Nürburgring: Die Analyse Teil 1 | DTM.com | Die offizielle Webseite
2005-08-08 19:07:20

Nürburgring: Die Analyse Teil 1

Nürburgring: Die Analyse Teil 1

Der Kampf um den DTM-Titel bleibt auch nach dem siebten DTM-Lauf auf dem Nürburgring spannend. Die beiden Hauptdarsteller, der amtierende Champion Mattias Ekström und sein schärfster Widersacher Gary Paffett, trennen nach dem Rennkrimi in der Eifel nur ein Punkt. Ekström holte Saisonsieg Nummer zwei, Paffett wurde Dritter. Tom Kristensen rehabilitierte sich nach zwei „verpatzten“ Rennen mit Platz zwei und festigte damit seinen dritten Platz in der Gesamtwertung. Regen, Wind und Sonne im Wechsel - das Wetter in der Eifel machte den siebten Saisonlauf der DTM zu einem Reifenpoker für die Teams und Fahrer. www.dtm.de hat die Leistung der Fahrer und Teams am gesamten Rennwochenende unter die Lupe genommen:

RMattias Ekström: Mit dem Ziel, die Führung in der Fahrerwertung zurückzuerobern ist der Schwede in die Eifel gereist. Soll erfüllt – Ekström führt mit einem Punkt Vorsprung vor Paffett und der Kampf um den DTM-Titel spannend. Nach Platz eins im Qualifying musste sich der Schwede in der Super Pole zunächst Paffett und Häkkinen geschlagen geben und belegte Rang drei. Im Rennen wehrte er sich erfolgreich gegen die Angriffe von Bernd Schneider. Mit einer sehr guten Strategie und einem schnellen zweiten Boxenstopp eroberte er zur Rennmitte Platz zwei. Dem enteilenden Paffett hatte Ekström wenig entgegenzusetzen profitierte aber am Ende von dessen Strafe – etwas Rennglück gehört eben auch dazu.
Note 2

Tom Kristensen: Zwei Mal in Folge stand der Däne auf der Pole-Position – zwei Mal in Folge schaffte er es nicht, den besten Startplatz in einen Podiumsplatz zu verwandeln. Am Ring klappte es dieses Mal ohne Pole besser: Im Qualifying war Kristensen hinter Ekström Zweiter, in der Super-Pole war der Däne dann fast sieben Zehntelsekunden langsamer als im vorherigen Qualifying – nur Startplatz sechs. Wie Ekström profitierte auch Kristensen im Rennen von der Durchfahrtsstrafe von Paffett und landete nach einem eher unauffälligen Rennen auf dem zweiten Platz.
Note 2

Gary Paffett: Der Pechvogel des Wochenendes. Im Qualifying eroberte der Brite mit deutlichem Vorsprung auf die Verfolger Startplatz eins. Und auch im Rennen ließ Paffett nichts anbrennen, enteilte dem Feld an der Spitze mit konstant schnellen Rundenzeiten. Bis zur 26. Runde lief alles nach Plan, dann begann das Drama: Zuerst steuerte der Brite die falsche Box an und verlor wertvolle Sekunden, bei der Boxenausfahrt überquerte er die weiße Linie und wurde für das Vergehen mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Den Podiumsplatz sicherte sich Paffett erst in der letzten Runde, als er in der Mercedes-Arena an seinem Markengefährten Häkkinen vorbeizog, der nicht allzu viel Gegenwehr leistete. Das war nicht dass Rennen des „Mr. Perfect“.
Note 3

Mika Häkkinen: Nach drei Ausfällen in Folge kam Mika Häkkinen auf dem Nürburgring endlich wieder ins Ziel. Als zehnter im Qualifying gerade noch für die Super Pole qualifiziert fuhr er eine starke Runde und sicherte sich Startplatz zwei. 24 Runden lag Mika hinter Paffett auf Rang zwei. Nach seinem zweiten Boxenstopp verlor diesen an Ekström, bei einem Angriff in Runde 29 verbremst er sich und rutschte geradeaus in die Auslaufzone – auch Kristensen überholte den Finnen. In der letzten Runde überließ er seinen dritten Platz dann Paffett. Starke Super Pole, eher unglückliches Rennen aber volles Teamplay.
Note 3

Bernd Schneider: Von Position vier aus ins Rennen gestartet konnte der DTM-Rekordchampion in der Anfangsphase des Rennens den Speed der vor ihm fahrenden Piloten mitgehen. Nach seinem ersten Reifenwechsel hatte der in Monaco lebende Saarländer mit Untersteuern zu kämpfen. Dank eines perfekten Boxenstopps konnte er in Runde zehn den späteren Sieger Ekström überholen, diesen jedoch auf der Strecke nicht hinter sich halten und beendete das Rennen als Fünfter.
Note: 3

Allan McNish: In der ersten Rennhälfte war der Audi-Werksfahrer mit seinem Setup, das in erster Linie auf Regen ausgelegt war, im Reinen. Er attackierte zeitweise sogar den vor ihm fahrenden Kristensen. Bei abtrocknender Strecke konnte der Schotte nicht nachlegen, da er nicht den nötigen Grip hatte. Trotzdem fuhr McNish von Platz acht auf sechs vor.
Note: 3

Jean Alesi: Der Franzose verpasste nach Problemen am Gaspedal seiner AMG-Mercedes C-Klasse die Super Pole am Samstag – Startplatz 13. „Ich werde wie immer alles geben, um nach vorne zu kommen“, waren seine Worte nach dem Qualifying. Der Franzose ließ seinen Worten Taten folgen und verbesserte sich innerhalb der ersten neun Runden auf Position acht hinter McNish. Im letzten Renndrittel traf Alesi erneut auf den Schotten, fand jedoch keinen Weg vorbei – Platz sieben und zwei Punkte.
Note: 2

Jamie Green: Auch Jamie Green verpasste als Elfter des Qualifyings die Super Pole knapp. In einer bewegten Startphase machte der Brite zunächst Boden gut, musste dann aber in Runde drei den nach vorne stürmenden Alesi passieren lassen. Einen großen Teil des Rennens verbrachte Green auf Platz elf hinter Frentzen, den er erst nach einem Verbremser des Mönchengladbachers in der Mercedes-Arena in Runde 22 kassieren konnte. Die zweite Phase der Boxenstopps spülte den amtierenden Champion der Formel 3 Euro Serie bis auf Platz acht nach vorne – mehr war nicht drin.
Note: 3

RLaurent Aiello: Der DTM-Champion von 2002 eroberte im Einzelzeitfahren als Fünfter einen Platz in der dritten Reihe und verbesserte sich in der Super Pole sogar noch um zwei Plätze. Bis zum ersten Pflichtstopp des Franzosen war die Welt noch in Ordnung. Der erste Service kostete ihn zwei Positionen, der zweite einen möglichen Punkterang, als der Schlagschrauber vorne links defekt war. Aiello fiel bis auf Platz elf zurück und musste sich in der Schlussphase auch noch Green geschlagen geben.
Note: 4

Christian Abt: Der Allgäuer war erneut bester Jahreswagen-Fahrer – trotzdem konnte er mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Im Qualifying sensationell Dritter, reichte es in der Super Pole nur zu Platz neun. Den Start hinter dem Safety Car hat Abt ordentlich verschlafen – der Rückstand auf den vor ihm liegenden McNish betrug beim ersten Überqueren der Ziellinie knapp 29 Sekunden. Nach der zweiten Runde war Abt sogar auf Platz zwölf zurückgefallen. Am Ende wurde er Zehnter.
Note 4

Lesen Sie den ersten zweiten Teil der Analyse...

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