„Mein siebter Platz von Adria ist gigantisch“ | DTM
2004-05-21 14:35:45

„Mein siebter Platz von Adria ist gigantisch“

„Mein siebter Platz von Adria ist gigantisch“

Der EuroSpeedway Lausitz liegt für Stefan Mücke fast vor der Haustür. Nicht zuletzt deswegen freut sich der 22-Jährige aus Berlin-Altglienicke besonders auf das Rennwochenende vom 4. bis 6. Juni. Zumal er mit einem Motivationsschub der besonderen Art an die Lausitz reist: Er holte mit einem souveränen Rennen zuletzt am Adria Raceway als Siebter seine ersten Saisonpunkte.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug hat am Adria Raceway gesagt: Für einen Fahrer im Vorjahres-Mercedes CLK ist ein Platz in den Punkten wie ein Sieg. Du hast Dir dort einen fantastischen siebten Platz erkämpft. Wie fühlst Du Dich?
Mein siebter Platz vom Adria-Rennen ist gigantisch und natürlich ist die Freude riesengroß, sowohl bei mir als auch beim Team. Es wird nicht auf allen Rennstrecken möglich sein, in die Punkte zu fahren, ich werde es aber natürlich weiterhin versuchen.

LNach zwei Auslandsrennen in Portugal und Italien kehrt die DTM nach Deutschland zurück. Hat das Rennen auf Deiner Heimstrecke eine besondere Bedeutung für Dich?
Natürlich. Die Atmosphäre am Lausitzring ist fantastisch, vor allem auf der imposanten Haupttribüne. Im vergangenen Jahr war die Stimmung auf den Tribünen toll. Es werden natürlich viele Berliner kommen, die mich unterstützen. Das ist ein schönes Gefühl.

Welche Merkmale zeichnen den EuroSpeedway Lausitz aus?
Er stellt einen interessanten Mix aus schnellen und langsameren Kurven dar. Das Auto muss schnell auf den Geraden sein und über eine gute mechanische sowie aerodynamische Balance verfügen. Das ist besonders wichtig, weil es in diesen lang gezogenen und auch physisch anstrengenden Kurven schwierig ist, Fehler oder unruhiges Fahrverhalten zu korrigieren, ohne am Kurvenausgang zu viel Schwung zu verlieren. Schon das Qualifying muss passen. Überholen ist nicht einfach, weil den Geraden meist eine schnelle Kurve voraus geht, in denen es schwer ist, im Windschatten zu bleiben, ohne zuviel Anpressdruck auf der Vorderachse zu verlieren.

Du trittst gemeinsam mit vier weiteren Fahrern in Vorjahres-Autos gegen 16 aktuelle DTM-Autos an, die natürlich schneller sind. Du wirkst aber hoch motiviert – wie schaffst Du das?
Ich bin immer hoch motiviert. Für ein Werk wie Mercedes-Benz gegen derart hochkarätige Gegner in der Königsklasse des Tourenwagensports fahren zu dürfen, empfinde ich als große Ehre. Konkret lernt man als „Jahreswagen-Fahrer“ mit der Situation umzugehen und sich die Gegner in den Reihen der anderen Vorjahresautos zu suchen. Ich glaube auch, dass es mich als Rennfahrer härter gemacht hat und dass ich davon profitieren werde, wenn ich irgendwann einmal in einem aktuellen Auto sitze.

In welchen Punkten unterscheiden sich die Mercedes-Jahreswagen von der aktuellen C-Klasse?
Beim Bremsen und in schnellen Kurven bauen die neuen Autos mehr Anpressdruck auf, was zum Teil mechanisch und zum Teil aerodynamisch begründet ist. Andererseits führt der geringere Abtrieb auch dazu, dass wir auf den Geraden recht gut sind. Nicht zuletzt deswegen können wir im Rennen besser mithalten als im Training. Dennoch ist bei 16 aktuellen Autos im Feld eine Top-10-Platzierung sehr schwer zu erreichen.

Die DTM 2004 sprengt alle Rekorde. Was ist für Dich das Erfolgsgeheimnis der Rennserie?
Sie bietet einfach tollen Motorsport. Bei aller Fairness geht es knallhart zur Sache, sodass auch mal das eine oder andere Karosserieteil durch die Gegend fliegt. Es gibt wesentlich mehr Überholmanöver als in der Formel 1, alte Hasen balgen sich mit jungen Talenten. Ich denke, das wollen die Zuschauer sehen. Dazu kommt die Offenheit gegenüber den Fans. Jeder kann beim Pitwalk in die Boxengasse kommen, die Fahrer haben fast immer Zeit für ein Autogramm. Und auch abseits der Strecke wird einiges an Show und Unterhaltung geboten. Für die ganze Familie ist etwas dabei.

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