Lucas Auer feiert Start-Ziel-Sieg – „Rocky“ rollt das Feld von hinten auf | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-05-06 17:15:00

Lucas Auer feiert Start-Ziel-Sieg – „Rocky“ rollt das Feld von hinten auf

  • Sieger Lucas Auer
  • Siegerpodest
  • Drei Marken auf den Plätzen eins bis drei

Was für ein Herzschlagfinale beim Auftaktrennen der DTM. Mitreißende Überholmanöver, spektakuläre Aufholjagden, Rennsport pur und einen überglücklichen Start-Ziel-Sieger bot der erste Lauf am Samstag auf dem Hockenheimring. Lucas Auer verteidigte seine Pole-Position in den letzten Runden mit beherzter Fahrweise gegen einen immer wieder angreifenden Timo Glock. In der vorletzten Runde touchierten sich die Boliden des Mercedes-AMG-Piloten und des BMW-Fahrers in der Spitzkehre sogar leicht. Es war der emotionale Höhepunkt eines hart geführten Duells. Platz drei ging nach einem wilden Parforce-Ritt über die gesamte Distanz von 36 Runden an Audi-Fahrer Mike Rockenfeller. Das neue Reglement sorgte für ein abwechslungsreiches Rennen. Sinnbildlich dafür stand am Ende von jedem Hersteller auch ein Fahrer auf dem Podium.

„Das war wirklich hart. Ich hatte keine Reifen mehr und musste Platz eins verteidigen. Ich wusste, wenn ich Timos ersten beiden Angriffe abwehren kann, dann gehört der Sieg mir. Das war eine große Show für die Fans“, freute sich Lucas Auer, der die Rolle des Gejagten für das Rennen am Sonntag gerne annimmt: „Ich starte lieber so, als andersrum.“ Trotz des kräftezehrenden Rennens hatte der Österreicher sogar noch die Power, um mit geballter Faust einen rasanten Freudensprung auf das Podest zu machen. Nahezu uneinholbar war Auer nach dem Start der Konkurrenz davongeeilt. Schnell wuchs der Vorsprung auf rund neun Sekunden an. „Er fuhr einfach davon“, war auch Timo Glock später immer noch perplex über den Raketenstart des späteren Siegers.

Es ist mega-cool wieder auf dem Podium zu sein. Ich hatte meiner Frau und meinem Sohn versprochen, dieses Jahr wieder einen Pokal mit nach Hause zu bringen. Das hat geklappt. Mike Rockenfeller

Aber nicht nur der Schlussakkord, sondern das gesamte Rennen bot hochklassigen Motorsport mit vielen Positionswechseln. Insbesondere Mike Rockenfeller und Mattias Ekström machten dabei von sich reden. Die beiden Audi-Piloten rollten dank ausgeklügelten Strategien das Feld von hinten auf. Während „Rocky“ schon nach neun Runden zum Boxenstopp kam, blieb Ekström, dem mit 1:33,201 Minuten auch die schnellste Rundenzeit gelang, bis zur 26. Runde in Führung liegend draußen. Nach dem mit 6,9 Sekunden schnellsten Reifenwechsel aller Teams, reihte sich der Schwede, der als Vorletzter gestartet war, auf Platz acht ein und kämpfte sich am Ende bis auf Rang fünf nach vorne. Noch mehr Plätze gut machte „Rocky“, der von 16 bis aufs Podium raste. „Es ist mega-cool wieder auf dem Podium zu sein. Ich hatte meiner Frau und meinem Sohn versprochen, dieses Jahr wieder einen Pokal mit nach Hause zu bringen. Das hat geklappt. Von Platz 16 kommend war das nicht zu erwarten, die Strategie war gut. Wir haben alles in die Waagschale geworfen“, sagte ein breit grinsender Rockenfeller.

Vom Start weg mittendrin statt nur dabei war Timo Glock. Er überholte Edoardo Mortara gleich in der ersten Kurve und Gary Paffett in Runde zwei. Aber der Mercedes-AMG-Pilot gab nicht einfach klein bei. Immer wieder setzte er Glock zu. In Runde neun verbremste sich Paffett und fiel dadurch gar auf Rang vier hinter Mortara zurück. Glock blieb derweil auch nach dem Boxenstopp der hartnäckigste Widersacher von Auer. Ausreichend DRS-Aktivierungen standen dem BMW-Piloten in den letzten vier Runden noch zur Verfügung. Es half alles nichts. Auer wehrte sich verbissen und gab keinen Millimeter freiwillig her. „Ich habe gemerkt, dass Lucas am Ende zu kämpfen hatte, und habe alles gegeben. Er hat das aber super gemacht. Ich freue mich, dass ich mit Rang zwei meinem Team heute etwas zurückgeben kann. Das war hartes Racing, dass ist es, was die DTM ausmacht“, schwärmte Glock.

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