Müller im Pech – Wehrleins Schalter-Problem | DTM.com | Die offizielle Webseite
2015-09-14 12:45:00

Müller im Pech – Wehrleins Schalter-Problem

  • Nico Müller drehte die wenigsten Rennrunden aller Fahrer.
  • Das Team von Mike Rockenfeller absolvierte den schnellsten Boxenstopp.
  • Bruno Spengler lieferte die theoretisch schnellste Rennrunde ab.

Die BMW waren die Triumphatoren des siebten DTM-Wochenendes in Oschersleben. In beiden Rennen feierten die Münchener jeweils einen Vierfach-Sieg, sieben der insgesamt acht Autos fuhren jeweils in die Punkte. Für Timo Glock und Tom Blomqvist waren es zwei ganz besondere Renntage: Glock sicherte sich am Samstag die erste DTM-Pole-Position seiner Karriere und feierte anschließend einen souveränen Start-Ziel-Sieg; Rookie Blomqvist holte in beeindruckender Art und Weise den Sieg am Sonntag und stand erstmals in seiner Laufbahn ganz oben auf dem DTM-Siegerpodest. Doch nicht in allen Statistiken stehen nach den beiden Läufen in der Magdeburger Börde BMW ganz vorne. In welchen? Das erfahren Sie im ersten Teil unserer Nachlese.

Der Fahrer mit der kürzesten Rennzeit war Nico Müller: Dem Schweizer wird die Schikane nach der Start-Ziel-Geraden wohl in richtig schlechter Erinnerung bleiben. In beiden Läufen erwischte es den Audi-Piloten dort direkt nach dem Start. Als das Feld am Samstag erstmals in das Nadelöhr hineinfuhr sorgte ein zu spät bremsender Robert Wickens für das Aus Müllers. Wickens Mercedes-Benz erwischte den Audi beim Einbiegen in die erste Kurve, drehte ihn und beschädigte das Arbeitsgerät des Schweizers erheblich. Müller konnte zunächst zwar weiterfahren, nach 13 Runden war dann aber nichts mehr möglich - die Startnummer 51 musste in der Box das Rennen aufgrund der Schäden aufgeben. Am Sonntag lief es noch bitterer: Diesmal wurde er von Lucas Auer, der einer Kollision zwischen Christian Vietoris und Miguel Molina ausweichen musste, ins Kiesbett gedrängt. Für den Schweizer war das Rennen nach nur wenigen Metern beendet. So durfte Müller am gesamten Wochenende lediglich 13 Rennrunden drehen – die wenigsten des gesamten Fahrerfeldes. Müller: „Wir sind wegen der Gewichtssituation nicht gerade mit hohen Erwartungen nach Oschersleben gereist – aber ins Ziel wäre ich schon gern gekommen. Stattdessen bin ich durch zwei unverschuldete Ausfälle früh ausgeschieden. Am Sonntag war das besonders ärgerlich, weil ich einen guten Start erwischt hatte. Aber solche Tage gibt es nun einmal. Wir haken das jetzt ab und wollen im Endspurt nochmal angreifen.“

Der Fahrer mit der schnellsten theoretischen Rennrunde war Bruno Spengler: Für den Kanadier reichte es am Samstag bei der Zieldurchfahrt für den zweiten Rang hinter Timo Glock. Gleiches gilt für die schnellste Rennrunde, auch hier war Glock schneller als sein Teamkollege. Theoretisch aber hat Spengler jedoch haarscharf die Nase vorn. Der BMW-Pilot war im ersten Sektor der drittschnellste Fahrer und benötigte 32,117 Sekunden. Im zweiten Streckenabschnitt setzte er die Bestzeit (27,380 Sekunden) und durchquerte den dritten in der zweitbesten Zeit des gesamten Feldes (22,637 Sekunden). Die Addition dieser Zeiten, die Spengler jeweils in unterschiedlichen Runden markierte, ergibt einen theoretischen Bestwert von 1:22,134 Minuten. Den zweiten Platz dieser Statistik belegt Timo Glock, der lediglich vier Tausendstel mehr benötigte – 1:22,138 Minuten. Auf den dritten Rang fuhr der Sieger vom Sonntag, Tom Blomqvist. Er war bei seinem großen Erfolg der einzige Fahrer, der regelmäßig unter 1,23 Minuten den Kurs umrundete. Theoretisch hätte der Rookie bei seinem Premierensieg die 3,696 Kilometer lange Strecke in 1:22,229 Minuten zurückgelegt.

Die kurioseste Szene des Wochenendes lieferte Pascal Wehrlein: Der Gesamtführende war im Sonntagsrennen grade vollauf damit beschäftigt, Boden auf den viertplatzierten António Félix da Costa gutzumachen, als sich sein Mechaniker per Funk meldete: „Pascal, dein Boxenstopp-Licht leuchtet nicht. Das musst du anmachen.“ Beim Boxenstopp des Mercedes-Benz-Piloten hatte sein Team versäumt, den Schalter für das Licht zu betätigen, welches den Zuschauern signalisiert, dass der Fahrer bereits seinen Stopp absolviert hat. Wehrlein versuchte in der ohnehin schon stressigen Rennsituation  sein Bestes, jedoch zunächst ohne Erfolg. Wehrleins Frage: „Wo macht man das?“ Wenige Kurven später leuchtete die rote Signallampe jedoch – Wehrlein hatte den Schalter gefunden und erhielt dafür Lob von seinem Team: „Gute Arbeit, Pascal!“ Den Rennkommissaren war diese Szene jedoch nicht entgangen. Sie ahndeten den Regelverstoß nach dem Rennen mit einer 1000 Euro-Strafe.

Den schnellsten Boxenstopp absolvierte das Team von Mike Rockenfeller: Das Audi Team Phoenix war am Sonntag gehörig auf Zack. Sie fertigten ihren Fahrer Mike Rockenfeller am schnellsten von allen Piloten ab. Rockenfeller durchquerte die Boxengasse in 52,105 Sekunden – Platz eins in dieser Statistik. Genutzt hat es ihm wenig. Kurze Zeit später musste er seinen Audi erneut in die Box fahren – für ihn war das Rennen aufgrund einiger Probleme am Auto beendet. Für Jamie Green hingegen lief es am Sonntag etwas besser. Er beendete den zweiten Lauf in Oschersleben auf dem achten Platz und war damit der einzige Audi-Pilot, der in die Punkte fuhr. Er benötigte für seine Boxendurchquerung 52,288 Sekunden und schaffte es durch den zweitschnellsten Stopp des Wochenendes vorbei an BMW-Pilot Maxime Martin, der somit Neunter wurde. Den drittschnellsten Boxenservice erhielt Bruno Spengler – er absolvierte seinen Stopp in 52,334 Sekunden.

 

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