Molina erkämpft den Sieg – Wittmann die Gesamtführung | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-06-04 16:00:00

Molina erkämpft den Sieg – Wittmann die Gesamtführung

  • Miguel Molina feiert mit seinem Team den zweiten DTM-Sieg seiner Karriere.
  • Mit etwas mehr als zwei Sekunden Vorsprung überquerte er nach 32 Runden die Ziellinie.
  • Jamie Green und Robert Wickens beim Handshake auf dem Podium.
  • Marco Wittmann fuhr auf den vierten Platz und übernimmt die Führung in der Gesamtwertung.
  • Wittmann bekam es während des Rennens unter anderem mit dem Mücke-Duo Lucas Auer und Christian Vietoris zu tun.
  • In der ersten Runde lieferten sich die Fahrer an der Spitze harte, aber faire Duelle.

Miguel Molina weiß endgültig eine perfekte Ausgangssituation im Rennen zu nutzen. Mit seiner fünften Pole-Position holte sich der Spanier in der Vorsaison auf dem Nürburgring seinen ersten DTM-Sieg. Am Samstag nutze der Audi-Pilot auf dem Lausitzring seine sechste Pole-Position zum zweiten Sieg in seiner Karriere.

„Ich bin super glücklich, ein sehr gutes Rennen. Die Strecke liegt den Audi einfach – mein Auto lief sensationell. Nach den schlechten ersten beiden Rennwochenenden freut es mich auch sehr für mein Team. Endlich können wir feiern, dann genug Schlaf finden und morgen wieder angreifen“, sagte ein strahlender Sieger im Ziel. Der Spanier lieferte sich in den ersten Runden einen packenden Kampf mit Markenkollege Jamie Green, der sich seinerseits den heftigen Attacken von Robert Wickens erwehren musste. Alle drei leisteten einen echten Kraftakt, und belohnten sich mit einer kräftigen Champagnerdusche auf dem Podium. Dort durfte Marco Wittmann zwar nicht mitfeiern, hatte nach seinem vierten Rang aber dennoch Grund zur Freude – der Champion von 2014 wird am Sonntag als neuer Spitzenreiter in das sechste DTM-Rennen der Saison 2016 gehen.

Fest hatte sich Molina vor dem Start vorgenommen, Green – im Gegensatz zum ersten Lausitzrennen des Vorjahres – nicht vorbeizulassen. Und doch zog der Pole-Sitter trotz harter Gegenwehr in der dritten Kurve den Kürzeren. Aber lediglich bis zur achten Runde. Molina schlug exakt an der Stelle zurück, an der ihn Green im Vorjahr den ersten Platz abgeluchst hatte. Nach der langen Start-Ziel-Geraden schlüpfte er in Kurve eins auf der Innenseite vorbei und siegte nach 32 Runden mit einem Vorsprung von etwas mehr als zwei Sekunden. Der Grund, warum Green im Ziel zunächst etwas zerknirscht dreinschaute. „Ich mag erste Plätze halt lieber als zweite. Ich bin schon etwas enttäuscht, dass ich das Tempo von Miguel nicht mitgehen konnte. Aber, natürlich ist der zweite Platz sehr wichtig. Ich brauche dringend Punkte“, so Green, der lange um diese Punkte kämpfen musste.

Wickens entpuppte sich als Greens ärgster Widersacher. Der Kanadier hatte nach zähem Zweikampf Marco Wittmann in der ersten Runde für Platz drei niedergerungen und klebte Green rundenlang am Heck. Erst Temperatur-Probleme am Motor beendeten vier Runden vor dem Ende seine Hatz. „Mein Start war gut. Ich habe hart gegen Jamie gekämpft, konnte ihm letztlich aber nicht entscheidend zusetzen. Ich finde diesen holprigen Kurs wirklich toll. Diese Punkte waren wichtig und helfen mir im Titelkampf. Mal sehen, ob morgen noch mehr möglich ist“, sagte ein glücklicher Wickens, der bei allen Versuchen nach vorne zukommen, gleichzeitig 19 Runden lang den Rückspiegel nicht außer Acht lassen durfte.

Dort tauchte immer wieder Wittmann bedrohlich nahe auf. Als dessen DRS-Kontingent jedoch versiegte, musste Wittmann selbst seine Position mit allen Mitteln verteidigen. Er sah beim Blick in den Rückspiegel Rosa satt: das Mücke-Duo Lucas Auer und Christian Vietoris setzten zahlreiche, letztlich vergebliche Angriffe. „Damit haben wir nicht gerechnet. Ich habe hart kämpfen müssen und das lange ohne DRS. Insofern bin ich mit dem vierten Platz und den vielen Punkten natürlich zufrieden“, so Wittmann.

Für Vietoris und Auer endete das Rennen auf den Plätzen fünf und sieben. Die 25. Runde hatte für diese Rangordnung entscheidende Bedeutung. Auer hatte in dieser - im Gegensatz zu seinem Teamkollegen - seinen letzten DRS-Schuss verbraucht und wollte Vietoris vorbeilassen. Ein Manöver, welches sich Mattias Ekström im Audi zunutze machte und ebenfalls an Auer für Platz sechs vorbeiging.

Zwei Plätze hinter seinem Markenkollegen überquerte Edoardo Mortara, der sich vom 14. Startplatz nach vorne gekämpft hatte, als Achter die Ziellinie. Mit nun 44 Punkten liegt der gebürtige Schweizer mit italienischen Wurzeln mit drei Zählern Rückstand auf Wittmann auf dem zweiten Rang der Gesamtwertung. Nur einen Zähler dahinter lauern Robert Wickens und der entthronte Spitzenreiter Paul Di Resta, dessen Aufholjagd vom 21. auf den 13. Platz nicht belohnt wurde.

Die Voraussetzungen für das zweite Rennen am Sonntag (ab 15:10 Uhr) könnten spannender kaum sein, da selbst BMW hier entgegen vieler Erwartungen für ein Podium in Frage kommt. Zudem trennen den Spitzenreiter Wittmann und Ekström – aktuell auf Platz zehn der Gesamtwertung – lediglich neun Punkte.

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