Klein aber oho ....... | DTM.com | Die offizielle Webseite
2001-05-06 12:17:27

Klein aber oho .......

....das trifft allerdings nur auf die Körpergröße von Laurent Aiello zu. Mit 168 cm ist er zwar der „Kleinste“ im 22-köpfigen Fahrerfeld der DTM, am Samstag war er allerdings der „Größte“.

Der 31 Jahre alte Franzose, der mit Ehefrau Geraldine sowie Tochter Marie und Sohn Tom in Paris lebt, steht zum ersten Mal in der DTM überhaupt auf der Pole Position.

Dabei wäre der ehemalige Sieger des Deutschen Super-Tourenwagen-Cups (STW) eigentlich gar nicht am Nürburgring gestartet. Aiello gehört nämlich zum Audi-Aufgebot für die berühmten 24 Stunden von Le Mans, wo ausgerechnet am heutigen Sonntag auch das Vortraining stattfindet. Da Aiello aber schon wegen der Terminüberschneidung mit dem Klassiker in Frankreich, der mit dem DTM-Rennen auf dem Sachsenring am 17. Juni kollidiert, fehlt, hat ihn Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich für das Eifelrennen freigestellt.

Ullrich hatte dabei offensichtlich eine gute Nase. Denn Aiello bescherte auch dem Team Abt Sportsline die erste Trainingsbestzeit in der DTM-Geschichte. Zugleich war es die insgesamt neunte Pole Position für Audi im ranghöchsten Deutschen Championat. Audi-Werksfahrer Frank Biela hatte am 9. Mai 1992 für die letzte Audi-Pole in der DTM gesorgt.

Wie gut Aiello gestern sortiert war, zeigt allein schon die Tatsache, dass er zweimal seine eigene Trainingsbestzeit unterbieten konnte. Auch als Titelverteidiger und Tabellenführer Bernd Schneider neun Minuten vor Trainingsende auf die Pole fuhr, ließ sich der Franzose nicht aus der Ruhe bringen und zeigte Nervenstärke. Als sein Teamkollege Martin Tomczyk dann vier Minuten später sensationell auf den Platz an der Sonne fuhr, war Aiello schon auf seiner letzten schnellen Runde unterwegs. Exakt 4:20 Minuten vor dem Fallen der Flagge leuchtete dann sein Name zum dritten Mal auf dem Zeitenmonitor an erster Stelle auf.

Entsprechend zufrieden und dankbar war Aiello auch, als er nachher erklärte: „Über diese Pole Position bin ich sehr glücklich. Das ist eine fantastische Leistung und gleichzeitig eine Belohnung für das ganze Team, das in den letzten Wochen sehr hart für den Erfolg gearbeitet hat. Als wir im vergangenen Jahr mit dem Abt-Audi TT-R angefangen haben, fehlten uns fast vier Sekunden auf die Spitze. Heute haben wir erlebt, wie sich kontinuierliche Arbeit und Teamwork auszahlen. Das Resultat im Qualifying ist aber nur ein kleiner Schritt zum Sieg, denn das Rennen wird noch sehr hart. Unser gemeinsamer Erfolg basiert auf einer tollen Teamleistung, deshalb wundert mich auch nicht, dass Martin Tomczyk so schnell war.“

Aiello warnt allerdings vor übertriebenen Hoffnungen: „Qualifying ist das eine, Rennen das andere. Wir müssen schauen, wie gut unsere Performance über die Renndauer ist. Hilfreich ist in jedem Fall, dass mit Martin Tomczyk ein Teamkollege neben mir in der ersten Reihe steht. Ich hoffe, zumindest auf das Podium fahren zu können.“

Aiello ist mit seinen Gedanken aber auch in Le Mans, denn dort werden seine Kollegen Frank Biela, Rinaldo Capello, Tom Kristensen und Emanuele Pirro erstmals seit dem tödlichen Unfall von Michele Alboreto wieder in den beiden Audi R8 sitzen. In Gedenken an den sympathischen Italiener tragen alle Teammitglieder in Le Mans Alboretos Helm als Anstecknadel. Zusätzlich wurden an den R8 schwarze Ringe und Trauerstreifen angebracht.

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