Heißer Tanz der DTM in Oschersleben | DTM
2004-08-05 13:01:19

Heißer Tanz der DTM in Oschersleben

Heißer Tanz der DTM in Oschersleben

Nicht einmal eine Woche bleibt den Teams aus der DTM nach dem sechsten Lauf der Tourenwagen-Topliga für die Vorbereitung des nächsten Schlagabtauschs. Vom Nürburgring aus zieht der Tross aus Teams und Organisatoren in die Magdeburger Börde, wo vom 6. bis 8. August der Motopark Oschersleben auf dem Programm steht. Mit dabei ist auch der Renndienst des exklusiven Reifenpartners Dunlop. Den Technikern und Ingenieuren der Hanauer steht eine anspruchsvolle Aufgabe bevor, schließlich trat die DTM zuletzt 2001 im Motopark an. Aktuelle Erfahrungen der Teams liegen nicht vor. Entsprechend intensiv müssen die schnellsten Dunlop-Kunden betreut und beraten werden, hat es die nur 3,667 km kurze Strecke doch in sich.

„Eine Besonderheit in Oschersleben ist der Asphalt“, beschreibt Renndienstchef Manfred Theisen. „Bei guter Witterung haben wir auf dem recht rauen Belag schon extreme Temperaturen gemessen.“ 53 ° C weisen die Aufzeichnungen als Spitzenwert des letzten DTM-Laufs in der Börde aus. Auf dem engen Kurs mit seinen kurzen Geraden bedeutet das hohe Anforderungen an das Stehvermögen der exklusiven DTM-Spezifikation von Dunlop. „Die Slicks kommen verhältnismäßig schnell auf Temperatur und haben wegen der kurzen Geraden nur wenig Gelegenheit sich abzukühlen“, beschreibt Theisen. Die wichtigste Aufgabe der Reifenexperten ist die Beratung – schließlich gilt es, Spur- und Sturzwerte mit einem optimalen Luftdruck zu kombinieren, um dem schwarzen Gold Leben einzuhauchen:

Wird die optimale Arbeitstemperatur von rund 80 bis 100 ° C erreicht, beißen die Pneus kräftig in den Asphalt. Wird sie überschritten, droht Überhitzung, die bis hin zu Blasenbildung führen kann. Deshalb wird jedes Team individuell durch einen der Techniker des Reifendienstes aus Hanau beraten.

Gerührt und geschüttelt

Das diffizile Abzirkeln der Temperatur hat gerade in Oschersleben noch einen weiteren Hintergrund. Denn die 3,667 km lange Strecke hat eine tückische Passage, in der die Reifen enorm belastet werden. In der Schikane hinter Turn 4 sind zwei verschiedene Randsteine verbaut: Zur Fahrbahn hin sind konventionelle Kerbs vorhanden, wie sie auf vielen Strecken zu finden sind. Dahinter lauert jedoch eine zweite Variante, deren zehn Zentimeter hohe Wellen Fahrer und Fahrzeug beim Überfahren enorm durchrütteln. „Wer in Oschersleben richtig schnell sein will, muss die Schikane weit außen fahren“, beschreibt Manfred Theisen. „Allerdings funktioniert das nur, wenn die Reifen den perfekten Warm-Luftdruck von 1,85 bis 2,0 bar haben.“ Kalte Reifen verfügen über einen niedrigeren Druck von 1,2 bis 1,4 bar. Erst wenn die Reifen durch Heizdecken vorgeheizt sind und der Rennwagen im schnellen Tempo bewegt wird, dehnt sich die Luft im Reifen durch die steigende Temperatur aus.

„Wenn dann die optimale Arbeitstemperatur im Reifen aufgebaut wurde, kann man in der Schikane von Oschersleben die Kerbs eher mit in die Linie einbeziehen“, schildert der Renndienstchef, „Denn dann ist die Gefahr geringer, dass bei starker Walkarbeit des Reifens die Seitenwand und die Felge beschädigt werden.“

Max(x)imaler Grip im Regen gefordert

Besonders gefordert sind die Reifen auch, wenn es in der Börde regnet. Denn der Oberflächenbelag im Motopark bietet extrem wenig Nassgrip. Eine echte Herausforderung für die Regenspezifikation des exklusiven DTM-Reifens Dunlop Sport Maxx. Bei seinem Profil-Design kalkulierten die Profis aus Hanau auch mit Extrem-Bedingungen, wie in Oschersleben. „Dabei müssen die DTM-Regenreifen in Pfützen gute Aquaplaning-Eigenschaften aufweisen, gleichzeitig aber auch etliche Runden bei abtrocknender Fahrbahn durchstehen“, schildert Renndienstchef Theisen, „Eine Herausforderung, die der Sport Maxx hervorragend meistert.

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