Jean Alesi setzt sich an die Spitze | DTM
2004-04-17 17:28:46

Jean Alesi setzt sich an die Spitze

Jean Alesi setzt sich an die Spitze

Der Beifall der etwa 35.000 Zuschauer auf den Tribünen gehörte ihm: dem ehemaligen Formel-1-Star Jean Alesi für seine souverän und fehlerfrei herausgefahrene Pole Position – ein perfekter Start in die dritte DTM-Saison des Franzosen. In der neuen Mercedes-Benz C-Klasse distanzierte Alesi mit der Rundenzeit von 1.34,834 Minuten den Zweiten, Audi-Junior Martin Tomczyk im neuen Audi A4 DTM um 0,210 Sekunden. Die dritte Startposition auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg eroberte mit 1.35,018 Minuten Audi-Werksfahrer Tom Kristensen aus Dänemark bei seinem DTM-Debüt. Best platzierter Fahrer eines neuen Opel Vectra GTS V8 war Timo Scheider als Siebter. Unter den zehn Fahrern, die nach dem 30-minütigen gemeinsamen Zeittraining zum Einzelzeitfahren um die Pole Position antraten, waren je drei Piloten von Audi und Opel und vier von Mercedes-Benz. Das dramatische Qualifying lässt am morgigen 18. April ein spannendes Rennen erwarten, das die ARD ab 13.45 Uhr überträgt. Der Start erfolgt um 14 Uhr.

Jean Alesi: „Das neue Auto war perfekt auf meinen Fahrstil abgestimmt“


„Mein Team und ich haben mein neues Rennauto bereits am Freitag so gut abgestimmt, dass es zu dieser Streckencharakteristik und zu meinem Fahrstil perfekt gepasst hat. Seitdem haben wir praktisch nichts mehr verändert“, sagte der Mann der Stunde strahlend und scherzte: „Wir haben die C-Klasse bloß noch gewaschen und aufgetankt.“ Über die Begeisterung der Zuschauer freute sich der 201-fache Grand-Prix-Teilnehmer und Publikumsliebling Jean Alesi besonders: „Von Fans umringt zu werden, ist doch das beste, was einem Sportler passieren kann. Ich war ehrlich erstaunt, dass auch gestern am Testtag schon Tausende Zuschauer zur DTM gekommen sind. Es ist wirklich fantastisch.“ Alesis Mercedes-Sportchef Norbert Haug gab zu: „Es ist ein Traumresultat, alle vier neuen Autos in den Top Ten zu haben. Gratulation an das Team HWA und die Fahrer. Aber das Rennen ist damit noch lange nicht gelaufen. Ich erwarte volles Haus und glaube, hier wird morgen richtig was abgehen.“

DTM-Neuling Tom Kristensen: „Alles ist neu und ich bin super zufrieden“


Es war eine Premiere in zweifacher Hinsicht für den fünfmaligen Sieger des 24-Stunden-Rennens von Le Mans: Tom Kristensen kam durch Audis Werks-Comeback neu in die DTM und er ist noch nie auf dem Grand-Prix-Kurs des Hockenheimrings gefahren. „Um so höher ist seine Leistung zu bewerten“, lobte Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Ich freue mich, dass wir in der DTM dabei sind, dass unser Junior Martin Tomczyk mit dem zweiten Platz einen sehr guten Job gemacht hat und dass es für uns bisher insgesamt gut gelaufen ist. Die Leistungsdichte in der DTM ist unglaublich. Wenn man hier mit drei Autos in die Top Ten kommt, dann ist das sehr gut.“ Überglücklich kommentierte der Däne Tom Kristensen seine Startposition: „Es ist alles neu und ich bin super zufrieden.“ Angesprochen auf das gewaltige Interesse der Fans und das daraus resultierende Gedränge im Fahrerlager, meinte er: „Ich muss jetzt halt immer früher aufstehen, weil man ziemlich viele Autogramme schreiben muss, bevor man ins Teamzelt kommt. Aber das ist doch super!“

Heinz-Harald Frentzen: „Bei der letzten Attacke habe ich es zu sehr brennen lassen“


Das mit großer Spannung erwartete Debüt von Heinz-Harald Frentzen verlief nicht wunschgemäß. Doch der Formel-1-Vizeweltmeister von 1997 nahm seinen 16. Startplatz gelassen hin: „Ich musste feststellen, dass wirklich alles perfekt passen muss, um in diesem Feld vorne dabei zu sein. Und das hat es halt bei mir nicht.“ Seinen ersten Versuch hatte Frentzen abbrechen müssen. Opel-Markenkollege Peter Dumbreck hatte sich wegen eines blockierenden Getriebes seinen Opel Vectra GTS V8 an der Mauer beschädigt, das Zeittraining musste deshalb unterbrochen werden. „Bei der letzten Attacke habe ich es dann zu sehr brennen lassen“, sagte Frentzen, „und dann habe ich mich gedreht.“ Der populäre Opel-Neuzugang analysierte: „Mein Vectra war noch etwas nervös. Ich habe es irgendwie nicht geschafft, den optimalen Abstimmungskompromiss für die verschiedenen Teile der Strecke zu erarbeiten.“ Opel-Youngster Timo Scheider freute sich: „Über drei Opel in den Top Ten bin ich happy. Nachdem ich mich im gemeinsamen Zeittraining verbremst hatte, war ich anschließend im Einzelzeitfahren leider zu vorsichtig.“ Opel-Sportchef Volker Strycek sagte: „Wir analysieren jetzt in Ruhe, was bei uns nicht geklappt hat und werden morgen dann mit einem neu sortiertem Auto ins Rennen gehen. Es ist einfach super eng und es ist schon ein Erfolg, mit drei völlig neuen Autos in die Super-Pole zu kommen.“

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