Opel stand im Regen | DTM.com | Die offizielle Webseite
2000-08-20 18:18:42

Opel stand im Regen

Manuel Reuter musste auf dem Nürburgring eine bittere Pille schlucken. Der Mainzer Opel-Pilot kam im Regen nicht über zwei fünfte Ränge hinaus und fing sich damit noch mehr Rückstand auf Tabellenführer Schneider ein. Die V8 Coupé waren auf schlüpfrigem Geläuf keine Offenbarung.

Für Joachim Winkelhock war´s wie "mit Sommerreifen im Schnee". Der Opel-Werksfahrer kam auf dem Nürburgring in beiden Rennen diverse Male vom rechten Weg ab. Noch mehr Kilometer neben dem Eifel-Asphalt legte nur noch sein Markenkollege Uwe Alzen zurück. Der Westerwälder verlor trotz des zweiten Startplatzes alle Siegchancen, weil sein Getriebe nicht mit spielte und des öfteren im dritten Gang stecken blieb. Deswegen konnte er weder Brems- noch Gaspedaleinsatz passend dosieren – und fuhr danach mit dem Messer zwischen den Zähnen.

Manuel Reuter, als Tabellenzweiter in die Eifel gereist, kam im Regen nur einmal neben die Spur. Aber damit war für den Mainzer klar: Das war´s. "Wir haben die Reifen einfach nicht auf Temperatur bekommen und deswegen nie ihr optimales Griplevel erreicht", knirschte er. "Besonders wenn man einem Mercedes hinterhergefahren ist und bis ans Limit gehen musste, habe ich deutlich gemerkt: Sowohl beim Anbremsen als auch beim Rausbeschleunigen hat uns die nötige Traktion gefehlt."

Reuter hatte schon während des kompletten Wochenendes mit seiner Fahrwerksabstimmung gehadert. Im feuchten ersten Freien Training ging ihm das Licht auf, dass die Hoffnung, der Opel sei für den Nürburgring ziemlich klasse geeignet, nur für trockene Verhältnisse zutrifft. Dann fand er nicht mal im Trocknen ein ideales Set-up: "In schnellen Kurven Untersteuern, in langsamen Power-Übersteuern", rapportierte Reuter bis ins Qualifying hinein. "Erst zum Warm-up haben wirs überhaupt hinbekommen."

Als es Minuten vor dem Start zum ersten Rennen wieder zu regnen begann, verfinsterte sich Reuters Miene parallel zum Himmel. "Wir sind komplett mit einem Trocken-Set-up gefahren. Da konnte ich nur Schadensbegrenzung betreiben. Das Wichtigste war, auf der Strecke zu bleiben. Ich bin unter den Umständen mit den beiden fünften Plätzen zufrieden."

In der Reparaturpause nahmen die Phoenix-Techniker Veränderungen an Sturz und Stabilisator vor. "Aber das war auch falsch", umschrieb Reuter die Stabi-Änderung lakonisch. "Wir haben versucht, ein bisschen mehr in Richtung Regen-Abstimmung zu gehen."

Opel-Rennleiter Volker Strycek warnt unternehmenstreu: "Es soll niemand denken, dass Opel im Regen nicht schnell fahren kann." Man sei von der Kniffligkeit des Fahrverhaltens überrascht worden, werde aber noch heute dafür Sorge tragen, dass solche Probleme künftig nicht mehr auftreten. "Es lag ganz einfach daran, dass wir das Grip-Level unserer Reifen nicht erreicht haben. Wir haben auch nicht die Erfahrung mit Hecktrieblern, wie Mercedes sie hat."

Berichte vom Rennen:
Vorteil Mercedes-Benz
Phoenix und die verregnete Eifel
War das eine Vorentscheidung?
Opel stand im Regen
Runde für Runde 2. Rennen
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