pudel aussehen ließ. Audi-Pilot Jamie Green stoppte letztlich weder der Wettergott noch eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe. Der Brite fuhr von Platz drei nach dem Qualifying allen Widrigkeiten zum Trotz zu einem souveränen Sieg.

Dass Gary Paffett im Mercedes-AMG und Marco Wittmann im BMW die nächsten Plätze belegten, hätte sich ein Drehbuchautor nicht passender ausdenken können. Erneut waren alle drei Hersteller auf dem Podium vertreten. „Das Rennen heute war wie eine Achterbahnfahrt. Ich wusste teilweise gar nicht auf welcher Position ich lag. Wir haben genau im richtigen Moment die Regenreifen aufgezogen. Danach war das Auto richtig schnell. Man darf niemals aufgeben und muss immer bis zum Schluss kämpfen“, sagte der Zweitplatzierte Gary Paffett.

Unbändiger Kampfgeist zahlte sich auch bei BMW-Pilot Marco Wittmann aus. Der Titelverteidiger verbesserte sich schon nach dem Start von 17 auf zehn und raste am Ende bis auf Platz drei nach vorne. Ein ähnliches Kunststück hatte bereits am Samstag Audi-Fahrer Mike Rockenfeller vollbracht. „Nach dem Qualifying war ich frustriert, da waren wir zu früh auf Slicks gewechselt. Die Bedingungen heute waren schwierig. Ich glaube, meine Box ist völlig verrückt geworden. Ohne Funkkontakt aus der Box muss der Fahrer den Call zum Reifenwechsel geben. Platz drei fühlt sich für mich wie ein Sieg an“, sagte der 27-Jährige überglücklich.

Mit einem Paukenschlag und einer Premiere begann der zweite DTM-Lauf des Wochenendes. Mercedes-AMG-Pilot Robert Wickens schob nach dem Start Nico Müller an, der seinerseits Loic Duval traf. Für Wickens war das Rennen schon nach der ersten Kurve vorbei. Das Safety-Car musste auf die Strecke. Und zum ersten Mal kamen die Zuschauer in den Genuss des Indianapolis-Start in der zweireihigen Grid-Formation. Der Re-Start wirbelte die Spitze durcheinander. Der zuvor führende Timo Glock fiel von eins auf vier zurück. Letztlich wurde der Zweite des ersten Rennens am Samstag im BMW M4 DTM dieses Mal Achter.

Jamie Green führte das Feld fortan vor Auer und Bruno Spengler an. Im Anschluss kassierte Green eine Fünf-Sekunden-Boxenstoppstrafe wegen falscher Grid-Position, da der Brite aber seine Führung konstant ausbaute, konnte er die ausgesprochene Strafe, die er beim Reifenwechsel abbrummte, locker verkraften. Pech hatte Rene Rast, der Zweite des Qualifyings, der Audi-Pilot schied nach einer Kollision mit Augusto Farfus bereits in Runde vier aus. „Mit den Slicks und ein bisschen Regen war es extrem schwierig zu fahren“, analysierte der Rennsieger. „Ich bin einmal rausgerutscht, aber ich war schnell genug – also kein Problem für mich. Die Entscheidung, wann ich auf Regenreifen wechsle, habe ich allein getroffen. Der Zeitpunkt war goldrichtig.“

Ab Runde 18 öffnete der Himmel zusehends seine Pforten. Die Fahrer, die jetzt noch auf Slicks unterwegs waren, fuhren umgehend in die Box. Wittmann, Paffett und Green wechselten mehr oder weniger zeitgleich auf Regenreifen. Auer blieb noch eine Runde länger draußen als die Konkurrenz an der Spitze und reihte sich hernach als Zweiter hinter Green ein. „Vielleicht bin ich etwas zu lang draußen geblieben, aber andersherum hätte der Regen auch aufhören können. Dann wäre es goldrichtig gewesen. Grundsätzlich bin ich zufrieden, der neue Re-Start war verrückt“, betonte Auer. Doch die Freude über den nächsten möglichen Podestplatz währte nur zwei Runden, dann verbremste sich der Österreicher und fiel auf Platz vier hinter Paffett und Wittmann zurück.

Dennoch führt Auer die Gesamtwertung nach dem ersten Rennwochenende mit 40 Punkten vor Green und Paffett mit jeweils 26 Zählern an. „Es war ein unglaublicher Saisonstart für die DTM, in beiden Rennen standen alle drei Marken auf dem Podium, und das auch noch jeweils mit anderen Fahrern“, bilanzierte Gary Paffett. Und diese Meinung hatte er wahrlich nicht exklusiv nach zwei turbulenten und unglaublich spannungsgeladenen Tagen in Hockenheim.

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Bosch

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen