Kratzer und Beulen – aber kaum Punkte | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-05-12 11:00:00

Kratzer und Beulen – aber kaum Punkte

  • Jamie Green, Bruno Spengler und Esteban Ocon - das Sonntagsrennen war für alle drei nach wenigen Kurven beendet.
  • Das Duell zwischen Gary Paffett und Mattias Ekström blieb am Samstag nicht ohne Folgen
  • Für Timo Scheider endeten beide Rennen vorzeitig in der Box.

Die Zuschauer hatten beim turbulenten DTM-Auftakt auf dem Hockenheimring ihren Spaß. Paul Di Resta – der aktuelle Spitzenreiter und Champion von 2010 - ist es mit dem Sieg am Sonntag und dem vierten Rang am Samstag  definitiv auch. Doch bei insgesamt 17 Ausfällen in beiden Läufen liegt es auf der Hand, dass nicht jeder den Hockenheimring mit einem Strahlen im Gesicht verließ. Unter ihnen viele ehemalige Champions und arrivierte Fahrer, wie Timo Scheider, Mike Rockenfeller, Jamie Green, Mattias Ekström, Bruno Spengler, Marco Wittmann, Gary Paffett und Timo Glock. Letzterer verließ am Sonntagabend als wohl traurigster Akteur den Hockenheimring.

Bittere Pille für Glock
Glock strahlte, herzte sein Arbeitsgerät, gab ausführliche Interviews und schilderte sein zweites Rennen in allen Details. Am Samstag war er nach einer Kollision mit Daniel Juncadella bereits nach zwei Runden ausgefallen, einen Tag später kämpfte er sich vom sechsten Startplatz nach vorne, wähnte sich im Ziel auf dem zweiten Rang. Das Auftaktwochenende schien gerettet, hätten seine Mechaniker den Heckdeckel nicht um wenige Millimeter zu hoch angebracht. Glock wurde nachträglich aus der Wertung genommen – eine ganz bittere Pille für den ehemaligen Formel-1-Piloten, der trotz großartiger Leistung nun ohne Punkte dasteht.

Pech für Phoenix-Duo
Mit der gleichen Ausbeute musste auch Timo Scheider die Heimreise antreten. Der Champion aus den Jahren 2008 und 2009 fluchte am Samstag nach einem Duell mit António Félix da Costa über den Funk wie ein Rohrspatz – musste er doch das Rennen mit eingebeulter Motorhaube nach einer Runde beenden. Einen Tag später kämpfte sich Scheider vom 22 Startplatz auf den zehnten Rang nach vorne, ramponierte sich jedoch im Kampf mit Maximilian Götz sein Fahrzeug und musste nach 18 Runden aufgeben. „Mein Auto war nicht mehr fahrbar – die Radaufhängung war beschädigt. Das war nicht der Auftakt, den man sich wünscht“, sagt Scheider, dessen Teamkollege Mike Rockenfeller – Champion des Jahres 2013 - ebenfalls nicht vom Glück verfolgt war. Am Sonntag sprang nach Startplatz 18 immerhin noch ein Punkt heraus, am Samstag war nach einem Zweikampf mit Bruno Spengler das Rennen nach vier Runden vorbei. „Das Wochenende hat für uns eigentlich gut angefangen. In den Trainings und im ersten Qualifying waren wir schnell. Insofern ist es bitter, mit nur einem Punkt abzureisen“, sagte Rockenfeller.

Enttäuschung bei Wittmann und Spengler
Für den Champion von 2014, Marco Wittmann, hätte das Wochenende ebenfalls deutlich besser laufen können. Am Samstag startete er hervorragend, katapultierte sich um fünf Plätze nach vorne. In einem Dreikampf um Platz vier kollidierte er jedoch mit Christian Vietoris – Wittmann konnte das Rennen nur auf dem 16. Platz beenden. Am Sonntag machte im früh im Rennen die Schaltung seines BMW zu schaffen, die Pace war dahin doch Wittmann rettete immerhin noch vier Punkte ins Ziel. „Insgesamt ein enttäuschendes Wochenende, es wäre deutlich mehr drin gewesen“, so Wittmann. Doppelt so viele Punkte wie sein Markenkollege ergatterte Bruno Spengler, der trotz Kollision mit Rockenfeller am Samstag auf den sechsten Rang fuhr. Am Sonntag stoppte den Champion aus dem Jahr 2012 eine Kettenreaktion in der ersten Runde: António Félix da Costa schob Neuling Esteban Ocon an, der auf diese Weise in die Seite von Spenglers BMW fuhr – das Aus für beide.

Nullrunde für den Vize-Champion
Mit Jamie Green forderte diese Karambolage ein weiteres Opfer. Green konnte den beiden nicht mehr ausweichen und krachte in die Front Ocons. Es war der Schlusspunkt eines verkorksten Wochenendes für den Briten. Am Samstag war er vom vierten Rang gestartet, schnupperte kurz sogar am zweiten Platz ehe ihm der gleiche Dreikampf, wie Wittmann zum Verhängnis wurde. Im packenden Wettstreit mit Wittmann und Vietoris kassierte Green einen leichten Rempler, rutschte durchs Kiesbett und verlor viele Plätze. Letztlich kam Green als 16. ins Ziel, lieferte sich zuvor dennoch rundenlang einen spektakulären Zweikampf mit Augusto Farfus um den 15. Platz. „Es lief frustrierend“, bilanzierte der Vorjahreszweite sein Wochenende, dessen Markenkollege Mattias Ekström auch nicht viel besser abschnitt. Der Champion von 2004 und 2007 holte insgesamt nur zwei Punkte – ein neunter Platz am Samstag – und rieb sich in zahlreichen Duellen auf.

Gary Paffett ist „richtig sauer“
Unter anderem geriet er am Samstag äußerst unsanft mit Mattias Ekström aneinander und kassierte dafür eine Verwarnung. Dem Briten aber kostete das Manöver Punkte – Paffett beendete das Auftaktrennen auf dem zwölften Platz. Am Sonntag lieferte der Champion von 2005 dann aber eine wahnsinnige Show. „Das qualifiziert sich leicht für die Top 10 der besten Aufholjagden in der DTM-Geschichte“, gab ARD-Experte Norbert Haug im Anschluss zu Protokoll. Nach einer Drive-Through-Strafe rutschte Paffett von Rang zwei auf Platz 13 ab, kämpfte sich auf beeindruckende Art und Weise auf den vierten Platz zurück.  Nichtsdestotrotz war er nach dem Wochenende extrem frustriert: „Ich hatte eines der schnellsten Autos im Rennen und die Chance, zu gewinnen. Dann nach einer Durchfahrtsstrafe nur Platz vier zu belegen - ehrlich gesagt bin ich richtig sauer.“

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