Interview mit Mercedes-Pilot Thomas Jäger | DTM.com | Die offizielle Webseite
2001-06-16 20:23:12

Interview mit Mercedes-Pilot Thomas Jäger

Ein Fahrer fiebert dem DTM-Rennen auf dem Sachsenring besonders entgegen: Thomas Jäger. Der 24 Jahre alte gebürtige Chemnitzer, der im Persson-Team den Original-Teile AMG-Mercedes pilotiert, hat beim vierten DTM-Lauf praktisch ein „Heimspiel“.

Jäger ist nur wenige Kilometer vom Sachsenring entfernt aufgewachsen und lebt heute in München. Der dritte der Deutschen Formel-3-Meisterschaft 1999, der seit dem letzten Jahr zum Mercedes-Aufgebot für die DTM gehört, wünscht sich natürlich für das Rennen in seiner ehemaligen Heimat einen Platz auf dem Podium.

Welche Bedeutung hat für Dich das Rennen auf dem Sachsenring?
Natürlich ist das Rennen auf dem Sachsenring für mich ein besonderes Ereignis, denn es werden viele Verwandte und Bekannte zuschauen. Die neue Strecke ist außergewöhnlich schön und sicherlich ein Highlight im DTM-Kalender.

Dein Vater gehörte zu den erfolgreichsten Enduro-Piloten. In fünf Wochen findet der Deutsche Motorrad-GP auf dem Sachsenring statt. Welche Beziehung hast Du zum Motorsport auf zwei Rädern?
Durch meinen Vater bin ich rund ums Motorrad groß geworden. Obwohl ich ich Automobilsport betreibe, interessiert ich mich natürlich auch der Motorsport auf zwei Rädern. Ich würde gern einmal einem Motorrad-GP als Zuschauer erleben.

Im vergangen Jahr bist Du bei den ersten drei Rennen auf die Plätze sieben, sechs und vier gefahren. Obwohl Du nun in einem Vorjahresauto sitzt, können sich Deine bisherigen Resultate, Fünfter, Dritter und Zehnter durchaus sehen lassen. Damit hast Du bereits einmal auf dem Podium gestanden. Wie siehst Du Deine Entwicklung?
Mit dem Einstieg in die DTM bei Mercedes ist für mich ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Mein erstes Jahr im Tourenwagen verlief am Anfang gut, dann hatte ich ein Tief und erst gegen Saisonende konnte ich mit einem Podiumsplatz das erhoffte Ergebnis erzielen. Das ich im vergangenen Jahr viel gelernt habe, zeigt sich nicht nur in meinen guten Trainingsplatzierungen, sondern auch am Meisterschaftsstand, wo ich mit Rang fünf bester Fahrer mit einem Vorjahresauto bin.

Wo liegen die Unterschiede zwischen dem neuen weiterentwickelten Mercedes-Benz CLK und Deinem 2000er Auto?
Die Techniker von HWA unter Leitung von Gerhard Unger haben die Erfahrung des letzten Jahres in den neuen CLK einfließen lassen und das 2001er Auto in punkto Motor, Aerodynamik und Fahrwerk verbessert.

Dein Markenkollege Marcel Fässler, den Du ja auch aus der gemeinsamen Formel-3-Zeit gut kennst, hat in Oschersleben sein erstes Rennen gewonnen. Was sind Deine Zielsetzungen in diesem Jahr?
Das Ziel ist natürlich, Rennen zu gewinnen. Aber in diesem Jahr muss ich versuchen, mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln das Maximum zu erreichen. Der Podiumsplatz auf dem Nürburgring war sicherlich ein Glanzpunkt und ich werde weiterhin mein Bestes geben, in die Top fünf zu fahren.

Das Können der Piloten und die Technik in der DTM sind ziemlich ausgeglichen. Wie entscheidend ist die Platzierung im Qualifying bzw. der Zeitpunkt der Boxenstopps?
Das Qualifying ist von großer Bedeutung, denn bei der enormen Leistungsdichte in der DTM ist überholen natürlich nicht gerade einfach. Durch eine gute Boxenstrategie und perfektes Teamwork lässt sich der ein oder andere Platz gutmachen. Die Basis für eine Top-Platzierung wird jedoch in der Regel im Zeittraining gelegt.

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