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2000-09-05 12:39:16

Höchst potente Gäste

Die Akteure der Internationalen GT-Meisterschaft nutzten am Wochenende die Bühne DTM, um ihre Serie im Rampenlicht von Europas bester Tourenwagen-Serie zu platzieren. Die Sportwagen-Piloten brannten am Samstagabend ein Feuerwerk ab, das auch vom heftigen Regen nicht gelöscht werden konnte.

Etwas irritiert war die GT-Gemeinde schon. Neun Minuten vor dem Rennende um 21 Uhr ging rund um das EuroSpeedway plötzlich ein Feuerwerk los – und es schossen nicht nur Raketen in den Himmel. Überdimensionale bengalische Feuer ergossen sich von beiden Seiten auf die Start/Ziel-Gerade. Auf die Ideallinie der Sportwagen.

Das Feuerwerk bildete den idealen Rahmen für einen überraschenden deutschen Sieg. Wolfgang Kaufmann und der ehemalige DTM-Profi Hubert Haupt, weiland bei Audi als Junior am Werk, lenkten den betagten Porsche 911 GT2 aus dem Rennstall von Manfred Freisinger zu einem Triumph, den keiner erwartet hatte. Denn die Zeit des Porsche in der Serie ist eigentlich längst abgelaufen.

Aber der übermächtige Lister Storm von Ex-F1-Profi Julian Bailey und Jamie Campbell-Walter patzte im völlig verregneten Drei-Stunden-Rennen ebenso wie die Niederländer Mike Hezemans/David Hart in jener Chrysler Viper GTS-R, die der niederländischen Rennsport-Legende Toine Hezemans gehört – einem ehemaligen Piloten der DTM-Vorgängerserie Deutsche Rennsport-Meisterschaft.

Die Internationale GT-Meisterschaft fährt normalerweise bei komplett eigenen Veranstaltungen. Am Lausitz-Wochenende war eigentlich ein Lauf auf dem Hockenheimring geplant. Aber die Organisatoren Jürgen Barth und Stéphane Ratel dachten um, als der DTM-Termin bekannt wurde, und mühten sich erfolgreich um eine Verlegung nach Ostdeutschland.

Dort brachten sie am Samstagabend das Flair von Le Mans in den Neubau. Bei einbrechender Dunkelheit jagten die infernalisch lauten GTs all jenen Fans Schauer über den Rücken, die trotz des miserablen Wetters bis zum pyrotechnisch begleiteten Ende ausharrten.

Die Sportwagen-Teamchefs und –Fahrer zeigten sich nicht nur beeindruckt vom Neubau – sondern vor allem, weil die Rundenzeiten ihrer Autos den DTM-Zeiten recht nahe kamen. Die GT-Sportwagen wiegen zwar ebenso wie die DTM-Autos 1100 kg und kommen mit über 600 PS sogar mit mehr Leistung daher – sind dafür aber von Serien-Fahrzeugen abgeleitet und haben eine entsprechend weniger ausgefeilte Gewichtsverteilung und obendrein nur Stahlbremsen.

Trotzdem umrundete der Eindhovener Mike Hezemans den Kurs im Training bei noch trockenen Bedingungen in 1.43,854 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 157,167 km/h entspricht. Bernd Schneider, der Pole-Mann der DTM, benötigte 1.42,072 Minuten – und war damit in 159,911 km/h um mehr als zwei km/h schneller als die Sportwagen.

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