„Man muss wissen, was einem gut tut“ | DTM
2002-08-30 16:34:57

„Man muss wissen, was einem gut tut“

Er hat am kommenden DTM-Wochenende auf dem österreichischen A1-Ring (6. Bbis 8. September) den ersten Matchball zum Titelgewinn in der DTM: der Franzose Laurent Aiello, der damit den noch amtierenden Meister Bernd Schneider frühzeitig ablösen könnte. Im Interview mit dtm.de zeigt sich, dass der dreimalige Tourenwagen-Meister (Frankreich, England, STW) und Le-Mans-Sieger in manchen Dingen geradezu erfrischend unkonventionell denkt.

Was bedeutet es für Dich, einen Fahrer wie Bernd Schneider als Gegner zu haben?
Für mich ist es gut gegen ihn zu fahren, denn Bernd hat sehr viel Erfahrung, und ich weiß, dass er auch beim harten Zweikampf immer fair ist. Das ist mir sehr wichtig. Und es bedeutet, dass er ein sehr guter Fahrer ist, denn kämpfen ohne den anderen zu berühren und zu versuchen, den anderen in einen Fehler zu drängen, ist die große Kunst und unterscheidet die guten von den weniger guten Rennfahrern. Außerdem ist Bernd sehr populär in Deutschland und hat viele Titel geholt, daher ist es gut, mich mit ihm vergleichen zu können.

Du hast mal gesagt, dass Du noch immer von anderen Fahrern lernen kannst. Erstaunlich, denn Du selbst hast ja schon mit 13 Jahren mit Rennfahren angefangen und warst von Anfang an sehr erfolgreich.
Das stimmt schon, aber Fakt ist, dass Du in unserem Sport beim Wettbewerb immer wieder mit neuen Situationen konfrontiert wirst. Als ich als Kind das erste Mal meinen Vater beim Kartfahren beobachtet habe, habe ich gedacht: Du kannst von den anderen lernen, wenn du sie beobachtest. Man sieht ganz genau, wo jemand richtig reagiert oder Fehler macht.

Gibt es etwas, worin Bernd besser ist als Du?
Schwer zu sagen. Ich denke, Bernd holt immer das Maximum aus seinem Auto heraus, das ist sicher eine seiner Stärken. Und ich glaube, dass er etwas aggressiver fährt als ich. Letztlich ist die Frage des Erfolges aber auch die, erst einmal ein Rennauto zu fahren, das tatsächlich schnell ist. Und zweitens ein Team, das in der Lage ist, für den jeweiligen Fahrstil des Fahrers die richtige Abstimmung zu erarbeiten.

In welche Richtung geht die Abstimmung Deines Autos?
Prinzipiell sind unsere fünf Abt-Audi alle gleich, und dann stimmt jeder der Fahrer sein Auto auf seine Bedürfnisse ab. Meist ist meine Abstimmung anders als die der vier anderen Fahrer. Auch wenn mein Stil von außen betrachtet eher weich und harmonisch wirkt, so ist eine meiner Besonderheiten, dass ich sehr hart und schnell in die Kurven einlenke. Daher brauche ich mehr Servolenkung als die anderen.

Unser Eindruck ist, dass ein Teil Deines Erfolges daher kommt, dass Du Dich im Abt-Team sehr wohl fühlst. Ist das richtig?
Ja, sicher. Ich glaube, dass das Miteinander im Motorsport sehr wichtig ist, deshalb habe ich auch den Ingenieur, mit dem ich seit vielen Jahren arbeite, zu Abt mitgebracht. Natürlich hat es eine Weile gedauert, das Abt-Team kennen zu lernen und umgekehrt, dass die Jungs mich kennen gelernt haben und wussten was ich brauche, um 100 Prozent zufrieden zu sein. Wahrscheinlich bin ich auch etwas schwierig im Umgang. Aber mit dem Abt-Team war es einfach, denn sie und ich haben die gleiche Einstellung. Die Jungs sind cool und professionell.

Der zweite Teil des Interviews mit Laurent Aiello folgt am Samstag!

Teil 2 des Interviews

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Dabei sein

Ein Besuch bei der DTM ist Pflicht

Du warst noch nie bei der DTM? Wir zeigen Dir, warum ein Besuch bei der DTM Pflicht ist.

Erfahre mehr

Erfahre mehr über die DTM

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen