Junior Tomczyk führt erneut Abt-Audi-Quartett an | DTM
2002-05-04 16:14:04

Junior Tomczyk führt erneut Abt-Audi-Quartett an

Einmal mehr ein Pokerspiel für Nervenstarke – das Zeittraining zum zweiten DTM-Lauf der Saison auf dem 3,977 Kilometer langen Circuit Zolder (B): Während sich der Himmel mit Wolken verdunkelte, sorgte ein Unfall von Mercedes-Junior Stefan Mücke für einen Trainingsabbruch nach nur drei Minuten. Als das Qualifying nach zehn Minuten wieder freigegeben wurde, hatte es bereits angefangen zu nieseln. Die Glückskarte im Pokerspiel zog das Team Abt Sportsline: Zehn Minuten nach der Wiederfreigabe lagen vier Abt-Audi TT-R auf den ersten vier Positionen – und daran änderte sich auch nichts mehr, da die Rundenzeiten wegen stärkeren Regens nicht mehr unterboten werden konnten. Erster wurde Martin Tomczyk, gefolgt von Mattias Ekström (S), Auftaktsieger Laurent Aiello (F) und Christian Abt. Die beiden Opel Astra V8 Coupés von Michael Bartels und Timo Scheider belegten die Startreihe drei. Von den Positionen sieben und acht gehen Bernd Schneider und Uwe Alzen (Mercedes-Benz) ins Qualifikationsrennen (DTM live ab 13.15 Uhr im ZDF).

Der erst 20-jährige Rosenheimer Tomczyk hatte bereits beim Saisonauftakt das Qualifikationsrennen gewonnen. „Ich fühle mich sehr gut“, sagte Tomczyk. „Bei unserem Auto stimmt einfach alles, und die Zusammenarbeit im Team ist perfekt. Ich hoffe, dass es die ganze Saison so weitergeht.“ Teamchef Hans-Jürgen Abt freute sich vor allem auch über die Doppelspitze seiner beiden Junioren, denn auch der Hockenheim-Zweite Ekström ist erst 23 Jahre jung: „Ich habe vor zwei Jahren beim DTM-Comeback gesagt, wir brauchen junge Fahrer in der DTM und habe sie gefördert. Und jetzt machen die Jungen den Routiniers Dampf.“ Abt weiter: „Wir hatten heute einfach die perfekte Strategie, weil wir mit allen sofort draußen waren. Und unsere Fahrer haben diese Strategie auf den Punkt genau umsetzen können. Alles in allem haben wir uns heute topp verkauft, haben vier Audis vorne – Gratulation an alle.“

Der schnellste Opel-Pilot, Michael Bartels, resümierte: „In erster Linie haben wir von Opel bei den gestrigen Tests und heute morgen im freien Training gezeigt, dass wir ein siegfähiges Auto haben. Wir waren die Schnellsten gestern und hatten uns im Trockenen zu Recht viel ausgerechnet. Dass die Holzer-Mannschaft mit mir und Timo Scheider geschlossen als Beste von Opel auf den Plätzen fünf und sechs steht, freut mich für mein Team. Wir werden versuchen, der Audi-Truppe das Leben so schwer wie möglich zu machen.“ Als dritter Opel-Pilot schaffte es Alain Menu unter die Top Ten. Der Schweizer hatte beim Testtag am Freitag noch souverän die Bestzeit gesetzt, wurde aber wie viele seiner Rennfahrerkollegen beim Zeittraining ein Opfer der Bedingungen.

Der amtierende Meister Bernd Schneider, der wie schon in Hockenheim als Siebter und bester Pilot eines Mercedes-Benz CLK-DTM ins Qualifikationsrennen gehen wird, ist trotz seiner Startposition „sehr zuversichtlich. Wir haben eine gute Abstimmung für trockene Bedingungen erarbeitet, und das Rennen in Hockenheim hat ja schon gezeigt, dass man Plätze gut machen kann. Sollte es morgen regnen, wird es erst recht spannend, denn keiner von uns ist hier bisher im Regen gefahren.“ Pech im Poker hatte auch Mercedes-Neuzugang Jean Alesi, der in Hockenheim bei seinem DTM-Debüt sensationeller Dritter geworden war – er wurde nur 13. Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug konstatierte: „Tendenziell sind Audi und Opel noch stärker als wir, aber wir arbeiten daran, den Abstand zu verkürzen.“

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