Neues Trink-Programm für Opel-Piloten | DTM.com | Die offizielle Webseite
2003-06-08 12:46:57

Neues Trink-Programm für Opel-Piloten

Bis zu 34 Grad Celsius im Schatten, eine Gewitter-Wahrscheinlichkeit von zwanzig Prozent, dabei eine Asphalttemperatur, die gegen 50 Grad strebt - galt der zweite DTM-Lauf in Italien bisher als Hitzerennen, so zeichnet sich bei Rennen auf dem EuroSpeedway Lausitz eine ähnlich extreme Witterung ab. "Ich hätte nichts gegen Wolken", wünschte sich Timo Scheider nach dem Warm-up. "In der vergangenen Saison haben wir hier in der Lausitz nämlich schon einmal ein extrem belastendes Rennen erlebt."

Dr. Andreas Bickelhaupt, der Opel in der DTM seit langem medizinisch betreut, erinnert sich: "Im Vorjahr war zwar die direkte Sonnenstrahlung nicht so intensiv, aber die Luftfeuchtigkeit war extrem hoch und hat den Piloten sehr zu schaffen gemacht." Eine Situation, die sich trotz der am Vormittag des Rennens sehr geringen Luftfeuchtigkeit vielleicht wiederholen könnte. "Gewitter sind heute Nachmittag laut Wetteranalyse in der Region möglich", verrät Dr. Ulrich Pfisterer, Projektleiter DTM im Opel Performance Center (OPC).

Neben einer in dieser Saison deutlich verbesserten Kühlluftführung in den Innenraum des Astra V8 Coupé greifen auf dem EuroSpeedway Lausitz auch neue medizinische Maßnahmen. "Am Rennsonntag absolvieren die Opel-Piloten erstmals ein spezielles Trink-Programm", erläutert Dr. Bickelhaupt. "Die Getränkemischungen enthalten zusätzliche Aminosäuren sowie Elektrolyte, um die körperlichen Speicher der Fahrer vor Rennbeginn über mehrere Stunden hinweg aufzufüllen. Eine zweite Maßnahme betrifft die Situation im Rennen. Da wir in die Getränkesituation während des Wettbewerbs nicht eingreifen können, haben wir das Volumen der Vorratsbehälter von 750 Milliliter auf 1,5 Liter verdoppelt."

Beide Maßnahmen, die erstmals in der Saison 2003 zur Anwendung kommen, erhöhen Reaktionsfähigkeit und Wohlbefinden der Fahrer. Mit dem Wasserverlust, der bei extremen Hitzerennen über eine Dauer von 60 bis 70 Minuten durchaus mehr als vier Liter betragen kann, scheiden die Piloten Elektrolyte aus, die die Leitgeschwindigkeit der Nerven beeinflussen. "Neben der physischen empfinden die Fahrer auch eine psychische Erschöpfung. Wir haben unsere Maßnahmen erdacht, da ein Vorrat an Wasser nicht antrinkbar ist, denn die Grenze der Resorption im Dünndarm beträgt etwa eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit", fährt der Sport-Mediziner fort. "Alle darüber hinaus aufgenommenen Flüssigkeitsmengen führen lediglich zur einer verstärkten Anregung der Nierenfunktion."

Sogar die beiden obligatorischen Boxenstopps in der DTM bedeuten für die Schwerstarbeiter im Cockpit keine Erholung. Abgesehen davon, dass bis zum Stillstand äußerste Konzentration erforderlich ist und die Pause beim Radwechsel und Nachtanken nur wenige Sekunden beträgt, fehlt im Stillstand die Kühlluftzufuhr, während der Motor weiterhin Hitze abstrahlt. "Ich bin optimistisch, dass sich unsere neuen Maßnahmen auszahlen werden", urteilt ein zuversichtlicher Timo Scheider abschließend.

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